Wahrscheinlich jeder von uns kennt die Problematik der vielen unterschiedlichen Ladegeräte oder Anschlüsse. Die Situation ist zwar sicherlich besser als vor 15 Jahren, als noch jedes Handy einen anderen Ladeanschluss hatte und ein Multiladegerät gerne mal mit 15 unterschiedlichen Adaptern ausgestattet war, doch auch heute gibt es noch sehr viele unterschiedliche Anschlüsse.

Bei Smartphones gibt es im Wesentlichen drei Varianten – Micro-USB, USB-C und den Lightning von Apple, doch auch wenn das neue Handy den gleichen Anschluss wie das alte nutzt, ist in der Regel noch ein neues Netzteil dabei und das alte ist, obwohl noch funktionstüchtig, überflüssig und verschwindet in irgendeiner Schublade.

Bei Laptops ähnelt die Situation noch eher der vor 15 Jahren, es gibt noch sehr viele unterschiedliche Anschlüsse. Aber auch hier ist Licht am Ende des Tunnels, mit USB-C nutzen immer mehr Hersteller den gleichen Anschluss.

Nun hat die EU Pläne, um einheitliche Ladegeräte für noch wesentlich mehr Geräte vorzuschreiben, vor allem, um Müll zu vermeiden.

Welche Geräte sind dabei?

Die schon genannten Handys und Notebooks sind sicherlich das wesentliche Ziel der EU. Bei den Smartphones wurde dies schon vor über zehn Jahren angegangen, doch ist bis heute nicht erreicht. Neben den Handys ist eine Lösung bei Notebooks vermutlich auch verhältnismäßig einfach umzusetzen, da mit USB-C ein Standard vorhanden ist, der schon jetzt von vielen Herstellern genutzt wird und die Anforderungen ans Laden erfüllt.

Gleiches gilt natürlich für Tablets oder ähnliche Geräte wie eBook Reader. Doch die EU möchte wesentlich weiter gehen und möglichst viele elektronische Geräte mit einbeziehen. Neben Kopfhörern, tragbaren Lautsprechern zum Beispiel auch Kameras. Perspektivisch werden sogar noch wesentlich mehr Geräte genannt, unter anderem Haushaltsgeräte wie Staubsauger oder große Geräte wie Fernseher sind in die Überlegungen mit einbezogen.

Wann könnte die Umsetzung kommen?

Der Gesetzesvorschlag soll bereits für Mitte des Jahres 2021 geplant sein, doch die tatsächliche Umsetzung würde sicherlich noch einige Zeit länger dauern. Neben bereits verfügbaren Geräten sind Geräte, die sich erst in der Planung befinden und in ein bis zwei Jahren veröffentlicht werden logischerweise noch nicht von den möglichen Änderungen betroffen.

Allerdings wird von der EU-Kommission auch ein Anreiz für die Hersteller in Aussicht gestellt, neue Geräte ohne Netzteil zu verkaufen. Um dies zu nutzen werden eventuell schon einige Hersteller vor der Verpflichtung, den geplanten einheitlichen Anschluss nutzen und das Ladegerät weglassen. Ein weiteres Problem bei der Umsetzung, welches vorher gelöst werden muss, besteht allerdings noch. In den veröffentlichten Dokumenten wird erwähnt, dass noch geprüft werden muss, auf welcher rechtlichen Grundlage eine Verpflichtung eingeführt werden könnte.

Zusammenfassung

Neben den, laut einiger Studien, immensen Einsparungspotential an Material und damit auch Müll ist die Aussicht auf eine Zukunft mit einheitlichen Ladegeräten, gerade für die Konsumenten, eine wünschenswerte Sache. Positiv ist sicherlich, dass die EU sich Gedanken macht und Pläne schmiedet und dabei auch weiter in die Zukunft blickt. Neben den Gedankenspielen für einheitliche Netzteile für Haushaltsgeräte werden auch neue Standards wie das kabellose Laden bedacht, denn auch hier gibt es unterschiedliche Standards und die Energieeffizienz ist hier ein großes Thema.

Doch muss man sagen, dass die Idee und Umsetzung dieser noch auf wackeligen Beinen steht und nicht sicher ist, ob oder wie abgeschwächt eine solche Vorschrift tatsächlich umgesetzt wird. Eventuell gibt es dazu auch hier schon im Sommer ein Update.

Doch schon heute gibt es als Konsument oder Unternehmen schon heute Möglichkeiten durch die eigenen Kaufentscheidungen möglichst wenig unterschiedliche Anschlüsse nutzen zu müssen.

Bei Laptop, Smartphone und Tablet kann man bereits heute einheitlich Geräte mit USB-C als Ladeanschluss anschaffen, gerne beraten wir Sie hierzu.

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