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Ihr Unternehmen läuft wahrscheinlich bereits zu großen Teilen auf einem SaaS-Stack (Software-as-a-Service). Wir schreiben das Jahr 2026, und die Verlockung ist groß: Ein neues KI-Tool verspricht, die Produktivität im Einkauf zu verdoppeln, oder eine App soll endlich das Projektmanagement im Hafen-Logistikzentrum verschlanken.

Der Impuls ist verständlich: Dienst anmelden, auf „Installieren“ klicken und sich später um den Rest kümmern.

Als Geschäftsführer sage ich Ihnen jedoch ganz direkt: Dieser Ansatz mag bequem klingen, setzt Ihr Unternehmen aber einem Risiko aus, das wir uns hier in Hamburg schlicht nicht leisten können.

Als etablierter IT Dienstleister Hamburg wissen wir genau, worauf es bei der sicheren Integration ankommt. Jede neue Integration fungiert als Brücke – zwischen verschiedenen Systemen oder zwischen Ihren sensiblen Firmendaten und Drittanbietern.

Diese Brücken werfen Fragen zur Datensicherheit und zum Datenschutz auf. Es ist Zeit, SaaS-Integrationen mit der hanseatischen Sorgfalt zu prüfen, die sie erfordern.

Ihr Unternehmen vor Risiken durch Dritte schützen

Ein schwaches Glied in der Kette kann zu Compliance-Verstößen oder, schlimmer noch, zu katastrophalen Datenlecks führen. Wenn wir eines aus der Vergangenheit gelernt haben, dann dass ein strukturierter Prüfprozess potenzielle Haftungsrisiken in Sicherheit verwandelt.

Erinnern wir uns kurz an den großen T-Mobile-Datenverstoß von 2023. Ein wesentlicher Faktor war damals die schiere Anzahl der Drittanbieter und Systeme. In unseren heute noch stärker vernetzten IT-Landschaften von 2026 kann eine Schwachstelle in einem Bereich genutzt werden, um Zugang zu anderen Systemen zu erhalten – auch zu solchen, die von Dritten verwaltet werden.

Ein unübersichtliches digitales Ökosystem vervielfacht die Angriffsfläche.
Im Gegensatz dazu minimiert ein strukturierter Prüfprozess – der den Datenfluss des Tools abbildet, das Prinzip der geringsten Rechte (Least Privilege) durchsetzt und Sicherheitszertifikate einfordert – dieses Risiko drastisch.

Eine proaktive Vetting-Strategie stellt sicher, dass Sie nicht nur Ihre Systeme sichern, sondern auch Ihre rechtlichen und regulatorischen Verpflichtungen erfüllen (Stichwort NIS2). Damit schützen Sie den Ruf und die finanzielle Gesundheit Ihres Unternehmens.

🔍 Praxis-Einblick aus Hamburg: Der "Schatten-IT"-Faktor in 2026

Bei hagel IT erleben wir aktuell oft folgendes Szenario: Ein Kunde aus dem Mittelstand führt ein Audit durch und stellt fest, dass Abteilungen eigenständig KI-Assistenten gebucht haben.

In einem Fall bei einem Hamburger Logistiker fanden wir 12 verschiedene SaaS-Tools, die Zugriff auf Kundendaten hatten, ohne dass die IT-Abteilung davon wusste.

Das Ergebnis unserer Bereinigung: Wir konnten nicht nur massive Sicherheitslücken schließen, sondern durch Bündelung der Lizenzen die SaaS-Kosten um 18% senken. Sicherheit zahlt sich also auch monetär aus.

Verlieren Sie den Überblick über Ihre App-Landschaft?

Schatten-IT und unklare Datenflüsse sind ein haftungsrelevantes Risiko für Geschäftsführer.
Tauschen Sie sich mit uns aus: Wir besprechen Ihre aktuelle Situation und zeigen Ihnen im persönlichen Gespräch auf, wie Sie die Kontrolle zurückgewinnen.

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5 Schritte zur Prüfung Ihrer SaaS-Integrationen

Um diese Schwachstellen zu vermeiden, lassen Sie uns auf systematische Bewertungsprozesse schauen, die wir auch bei unseren Kunden anwenden.

1. Prüfen Sie die Sicherheitslage des SaaS-Anbieters

Ein schickes Interface ist nichts wert ohne ein solides Sicherheitsfundament. Lassen Sie sich nicht von Features blenden.

