
Moin aus Hamburg! Hand aufs Herz: Das Verwalten von Zugängen für Freelancer, Agenturen oder Wartungstechniker ist oft ein leidiges Thema.
Sie wollen, dass die Arbeit schnell erledigt wird, aber oft führt das dazu, dass Passwörter geteilt oder Accounts erstellt werden, die später niemand mehr löscht. Es ist der klassische Konflikt zwischen Sicherheit und Bequemlichkeit – und leider zieht die Sicherheit dabei oft den Kürzeren.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten Zugriffe präzise vergeben und automatisch wieder entziehen lassen, ohne dass Sie oder Ihre IT-Abteilung ständig daran denken müssen.
Genau das ist durch intelligente Automatisierung möglich, und zwar schneller, als Sie denken.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Microsoft Entra Conditional Access (dem bedingten Zugriff) in knapp einer Stunde ein System einrichten, das sich praktisch selbst reinigt. Es geht darum, cleverer zu arbeiten, nicht härter – und eine Sicherheitslücke zu schließen, die gerade hier im Hamburger Mittelstand noch viel zu oft offensteht.
Eine professionelle IT Beratung Hamburg hilft dabei, solche Risiken proaktiv zu minimieren.
Der geschäftliche Ernstfall: Warum „vergessene“ Accounts teuer werden
Die Automatisierung des Zugriffsentzugs ist nicht nur eine Frage der IT-Security, sondern ein knallhartes Thema für Ihr Risikomanagement und die Compliance.
Das größte Risiko bei externen Mitarbeitern ist das menschliche Gedächtnis. Wer denkt schon nach Abschluss eines Projekts daran, dem Freelancer den Zugriff wieder zu sperren?
Diese sogenannten „Geister-Accounts“ sind ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle.
Wenn ein Angreifer einen solchen inaktiven Account übernimmt, kann er sich oft unbemerkt in Ihrem Netzwerk bewegen, da niemand diesen Nutzer mehr auf dem Schirm hat.
Ein bekanntes Beispiel aus der Vergangenheit ist der Datenverlust bei Target (2013), wo Angreifer über die Zugangsdaten einer Klimatechnik-Firma eindrangen. Hätte man hier das Prinzip der „geringsten Rechte“ (Least Privilege) angewendet, wäre der Schaden vermeidbar gewesen.
Indem wir Microsoft Entra nutzen, um eine Anmeldehäufigkeit festzulegen und Zugriffe sofort zu entziehen, wenn ein Dienstleister aus einer Sicherheitsgruppe entfernt wird, eliminieren wir dieses Risiko.
Gerade im Hinblick auf die DSGVO und die seit 2024 verschärften NIS2-Richtlinien, die viele Unternehmen hier in Hamburg betreffen, ist dies ein Nachweis für die nötige Sorgfaltspflicht.
💡 Praxis-Update 2026: NIS2 und die Lieferkette
Wir schreiben das Jahr 2026 und die Übergangsfristen für NIS2 sind Geschichte. Als Geschäftsführer haften Sie nun stärker für die Sicherheit Ihrer Lieferkette (Supply Chain Security).
Das bedeutet: Wenn Sie einer Hamburger Werbeagentur oder einem Wartungsdienstleister Zugriff auf Ihre Systeme geben, sind Sie dafür verantwortlich, dass dieser Zugang sicher ist. Ein Fokus auf Cybersicherheit in der Lieferkette ist heute unerlässlich.
Das hier beschriebene Verfahren ist einer der effizientesten Wege, diese Compliance-Anforderung in Microsoft 365 umzusetzen, ohne Ihre IT-Abteilung lahmzulegen.
Schritt 1: Eine Sicherheitsgruppe für Externe erstellen
Ordnung ist das halbe Leben – das gilt auch in der Cloud. Regeln für jeden einzelnen Nutzer manuell zu erstellen, ist fehleranfällig und ähnelt einem Tool-Chaos, das wir vermeiden wollen.
Gehen Sie stattdessen in Ihr Microsoft Entra Admin Center und erstellen Sie eine neue Sicherheitsgruppe.
Nennen Sie sie eindeutig, zum Beispiel „Externe-Dienstleister“ oder „Projekt-Zugriff-Temp“.
Diese Gruppe ist Ihre Schaltzentrale. Neuer Freelancer? Rein in die Gruppe. Projekt beendet? Raus aus der Gruppe. Das ist die Basis für eine saubere Verwaltung.
