Wer kennt es nicht? Den einen Tag arbeitet alles fehlerfrei und nach dem nächsten Windowsupdate funktioniert diese eine Windowsfunktion nicht mehr! Dann bleibt oft nur noch der Weg, den IT Support anzurufen. 

In diesen Fällen gibt es die Möglichkeit, das Betriebssystem zu reparieren. Im folgenden Artikel werden ich Ihnen einmal den “System File Checker” (=SFC) und das “Deployment Image Servicing and Managerment” (= DISM) Tool vorstellen.

WAS IST DAS?

Das SFC-Tool und das DISM-Tool sind Programme, die mit Windows mitgeliefert werden bzw. automatisch mit installiert sind. Zu deutsch wird der “System File Checker” (SFC) Systemdatei-Überprüfungsprogramm genannt und das “Deployment Image Servicing and Managerment” (DISM) wird Abbildverwaltung für die Bereitstellung, genannt.

Beide reparieren/überprüfen die “geschützten” Windows Dateien.  Geschützte Dateien sind in der Regel systemwichtige Dateien. Diese sind deswegen geschützt und sollten im Regelfall auch nicht verändert werden müssen.

Wofür braucht man das?

Das SFC-Tool überprüft und verifiziert die Versionsinformationen, Dateisignaturen, sowie die Prüfsummen von den geschützten Systemdateien. Wichtig zu beachten ist, dass man Administratoren Rechte braucht, da das Überprüfen dazu führen kann, dass die Dateien repariert werden müssen. Mit dem folgenden Befehl kann man in der Eingabeaufforderung den Scan Ausführen:

C:\Windows\System32> sfc /scannow

Dabei steht das /scannow dafür, dass der Befehl direkt ausgeführt wird. Wenn der Scan durchgelaufen ist, dann werden Sie entweder die Nachricht erhalten, dass alles in Ordnung ist oder dass eine korrupte Datei gefunden wurde. Genauere Informationen finden Sie unter %Windir%\CBS\CBS.log oder  %Windir%\CbsTemp, dort wird jeder Schritt in einer Protokolldatei festgehalten.

DISM

Die Alternative und das deutlich stärkere Tool ist das Deployment Image Servicing and Management (= DISM). Gegenüber dem SFC hat DISM die Möglichkeit auf weitere Dateiquellen zuzugreifen. z.B. kann DISM den Ordner %windir%\WinSXS oder Online abfragen. Einer der nützlicheren Optionen ist, dass man mit DISM eine Diagnose durchführen kann bevor man einen Reparaturversuch startet.

Zusätzlich arbeitet DISM auch sehr schnell auf größeren Systemlaufwerken. Mit dem Befehl:

C:\Windows\System32> dism /Online /Cleanup-Image /CheckHealth

kann man eine Diagnose starten, dort wird nach einem Fehler gesucht, aber nicht näher erklärt. In dem Fall, dass kein Problem gefunden wurde, erhält man folgende Meldung:

No component store corruption detected

Sollte dagegen etwas gefunden werden, dann kann man mit C:\Windows\System32> dism /Online /Cleanup-Image /ScanHealth weitere Informationen erhalten werden und mit C:\Windows\System32> dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth kann man entsprechend die Reparatur durchführen.

Was nun?

Sollte das alles nicht helfen, dann bleibt nur noch die Reparatur mit einem Windowsimage z.B. durch einen Bootstick oder sogar gleich die Neuinstallation. Wenn möglich, ist dann die Neuinstallation zu empfehlen.

Haben Sie genau so einen Fall in Ihrer Firma? Suchen Sie einen vertrauensvollen IT-Partner? Dann sind Sie genau richtig bei uns. Rufen Sie uns gerne dazu an!

Fabian Dörling
Letzte Artikel von Fabian Dörling (Alle anzeigen)

Der Artikel hat Ihnen gefallen?

Abonnieren Sie unseren Newsletter für IT-Entscheider!

Kommentarbereich geschlossen.