Ihre ersten Schritte sollten die Prüfung der Zertifizierungen des Anbieters sein. Fragen Sie spezifisch nach einem C5-Testat (BSI) oder einem SOC 2 Typ II Bericht.

Hintergrundcheck: Gab es in der Vergangenheit Lecks? Wie transparent geht das Unternehmen mit Schwachstellen um? Ein seriöser Anbieter in 2026 muss offenlegen, wie er mit Sicherheitsvorfällen umgeht.

2. Kartieren Sie den Datenzugriff und -fluss

Sie müssen genau verstehen, welche Daten die SaaS-Integration berührt. Fragen Sie direkt: Welche Zugriffsberechtigungen erfordert diese App? Seien Sie skeptisch bei jedem Tool, das pauschalen „Lese- und Schreibzugriff“ auf Ihre gesamte Umgebung fordert.

Lassen Sie Ihr IT-Team den Informationsfluss in einem Diagramm aufzeichnen.

Wo gehen die Daten hin? Wo werden sie gespeichert? Ein seriöser Anbieter verschlüsselt Daten sowohl im Ruhezustand als auch bei der Übertragung und gibt Auskunft über den Standort der Server – idealerweise innerhalb der EU.

3. Untersuchen Sie Compliance und rechtliche Vereinbarungen

Wenn Ihr Unternehmen der DSGVO unterliegt (und das tun wir alle hier), müssen es Ihre Anbieter auch. Prüfen Sie die Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien.

Cloud Compliance bedeutet auch, dass ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) unterzeichnet werden kann.

Achten Sie besonders darauf, wo der Anbieter Ihre Daten speichert. Datenhoheit ist ein kritisches Thema. Stellen Sie sicher, dass Ihre Daten nicht in Regionen mit laxen Datenschutzgesetzen landen.

4. Analysieren Sie die Authentifizierungstechniken

Wie verbindet sich der Dienst mit Ihrem System? Wählen Sie Integrationen, die moderne und sichere Protokolle wie OAuth 2.0 nutzen.

Der Anbieter sollte auch Dashboards bereitstellen, mit denen IT-Teams Zugriffe sofort gewähren oder entziehen können. Vermeiden Sie Dienste, die das Teilen von Login-Daten erfordern.

Setzen Sie auf SSO (Single Sign-On) sowie zwingend auf Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), um Account-Hacks zu stoppen.

5. Planen Sie das Ende der Partnerschaft

Jede Technologie wird irgendwann ersetzt. Wissen Sie schon vor der Installation, wie Sie das Tool sauber wieder loswerden? Eine vorausschauende IT-Roadmap berücksichtigt auch den Exit:

  • Wie sieht der Datenexport-Prozess nach Vertragsende aus?
  • Werden die Daten in einem Standardformat (z.B. CSV, JSON) verfügbar sein?
  • Wie garantiert der Anbieter die permanente Löschung Ihrer Informationen?

Ein Exit-Plan verhindert, dass Ihre Daten als „Geiseln“ im System verbleiben.


Bauen Sie ein digitales Fort, keine Ruine

Moderne Unternehmen laufen auf komplexen Systemen. Da Sie nicht isoliert operieren können, ist die Prüfung essentiell. Ihr bester Schutz für sichere Integrationen ist ein wiederholbarer Prozess.

In Zeiten von NIS2 und zunehmender Cyberkriminalität ist das "Bauchgefühl" kein guter Ratgeber mehr.
Verlassen Sie sich auf Fakten und Prozesse, gerade angesichts der Cybersicherheitsrisiken im Jahr 2025 und darüber hinaus.

Wie hagel IT Sie dabei unterstützt

Wir bei hagel IT-Services wissen, dass Geschäftsführer oft zwischen Innovation und Sicherheit abwägen müssen. Wir nehmen Ihnen diesen Spagat ab.

Wir prüfen nicht nur die technische Integration, sondern bewerten die Anbieter nach strengen Kriterien, die wir über Jahre hinweg für den Hamburger Mittelstand entwickelt haben. Unsere professionelle IT Beratung Hamburg sorgt dafür, dass keine Sicherheitsfragen offen bleiben.

Schützen Sie Ihr Geschäft und gewinnen Sie Vertrauen in jede SaaS-Integration. Schauen Sie sich unsere Lösungen im Bereich IT-Sicherheit an oder kontaktieren Sie uns direkt.