Schritt 2: Die „Set-and-Forget“ Ablauf-Richtlinie bauen
Jetzt lassen wir die Technik für uns arbeiten. IT-Sicherheit bedeutet heute Automatisierung. Erstellen Sie eine Richtlinie für bedingten Zugriff (Conditional Access) und weisen Sie diese Ihrer Gruppe „Externe-Dienstleister“ zu.
So konfigurieren Sie die Regeln:
Unter dem Punkt „Gewähren“ (Grant) erzwingen Sie zwingend eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Das ist nicht verhandelbar.
Unter „Sitzung“ (Session) stellen Sie die Anmeldehäufigkeit so ein, dass sie zu Ihren typischen Projektlaufzeiten passt, oder zwingen Sie zu regelmäßigen Neuanmeldungen (z.B. alle 7 Tage).
Sobald Sie jemanden aus der Gruppe entfernen, greift diese Regel: Derjenige kann sich nicht mehr neu authentifizieren. Die Tür fällt ins Schloss und bleibt zu.
Die Theorie ist klar – aber fehlt Ihnen die Zeit für die Umsetzung?
Fehlerhafte Einstellungen im Conditional Access können im schlimmsten Fall den eigenen Betrieb lahmlegen. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher. Lassen Sie uns in einem kurzen Gespräch klären, wie wir diese „Notbremse“ für externe Dienstleister sauber in Ihrem System integrieren.
Schritt 3: Zugriff auf das Nötigste beschränken
Überlegen Sie kurz: Was muss der Externe wirklich tun? Ein Texter braucht Word und vielleicht SharePoint, aber keinen Zugriff auf Ihre Finanzdaten in Dynamics. Ein Webentwickler muss an den Server, aber nicht in Ihre HR-Akten.
Erstellen Sie eine weitere Richtlinie. Wählen Sie unter „Cloud Apps“ nur die Anwendungen aus, die wirklich benötigt werden (z.B. Teams, Office). Alle anderen Apps werden blockiert.
Das ist wie eine digitale Brandschutztür: Sie geben nur den Schlüssel für genau den Raum heraus, in dem gearbeitet werden soll.
Schritt 4: Sicherheit durch starke Authentifizierung erhöhen
Wir können und wollen die privaten Laptops Ihrer externen Dienstleister nicht managen. Aber wir bestimmen die Spielregeln, wenn sie auf Ihre Daten zugreifen.
Konfigurieren Sie die Richtlinie so, dass Phishing-resistente Methoden bevorzugt werden, wie z.B. die Microsoft Authenticator App oder FIDO2-Security-Keys.
Das signalisiert auch Ihren Partnern: Bei diesem Unternehmen wird Sicherheit ernst genommen. Wenn Sie zudem eigene Geräte effizient verwalten wollen, lassen sich solche Richtlinien auch auf interne Hardware ausweiten.
Warum Automatisierung Ihr bester Freund ist
Der größte Vorteil: Sobald das System steht, läuft es.
Neuer Dienstleister kommt in die Gruppe -> Zugriff wird mit allen Sicherheitsregeln gewährt. Dieser Prozess ähnelt einem professionellen Onboarding neuer Mitarbeiter, nur eben für Externe.
Dienstleister fliegt aus der Gruppe -> Zugriff ist sofort weg, inklusive aller offenen Sitzungen.
⚓ Lokale Erfahrung aus Hamburg: Ein Beispiel aus der Praxis
Warum ist das gerade für uns in Hamburg so relevant? Als erfahrenes IT Systemhaus Hamburg betreuen wir viele Kunden aus der Logistik und dem Handel rund um den Hafen. Hier ist die Fluktuation an externen Partnern oft hoch.
Ein konkreter Fall aus 2025:
Ein mittelständisches Logistikunternehmen aus Hamburg-Rothenburgsort hatte über Jahre hinweg Zugänge an diverse Software-Dienstleister vergeben. Bei einem Sicherheits-Audit (Vorbereitung auf NIS2) stellten wir fest, dass noch über 40 Konten aktiv waren, von denen die Hälfte zu Firmen gehörte, die es teilweise gar nicht mehr gab.
Die Lösung: Wir haben genau das oben beschriebene System implementiert. Das Ergebnis?
- Sofortige Risikominimierung: Die Angriffsfläche wurde über Nacht um 50% reduziert.
- Zeitersparnis: Das Onboarding neuer Partner dauert nun 5 Minuten statt 2 Tage.
- Rechtssicherheit: Der Geschäftsführer kann im Audit-Fall auf Knopfdruck nachweisen, wer wann Zugriff hatte, was essenziell ist für aktuelle Datenschutzbestimmungen.
Jens Hagel
Geschäftsführer
Warum Sie uns Ihre IT-Sicherheit anvertrauen können
IT-Sicherheit ist kein theoretisches Konstrukt, sondern eine Frage der verlässlichen Umsetzung.
