Wir haben die Lösung im Haus ausgiebig getestet, wie fühlt sich also der virtuelle Windows-Desktop in der realen Welt an? Wir geben unsere Eindrücke über die Benutzererfahrung und den Einsatz im Unternehmen mit einem kurzen Überblick über Windows Virtual Desktop wieder.

So fühlt es sich an: HTML 5 Browser-Client vs. Remote-Desktop-App

Die zwei Wege des Zugriffs auf die Umgebung. Optisch sieht ein Sitzungs-Desktop auf beiden Clients fast identisch aus wie ein normaler Windows 10-Desktop, was bedeutet, dass die Benutzer eine sehr ähnliche Erfahrung und mehr Funktionalität erwarten können als bei früheren Inkarnationen von Remote-Desktops.

Je nachdem, ob Ihre Benutzer auf den Remote-Desktop über einen Web-Client oder über eine Remote-Desktop-App zugreifen, unterscheidet sich die Erfahrung jedoch leicht. Hier ein Vergleich:

Ein Screenshot der Remote-Desktop-App aus unserer WVD-Testumgebung, die eine fensterlose Erfahrung und Unterstützung für mehrere Monitore bietet.

 

Vergleichen Sie das mit dem Web-Client. Obwohl er sehr ähnlich ist, kann die Symbolleiste nicht vollständig ausgeblendet werden, und es erscheint eine graue Bildlaufleiste.

Mit dem HTML5-Webclient können Benutzer mit jedem modernen Browser auf den virtuellen Windows-Desktop zugreifen. Die unkomplizierte und schnelle Zugriffsmethode ist sicher eine seiner Hauptstärken – ist die WVD-Umgebung erst einmal aufgebaut, braucht man nur noch die Anmeldeseite aufzurufen, wo immer man sich gerade befindet, und mit der Arbeit beginnen.

Für diejenigen Benutzer, die Apps bevorzugen, ist die Remote Desktop-App eine großartige Alternative. Während es schwierig ist, den HTML5-Client in Sachen Flexibilität zu übertrumpfen, fühlte sich die Erfahrung mit der Remote-Desktop-App bei Tests von einem Windows-Desktop aus manchmal etwas robuster an.

Die Taskleiste zeigt zwei Microsoft Word-App-Symbole, von denen eines mit einer Virtualisierungsmarkierung versehen ist.

Ein weiteres nettes Feature ist, wie virtuell bereitgestellte Apps auf der Taskleiste des nicht-virtualisierten Windows-Desktops sichtbar sind, wobei der einzige visuelle Unterschied ein kleines Symbol über dem Taskleistensymbol der App ist. Dies hilft Ihnen, sich daran zu erinnern, welche Instanz einer App virtualisiert wird.

Geschwindigkeit

Es versteht sich von selbst, dass man die Geschwindigkeit und das Gefühl von Windows Virtual Desktop am besten beurteilen kann, wenn man es selbst ausprobiert, aber da wir es mit einer Technologie zu tun haben, die nicht frei zugänglich ist, sind Online-Videos das Nächstbeste. Wir sind ein großer Fan der Videos der Azure Academy, die sich besonders gut eignen, um zu zeigen, wie die WVD für diejenigen aussieht, die keine eigene Testumgebung haben.

Wenn Sie ein Programm zum ersten Mal öffnen, wie im folgenden Video der Azure Academy ab ca. 3:07 gezeigt wird, werden Sie feststellen, dass wenn ein Benutzer sich zum ersten Mal in eine Sitzung einloggt, das erste Programm länger zum Öffnen braucht. Danach waren jedoch kaum noch störende Verzögerungen oder Verspätungen feststellbar.

Schauen Sie auf 3:07, wo der Taschenrechner gestartet wird:

 

Wie bei einer Remote-Desktop-Lösung zu erwarten, ist die Geschwindigkeit der Benutzeraktionen manchmal etwas langsamer als normal. Dies scheint von zwei Dingen abzuhängen: a) davon, wieviel Power die die VM hat, und b) davon, wie weit die WVD-Rechner vom Benutzer entfernt sind (z.B. wird der Zugriff auf Rechner in Deutschland von der USA aus langsamer sein, als der Zugriff auf Rechner in Deutschland von Deutschland aus wegen der Netzwerklatenz).

Es könnte nützlich sein, den Erfahrungs-Simulator von Microsoft zu konsultieren, um die richtige Balance für sich selbst zu finden. Hiermit schätzt Microsoft die Qualität des Dienstes je nach Standort.

Funktionalität

Wir haben sicherlich den Eindruck, dass der virtuelle Windows-Desktop bei vielen Anwenern zu einem beliebten Werkzeug werden wird. Microsoft hat es wirklich geschafft, hier einen sehr funktionsreichen Dienst herauszuarbeiten: Multisession-Windows 10 ist auf allen Arten von Hardware verfügbar, wie iOS- und Android-Geräten, während die Verwaltung einfacher und die Skalierung des Dienstes leicht zu bewerkstelligen ist.

Insgesamt kann man das System auf jeden Fall empfehlen und wir setzen es bereits in Kundenumgebungen ein.

Man muss jedoch sagen, dass die Einrichtung nicht ganz trivial ist. Gerade die Integration in die vorhandene Struktur ist natürlich kein Selbstgänger. Es nützt Ihnen ja nicht nur ein Desktop, denn es geht ja immer darum, die gesamte IT zu verknüpfen. Dafür empfehlen wir, auf ein IT-Systemhaus zurückzugreifen und dort Spezialisten zu nutzen.

Test des virtuellen Windows-Desktops für Admins: Bereitstellung und Verwaltung

Wirklich das Wichtigste, was Administratoren zuerst bemerken sollten, ist die Zeit, die sie wahrscheinlich sparen werden. Selbst ohne große Ressourcenmengen oder durch wichtige Verknüpfungen zur Sicherheit war es innerhalb von ein oder zwei Stunden möglich, eine voll funktionsfähige WVD-Umgebung zu erstellen, auf die von überall auf der Welt zugegriffen werden kann.

Natürlich würde eine echte Arbeitsumgebung mehr Planung, Konfiguration, Tests usw. erfordern, aber es war vorher nicht möglich, dasselbe Ergebnis auch nur annähernd in der gleichen Zeit unter Verwendung von Vor-Ort-Ressourcen zu erreichen.

Auch die Lernkurve ist flach. Obwohl sich alles in der Azure-Wolke abspielt, sollte der Wechsel von Active Directory zu Azure Active Directory/Azure AD Domain Services wirklich nicht als große Herausforderung angesehen werden. Stattdessen können Admins von unterwegs aus leichter arbeiten.

Bei der Bereitstellung von Windows Virtual Desktop ist jedoch Powershell-Know-how erforderlich. Man kommt nicht nur mit der Maus aus. Microsoft hat jedoch recht umfangreiche Ressourcen und gut organisierte Tutorials zur Verfügung gestellt, um die WVD zum Laufen zu bringen.

Alles in allem unterstreichen die beeindruckende Verwaltbarkeit und die großartige Benutzererfahrung von Windows Virtual Desktop wirklich die beeindruckende Leistung von Microsoft. Sprechen Sie uns einfach an, wir helfen Ihnen gerne.

Jens Hagel
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