Jens Hagel, Geschäftsführer der hagel IT-Services GmbH aus Hamburg

Jens Hagel

Geschäftsführer

Hanseatische Verlässlichkeit: Wer hinter diesen Empfehlungen steht

IT-Sicherheit ist kein theoretisches Konzept, sondern das Ergebnis jahrelanger Praxis.

Seit der Gründung 2004 begleiten wir als inhabergeführtes Systemhaus den norddeutschen Mittelstand. Dabei beschränken wir uns nicht nur auf die Elbmetropole, sondern bieten beispielsweise auch professionellen IT Service Bremen an.

Was uns dabei von anonymen Cloud-Anbietern unterscheidet? Wir verkaufen nicht nur Lizenzen, wir leben die Technik. Unser Team aus 32 festangestellten Experten löst jährlich über 5.000 Support-Fälle.

Diese Erfahrungswerte – kombiniert mit unserem Status als Microsoft Partner und WatchGuard Gold Partner – garantieren Ihnen Lösungen, die nicht nur auf dem Papier, sondern im echten Geschäftsalltag funktionieren.

Dass wir wissen, wovon wir sprechen, bestätigt nicht nur die Auszeichnung als einer von „Deutschlands besten IT-Dienstleistern 2025“ (Statista), sondern vor allem das Feedback unserer Kunden: 4,9 Sterne sprechen eine klare Sprache.

Wir setzen auf Transparenz und monatlich kündbare Verträge, denn wir möchten Sie durch Leistung überzeugen, nicht durch Laufzeiten binden. Das ist unser Verständnis von Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur SaaS-Sicherheit

Bremst ein solcher Vetting-Prozess nicht unsere operative Geschwindigkeit?

Das ist eine berechtigte unternehmerische Sorge. Kurzfristig investieren Sie vielleicht etwas mehr Zeit in die Prüfung vor der Einführung.

Langfristig jedoch beschleunigt dieser Prozess Ihr Geschäft: Sie vermeiden teure Nacharbeiten bei Integrationsfehlern und verhindern, dass Ihre sensiblen Daten in unsichere Kanäle abfließen. Ein standardisierter Prozess (Checkliste) macht die Prüfung zudem zur Routine und verhindert nicht Innovation, sondern sorgt für eine nachhaltige Implementierung ohne teure „Reparaturen“ im Anschluss.

Wir haben bereits Wildwuchs bei den Tools. Müssen wir jetzt alles abschalten?

Keine Sorge, ein „Kahlschlag“ ist selten notwendig. Das kluge Vorgehen beginnt mit einem Audit (Bestandsaufnahme): Welche Tools werden wirklich genutzt?

Oft entdecken wir dabei redundante Lizenzen, deren Kündigung sofort Kosten spart. Die verbleibenden, geschäftskritischen Tools prüfen wir dann nachträglich auf Compliance und Sicherheit. So verwandeln Sie die Schatten-IT schrittweise in eine verwaltete und sichere IT-Landschaft, ohne den Betrieb lahmzulegen.

Welches konkrete Haftungsrisiko trage ich als Geschäftsführer wirklich?

Das Risiko hat sich mit Vorschriften wie NIS2 und der DSGVO deutlich verschärft. Als Geschäftsführer haften Sie für die Sicherheit der gesamten Lieferkette – und SaaS-Anbieter sind Teil dieser Kette.

Wenn durch ein ungeprüftes Drittanbieter-Tool Kundendaten lecken, fällt dies oft auf Ihr Unternehmen zurück, inklusive Bußgelder und Reputationsschäden. Ein dokumentierter Prüfprozess ist daher nicht nur Technik-Thema, sondern Ihre kaufmännische Absicherung, um die ordnungsgemäße Unternehmensführung nachzuweisen.

Lohnt sich dieser Aufwand auch für kleinere SaaS-Tools?

Pauschal gesagt: Ja, sobald Daten fließen. Auch ein kleines, günstiges Tool kann als Einfallstor für Angreifer dienen, wenn es weitreichende Lese- oder Schreibrechte in Ihrem Hauptsystem (z.B. Office 365) erhält.

Skalieren Sie den Aufwand: Für ein kritisches ERP-Add-on prüfen wir tiefgehend, für ein einfaches Marketing-Tool reicht oft ein Basis-Check der Schnittstellen und des Serverstandorts. Wichtig ist, dass Sie wissen, wer Zugriff auf Ihre Daten hat.

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