Seit 2004 begleiten wir als inhabergeführtes Systemhaus den norddeutschen Mittelstand und wissen genau, vor welchen Herausforderungen Geschäftsführer heute stehen.
Geprüfte Kompetenz: Unsere Expertise basiert auf kontinuierlicher Weiterbildung. Als Microsoft Partner und Watchguard Gold Partner setzen wir Sicherheitsstandards, die auch international anerkannt sind. Die Auszeichnung als „Bester IT-Dienstleister 2025“ (statista) und „TOP Arbeitgeber Mittelstand“ bestätigen unseren Qualitätsanspruch.
Erfahrung aus erster Hand: Hinter jedem Ratschlag steht ein Team aus 32 festangestellten Experten, das jährlich über 5.000 Support-Anfragen löst. Kunden wie Les Mills Germany oder die Hanse Service Fachspedition vertrauen seit Jahren auf unsere transparente Arbeitsweise. Mit monatlich kündbaren Verträgen und einer durchschnittlichen Kundenbewertung von 4,9/5 Sternen geben wir Ihnen ein Sicherheitsversprechen ohne Fesseln.
Für uns gilt: Ehrliche Beratung auf Augenhöhe statt technischem Fachchinesisch.
Holen Sie sich die Kontrolle zurück
Das Managen von externen Zugriffen muss kein Stressfaktor sein. Mit ein wenig Vorarbeit in den Conditional Access Richtlinien schaffen Sie ein System, das sicher und pflegeleicht ist.
Sie geben Zugriff für eine definierte Zeit und genießen die Gewissheit, dass die Tür hinter dem Gast automatisch abgeschlossen wird.
Wollen Sie dieses „Set-and-Forget“-System für Ihr Unternehmen einrichten? Als Ihr Hamburger IT-Dienstleister unterstützen wir Sie dabei, Ihre Cloud-Sicherheit auf das Level von 2026 zu heben.
Auch wenn Sie etwa für eine Zweigstelle IT Service Berlin benötigen, sind wir der richtige Ansprechpartner.
Sprechen Sie uns an – wir sorgen dafür, dass Ihre Daten sicher bleiben.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ) – Strategische Einblicke für Entscheider
Brauche ich für diese Lösung teure Zusatzlizenzen oder neue Software?
Sehr wahrscheinlich nein. Wenn Ihr Unternehmen bereits Microsoft 365 Business Premium (der Standard im Mittelstand) nutzt, ist Entra ID Plan 1 bereits enthalten. Damit stehen Ihnen die benötigten Funktionen wie Conditional Access ohne Aufpreis zur Verfügung. Es entstehen also keine versteckten Kosten für Lizenzen, sondern Sie nutzen lediglich das volle Potenzial dessen, was Sie bereits bezahlen.
Stört die Umstellung die Arbeitsabläufe meiner aktuellen Dienstleister?
Nein, der laufende Betrieb wird nicht unterbrochen, wenn man strategisch vorgeht. Wir empfehlen den „Report-Only“-Modus. Dabei simulieren wir die neuen Sicherheitsregeln im Hintergrund, um zu sehen, ob legitime Zugriffe blockiert würden. Diese Vorgehensweise hat sich in unserer Projektarbeit bewährt. Erst wenn wir sicher sind, dass alles reibungslos funktioniert, schalten wir die Richtlinie „scharf“.
Hilft mir diese technische Lösung konkret bei der Geschäftsführer-Haftung (z.B. NIS2)?
Absolut. Im Rahmen der Geschäftsleiterpflichten müssen Sie nachweisen, dass Sie angemessene Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen haben – besonders in der Lieferkette (Supply Chain Security). Das automatisierte Entziehen von Rechten eliminiert menschliches Versagen, dokumentiert Zugriffe revisionssicher in den Logs und zeigt Auditoren, dass Sie die „Identität“ als neue Sicherheitsgrenze aktiv managen.
Lohnt sich der Aufwand auch für kleinere Unternehmen mit nur 2–3 externen Partnern?
Ja, denn das Risiko skaliert nicht linear mit der Unternehmensgröße. Ein einziger kompromittierter Account eines Freelancers reicht aus, um Ransomware in Ihr gesamtes Netzwerk zu schleusen. Da die Einrichtung effizient möglich ist, lassen sich so auch langfristig IT-Kosten senken, indem teure Notfalleinsätze vermieden werden.

Gründer und Inhaber der hagel IT-Services GmbH. Technikfan mit Leidenschaft – stets auf der Suche nach neuen Möglichkeiten zur Verbesserung.


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