Microsoft versucht ständig neue Produkte in ihr bereits vorhandenes Portfolio zu integrieren. Eines dieser Produkte ist der Nano Server, welcher als abgespeckte Version des klassischen Microsoft Server Betriebssystems entwickelt wurde. In den folgenden Zeilen werden wir etwas näher auf den Nano Server eingehen und Ihnen erläutern, worum genau es sich dabei handelt.

Was ist überhaupt ein Nano Server Betriebssystem?

Das Nano Server Betriebssystem ist ein ferngesteuertes Server Betriebssystem, das für private Clouds und Datencenter optimiert ist. Es ähnelt Windows Server im Server Core-Modus, ist jedoch wesentlich kleiner, verfügt über keine lokalen Anmeldefunktionen und unterstützt nur 64-Bit-Anwendungen, -Tools und -Agenten.

Bestandteile eines Nano Servers

Microsoft hat hierfür die komplette graphische Benutzeroberfläche, 32-Bit-Support und eine Reihe von Serverkomponenten entfernt –  Remote-Desktop-Support also unmöglich. Sämtliche Managementaufgaben lassen sich über Windows Management Instrumentation (WMI) und PowerShell erledigen. Außerdem benötigt ein Nano Server viel weniger Systemressourcen als andere Bereitstellungsarten von Windows-Servern. Das führt dazu, dass der Nano Server bis zu 93% kleiner als die gängige Windows-Server-Variante ist.
Um einen Nano Server zu verwalten, können Administratoren nur die Remote-Sitzungen in der PowerShell verwenden. Im ersten Schritt muss dazu die IP-Adresse des Nano Servers zur Liste der vertrauenswürdigen Server hinzugefügt werden. Diese Liste wird auf dem Rechner gepflegt, von dem aus Administratoren einen Zugriff durchführen wollen.

Vor- und Nachteile von Nano Servern

Ein Nanoservers VHD-Image ist laut Microsoft rund 410 MByte groß. Im Vergleich dazu ist der Server Core mit 6,3 GByte erheblich größer. Ein Server nach dem Client-Prinzip kommt sogar auf 8,3 GByte. Durch die geringe Größe verspricht Microsoft vor allem im Bereich des Cloud-Einsatzes Vorteile.
Live-Migrationen sind bei so geringer Größe viel einfacher und auch bei geringen Bandbreiten über Rechenzentren hinweg kein Problem. Es handelt sich derzeit aber noch um vorläufige Werte, wie Microsoft betont. Wenige Prozesse und eine VHD-Imagegröße im Bereich einer CD sollen den Server speziell für Cloud-Anwendungen besser machen.
Der einzige Nachteil der Nano Server ist, dass man einen kompetenten Administrator benötigt, der sich mit PowerShell gut auskennt, was gleichzeitig allerdings auch für mehr Sicherheit sorgen könnte.

Fazit

Der IT-Bereich fokussiert sich Tag für Tag mehr auf Cloud-Lösungen, womit die Senkung der Kosten und schnellere Sicherungsmaßnahmen im Visier gehalten werden. Deshalb können solche Lösungen, wie der sehr kleine Nano Server, immer mehr Ansehen dazu gewinnen. Derzeit ist es noch sehr schwierig für den Nano Server sich durchzusetzen, da es wenig spezialisierte Techniker im Bereich Power Shell gibt.

Bei weiteren Fragen oder Problemen mit Ihrer IT, sprechen Sie uns an– wir beraten Sie gerne.

Reza Hosseini

Fachinformatiker für Systemintegration bei hagel IT-Services GmbH Hamburg
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Reza Hosseini

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