Standort Lübeck IT SystemhausWas zeichnet ein gesundes Arbeitsklima aus und welche Ziele kann und muss man sich setzen, um seine derzeitige Situation zu verbessern?

Trotz oder gerade wegen der Vielfalt der Unternehmen und ihrer Arbeitsweisen gibt es doch einige Grundsätze, die man als Eckpfeiler für ein gutes Arbeitsklima ansehen kann.

Eine Objektive Betrachtung oder gar eine komplette Neuinterpretation bekannter Inhalte ist schwierig und sollte hier auch nicht erwartet werden, vielmehr ist dieser Blog eine Sammlung und Aufarbeitung, um ein Gerüst zu bauen an dessen man sich orientieren kann. Diese Reihe soll in drei Teilen auf das Thema eingehen.

Der Umgang mit sich selbst

Der Kern für ein gutes Arbeitsklima ist der Umgang eines jeden einzelnen mit sich selbst: Wer zufrieden ist, dem fällt es viel leichter, auch zur Zufriedenheit anderer beizutragen.

Der große Vorteil daran, mit sich selbst zu beginnen, ist, dass man selbst jener Mensch ist, den man direkt verändern kann und in der Regel auch der einzige. Allerdings hat man nicht alle Aspekte unter eigener Kontrolle, manche werden auch durch das Unternehmen von außen vorgegeben.

Ein guter Anfang ist, dass man Aufgaben sorgfältig und verlässlich erfüllt. Das ist sogar dann sinnvoll, wenn man alleine und nicht in einem Team arbeitet, denn ein stabiles Fundament ist die Voraussetzung, um wachsen und auf der vergangenen Arbeit aufbauen zu können.

Außerdem vermeidet man auf dem Weg zahlreiche unnötige Flüchtigkeitsfehler, die sich leicht durch einen zweiten Blick finden lassen. Wer sagt, dass er mit einer Aufgabe fertig ist, sollte zuvor sorgsam überprüft haben, ob das wirklich der Fall ist.

Das setzt aber ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Reflexion voraus. Es gilt, von sich aus zu überlegen, welche Fehler noch vorhanden sein könnten, und zu überprüfen, ob tatsächlich alles erledigt wurde.

Außerdem gehört dazu eine gewisse Fähigkeit, sich in andere hineinzudenken und deren Reaktionen vorauszuahnen. Es genügt aber nicht, Eigenständigkeit einzufordern – sie muss auch gewährt werden: Wer ständig nur kleine Aufgaben vorgesetzt bekommt, die abzuarbeiten sind, wird kaum von sich aus Engagement für das große Ganze entwickeln.

Wer nur schon diese wenigen Aspekte beachtet, dürfte regelmäßig Erfolgserlebnisse genießen können. Dazu bedarf es keines Teams und keiner Vorgesetzten. Es genügt das gute Gefühl, selbst etwas bewirkt zu haben.

Sehr wichtig ist zudem der Sinn der Arbeit. Aufgaben müssen nicht immer Spaß machen, aber sie sollten einem sinnvollen Zweck dienen. Arbeit, die man ebenso gut nicht erledigen könnte, ohne dass es einen Unterschied macht, ist unnötig und ist der Motivation eher schädlich als zuträglich.

Auch wichtig dabei ist, dass weder Unter- noch Überforderung besteht: Das erste führt rasch zu Langeweile, das zweite zu Versagensängsten. Beides führt, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, rasch zu Demotivation. Zu guter Letzt sollten die Aufgaben eine gewisse Stabilität aufweisen, also nicht ständig und wahllos wechseln.

Fazit

Die vorgestellte Liste ist weder vollständig noch objektiv, aber sie bildet die Grundlage für eine Diskussion über die eigene Arbeitskultur auf der Basis der Erfahrungen des Autors. Es ist nicht gesagt, dass die hier genannten Aspekte ausreichen – aber sicherlich gibt es in den meisten Unternehmen die ein oder andere Stelle, an der sich etwas verbessern lässt.

Wer ein gutes Arbeitsklima haben will, ist gut beraten, sich am gesunden Menschenverstand und den klassischen Tugenden zu orientieren, unter anderem Fleiß, Sorgfalt, Zuverlässigkeit, Respekt und Höflichkeit. Wenn diese Werte in einem Unternehmen wertgeschätzt und gepflegt werden, ist das eine gute Basis – und falls nicht, ist es ratsam, daran etwas zu verändern.

Vom allgemeinen Thema direkt zur Sache: Wenn Sie Fragen zu Ihrer IT, Ihren Workflows oder Cybersecurity haben, sprechen Sie uns gerne an.

Manuel Lehrke

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