5 Gründe, warum Ihr Unternehmen eine IT-Backup-Strategie benötigt

 

Angesichts eines stetigen Anstiegs der Cyber-Bedrohung von Ransomware-Angriffen bis hin zu Social-Engineering-Betrug stehen Unternehmen zunehmend unter dem Druck, sich auf das Schlimmste vorzubereiten. Dabei müssen sie mehrere Sicherheitsebenen implementieren, um ihre wertvollsten Vermögenswerte zu schützen. Dies umfasst eine IT-Sicherungsstrategie, auf die sie im Falle eines schwerwiegenden Vorfalls zurückgreifen können.

Was sollte eine IT-Backup-Strategie beinhalten?

Kein Unternehmensleiter denkt gerne über die schlimmsten Eventualitäten nach. Es ist jedoch eine unausweichliche Wahrheit, dass ein großer Datenverlust für viele Unternehmen weitaus schlimmer sein kann als teure Ausfallzeiten und Kundenverluste allein. In einigen Fällen, insbesondere wenn das Unternehmen keinen vernünftigen Desasterplan vorweisen kann, kann es sogar zur Insolvenz kommen.

Einer der gängigsten Industriestandards ist die 3-2-1-IT-Backup-Strategie. Obwohl es sich nicht um einen Fix-All-Ansatz handelt, der in jedem Fall perfekt funktioniert, dient er als Grundregel. Es besagt, dass Sie mindestens drei Kopien Ihrer Daten aufbewahren sollten, wobei zwei Sicherungen auf verschiedenen Speichermedien und mindestens eine Sicherung außerhalb des Standorts gespeichert werden sollten. Einige Experten empfehlen jetzt jedoch einen 3-2-2- oder 3-2-3-Ansatz, bei dem zwei oder sogar drei Kopien Ihrer Daten außerhalb des Standorts gespeichert werden.

Bei der Formulierung Ihrer IT-Backup-Strategie müssen Sie auch über Ihre Wiederherstellungsziele nachdenken. Mithilfe dieser Informationen können Sie Ihre Ressourcen anhand der folgenden Faktoren priorisieren:

  • Wie wertvoll die Daten für Ihren Betrieb sind
  • Ob die Daten gesetzlichen Anforderungen unterliegen
  • Welche Risiken bestehen für die betreffenden Datensysteme?

Für jede Datenkategorie und jedes System benötigen Sie ebenfalls ein Wiederherstellungszeitziel (recovery time objective – RTO) und ein Wiederherstellungspunktziel (recovery point objective – RPO) zu definieren. Diese Schlüsselparameter bestimmen, wie viel Zeit Ihr Unternehmen maximal ohne ein bestimmtes System oder einen bestimmten Datensatz verbringen kann und wie viele Daten Sie sich leisten können, zu verlieren, bevor Sie irreparablen Schaden erleiden. Beispielsweise kann eine RTO von zwei Tagen für ein System in Ordnung sein, das Mitarbeiterdatensätze in der Personalabteilung enthält, aber Sie schneiden möglicherweise nicht so gut ab, wenn Ihr CRM länger als einige Stunden nicht verfügbar ist.

Wenn Sie immer noch nicht davon überzeugt sind, dass es sich lohnt, in eine IT-Backup-Strategie zu investieren, finden Sie hier einige der wichtigsten Gründe, warum Sie dies tun sollten:

1. Technologiefehler
Jede Computerausrüstung kann ohne Vorwarnung ausfallen, und alle Geräte haben eine begrenzte Lebensdauer, nach der sie anfangen, Probleme zu entwickeln. Bedrohungen wie Stromstöße können auch Schäden an Speichergeräten verursachen, insbesondere wenn der Strom ausfällt, während Daten darauf geschrieben werden. Selbst die modernsten Rechenzentren von heute verfügen über mehrere Redundanzen, einschließlich solcher, die unempfindlich gegen elektrische Schäden sind.

2. Menschliches Versagen
Während jeder Unternehmensleiter möchte, dass seine Mitarbeiter bei ihrer Arbeit hervorragende Leistungen erbringen, bleibt menschliches Versagen ein erhebliches Risiko. Es kann etwas so Einfaches sein wie das Versäumnis, ein kritisches System-Update zu installieren oder das Vergessen, einen Computer ordnungsgemäß herunterzufahren. Das mit Abstand häufigste Beispiel für menschliches Versagen ist jedoch ein Social-Engineering-Hack, der zu einer Ransomware-Infektion oder einer anderen Bedrohung führen kann.

3. Cyberangriffe
Cyberangriffe nutzen häufig die Unwissenheit oder schlechte Vorbereitung des Menschen durch Phishing-Betrug aus, enthalten jedoch meist verschiedene Elemente wie Schadcode und Malware. Cyberangriffe können jeden in jeder Organisation jederzeit treffen. Ransomware kann beispielsweise dazu führen, dass auf alle Ihre Daten nicht mehr zugegriffen werden kann, selbst wenn Sie das Risiko eingehen, ein Lösegeld zu zahlen. Es ist viel besser, ein aktuelles Backup außerhalb des Standorts in einem völlig separaten Netzwerk zu haben.

4. Physischer Diebstahl
Physischer Diebstahl scheint heute nicht mehr so wichtig zu sein, da die meisten Datenverarbeitungsvorgänge in der Cloud stattfinden. Allerdings benötigen Mitarbeiter immer noch lokale Geräte wie Smartphones, Workstations und Laptops, um auf die Apps und Daten zuzugreifen, die sie für ihre Arbeit nutzen. Gerade bei mobilen Geräten ist das Risiko des Verlusts oder Diebstahls größer, was wiederum dazu führen kann, dass Ihre Apps und Daten in die falschen Hände geraten. Kriminelle nutzen oft gestohlene Geräte, um auf in der Cloud gehostete Daten zuzugreifen und diese zu kompromittieren.

5. Naturkatastrophen
Naturkatastrophen wie Stürme, Überschwemmungen und Brände können jedes Unternehmen verwüsten. Die meisten Unternehmen öffnen nach einer schweren Naturkatastrophe nie wieder ihre Türen für das Geschäft. Es liegt daher nahe, dass Sie sich auf alle möglichen Bedrohungen in Ihrer Region vorbereiten müssen. Das heutige Vertrauen in die digitale Technologie macht dies tatsächlich viel einfacher, da viele Unternehmen den Online-Betrieb wieder aufnehmen können, selbst wenn ihr regulärer Arbeitsbereich unbrauchbar wird.

Und nun?

Sicher haben Sie erkannt, wie wichtig das Thema Backup ist für Ihr Unternehmen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und führen Sie eine Cybersicherheits-Bewertung durch. Anschließend helfen wir Ihnen und schließen alle Sicherheitslücken.

Jens Hagel
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