So ziemlich jeder versteht, dass man auf dem Powerknopf drücken muss, um den Computer einzuschalten. Doch wie schafft es der Computer von dem Massenspeicher die Daten abzurufen? Wo fängt er an? Das will ich mit Ihnen einmal auf den Grund gehen!

MBR

MBR oder ausgeschrieben Master Boot Record wurde damals 1983 vom IBM mit dem DOS 2.0 eingeführt. Eine Voraussetzung – damit Sie es schon mal gehört haben – ist die sogenannte Prozessorarchitektur x86 oder x64, wobei x64 dabei der aktuelle Standard ist.

Im ersten physikalischen Sektor auf einem Datenträger ist der MBR geschrieben. Dadurch weiß der Computer, womit er anfangen muss. Er hat immer dieselbe Standardadresse und ist meistens 512 Byte groß.

Den MBR findet man auf so gut wie allen externen Speichermedien. Z.B. Festplatten oder USB-Sticks. Hierbei wird er nicht zum Starten benutzt, sondern als eine Informationenquelle genutzt. So können Programme Informationen über die Lage und Größe der Partitionen herausfinden.

So ist dieser aufgebaut

Der Master Boot Sektor, der physikalische Speicherort, ist mindestens in 4 Komponente aufgeteilt.

  • Startprogramm (Bootloader)
  • Datenträger-, Disk-Signatur (ab Windows 2000)
  • Master-Partitionstabelle
  • MBR- oder Boot-Signatur (Magic Number)

Das Startprogramm initiiert den Bootvorgang. Dabei wird ein standardisierter Vorgang in Gang gesetzt. Dieser sorgt dafür, dass Daten in den Arbeitsspeicher (RAM) geladen werden und so die nächsten Prozesse gestartet werden können.Mit Hilfe der Datenträger-Signatur kann ein Windows Computer, Datenträger mit Partitionstabelle erkennen.

Die MasterPartitionstabelle speichert die Aufteilung eines Massenspeichers. In vier Einträgen wird Angaben über die Lage und Größe, wo eine C:\-Partition anfängt oder endet und den Typ von dem Datenträger gespeichert (z.B. FAT32).

Die MBR- oder Boot-Signatur wird genutzt, um den MRB als solches eindeutig zu erkennen. Er liegt am Ende von Master Boot Sektor und sollte dieser fehlen, dann wird der MBR nicht erkannt und der Bootvorgang wird mit einer Fehlermeldung abgebrochen.

Wozu dann das BIOS?

Beim Starten vom Computer mittels Drückens auf dem Powerknopf wird zuerst das BIOS (Steht für Basic Input/Output System) geladen. Diese lädt den MBR in den Speicher und führt ihn aus. Dadurch läuft die Kette vom MBR und führt zum Starten des Windowssystems.

Die Alternative

Heutige System ersetzen den MBR zunehmend durch GPT-Format. Der Vorteil ist, dass dieses sicherer ist und mit größeren Festplatten und vielen Partitionen umgehen kann. Aber bei Systemen mit älterer Hardware ist der MBR noch empfehlenswert, gerade in der Windows-Welt ist der MBR der noch meistgenutzte Standard.

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Fabian Dörling
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