Künstliche Intelligenz (KI) hilft dabei, Hintergrundgeräusche in Microsoft-Teams zu reduzierenArbeiten Sie gerade von zu Hause aus? Wenn ja, dann haben Sie sicher viel Gesellschaft bei der Arbeit. Seit Beginn der Pandemie haben zig Millionen Deutsche damit begonnen, im Home Office zu arbeiten. Aber da ist ein Problem, das ich heute ansprechen möchte.

Während die Arbeit von zu Hause aus seine Vorteile hat, ist die Umgebung auch etwas lauter, insbesondere wenn Sie Kinder, Nachbarn oder Haustiere haben.


In den meisten Fällen ist es möglich, mit Kindern und/oder Haustieren zu arbeiten, insbesondere wenn Sie virtuelle Besprechungen planen können, wenn Ihr Kind ein Nickerchen macht, oder den Familienhund für eine Weile aus Ihrem Heimbüro aussperren können. Oder Sie befinden sich in einem sehr wichtigen virtuellen Meeting und Ihr Nachbar lässt draußen direkt neben Ihrem Bürofenster eine laute Schneefräse laufen. Leider ist es nicht immer möglich, Lärm zu vermeiden, weshalb Unternehmen, die Telefonkonferenz- und Messaging-Software herstellen, hart daran gearbeitet haben, softwarebasierte Lösungen zu entwickeln, die das Problem adressieren.

Microsoft war in dieser Richtung auch nicht untätig. Kürzlich haben sie ihrer Teams-Anwendung leistungsstarke neue Funktionen hinzugefügt, die auf künstlicher Intelligenz beruhen, um unerwünschte, oft unerwartete Hintergrundgeräusche herauszufiltern.

Es ist eine Idee, die seit geraumer Zeit in der Umsetzung ist. Tatsächlich kündigte das Unternehmen erstmals im März letzten Jahres (2020) an, dass es daran arbeitet, als es eine frühe Version der Technologie vorstellte, die sich als fähig erwies, das Geräusch beim Öffnen einer Tüte Kartoffelchips zu unterdrücken. In diesem Test wurde das Geräusch, das beim Öffnen der Tüte entsteht, vollständig unterdrückt, während die Stimme der Testperson deutlich hörbar blieb, was in der Tat beeindruckend ist.


Obwohl die neue Geräuschunterdrückungsfunktion eine Weile brauchte bis sie es in die aktuelle Software bei Ihnen schaffte, sollte das Feature seit Weihnachten auch in Deutschland live sein. Probieren Sie es doch gleich mal aus bei der nächsten Tüte Chips im Meeting 🙂

Wenn Sie mit der Desktop-App experimentieren möchten, rufen Sie das Menü Einstellungen auf, indem Sie oben rechts auf dem Bildschirm auf das Benutzersymbol klicken. Wählen Sie „Geräte“ und passen Sie die Option „Rauschunterdrückung“ an. Bei mir steht sie auf „Automatisch“, aber man kann auch „hoch“ wählen. Einfach mal ausprobieren, ggfls. kann man auch den Echo-Test von Teams nutzen, und sich selbst anrufen damit.

Ok, alles keine große Sache, kann man nun sagen. Aber so geht es: Stück für Stück wird Teams besser. Und zwar im laufenden Betrieb, ohne dass Sie groß etwas neu kaufen oder installieren müssen. Das ist eine Sache, die ich unglaublich an Microsoft 365 schätze: es wird unglaublich rasant immer besser. Toll, oder?


Als Mac-Benutzer müssen Sie eventuell noch etwas warten, um Zugriff auf die Rauschunterdrückungstechnologie zu erhalten. Derzeit ist es nur für Windows 10-Benutzer verfügbar.


Viel Spaß bei der Arbeit!

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