5 Microsoft Office 365 Sicherheitsmängel, die es zu vermeiden giltVon dem Thema “IPv6” hat hat immer wieder gehört, aber jetzt hört man nur noch wenig davon. Daher die Frage, was ist eigentlich aus IPv6 geworden?

Nun etwas zu der Geschichte von IP-Adressen. In den frühen 90er Jahren hat man schon gemerkt, dass die IP-Adressen nicht ausreichen werden. Daher wurden mehrere Spezialisten und Teams gebildet, die die Schwächen des momentan eingesetzten Protokolls IPv4 analysieren sollten.

Die größte Schwäche war wohl, dass die IP-Adressen einfach nicht ausreichen. Ca. 4 Milliarden IP-Adressen sind bei dem rasanten Anstiegs des Internets nicht genug.

Aus diesem Grund hat man das Ipv6 entwickelt. Mit diesem Protokoll würde es mehr als genug IP Adressen geben.

Die wesentlichen Merkmale und Unterschiede von IPv6 im Vergleich zur Version 4 sind:

  • Reduzierung des Rechenaufwands beim Routing und schnelleres Vermitteln von Datenpaketen
  • Im Standard integrierte Verschlüsselung von Daten per IPsec
  • Möglichkeit mehrerer Adressen
  • Unterstützung von besonders großen Datenpaketen bis vier Gigabyte
  • Unterstützung von mobilen IP-Adressen
  • Größerer Adressraum durch die Verwendung von 16 Byte je Adresse

Momentaner Stand

Die Vorteile von IPv6 kommen schon in vielen Ländern zum Vorschein, wie zum Beispiel Süd Korea, die mittlerweile komplett auf Ipv6 umgestiegen sind. Dies birgt aber nicht nur Vorteile.

Der größte Nachteil ist wohl, dass keine Kommunikation zwischen IPv6 und IPv4 möglich ist. Dies erschwert dann natürlich die Kommunikation International. Wenn die Protokolle nicht mehr einheitlich sind, kann es zu massiven Problemen führen.

Daher die Frage, warum steigt man nicht sofort auf IPv6 um? Viele Provider arbeiten und verteilen schon IPv6 Adressbereiche, da die IPv4 Adressen nicht mehr ausreichen.  Aber viele kleine- und mittelständige Unternehmen möchten den Umzug auf IPv6 nicht, da es natürlich zu Ausfallzeiten kommt und Kosten verursacht werden. Außerdem ist der Umstieg erst dann sinnvoll, wenn IPv6 zur Norm gehört.

In Deuschland möchte man das sogenannte “Internet der Dienste” fördern. Aber umso mehr Geräte in das Internet umziehen, desto mehr IP-Adressen müssen verfügbar sein. Erste Hochrechnungen im Jahr 1994 haben schon damals ergeben, dass die IP-Adressen gegen 2011 auslaufen würden. Nun haben wir das Jahr 2020 und es wurde immer noch nicht auf IPv6 umgestellt. Ende 2019 waren dann die restlichen IPv4 Adressen für Europa aufgebraucht.

Fazit

Um eine komplette Umstellung auf IPv6 kommt man nicht herum. Ich sehe jedoch positiv in die Zukunft und bin sehr gespannt, wie sich das Thema IP Adressen entwickelt.

Ist das Thema IPv6 auch für Sie interessant, können Sie uns gerne ansprechen.

Moritz Funk

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