Datenleck betrifft mehr als 100 Millionen Android-Nutzer

Wenn Sie ein Android-Smart-Gerät besitzen, sollten Sie wissen, dass es ein Datenleck gegeben hat. Die Sicherheitsforscher von Check Point haben kürzlich ein massives Datenleck entdeckt, das eine Reihe von persönlichen Daten von mehr als 100 Millionen Android-Nutzern offengelegt hat.

Populäre Apps betroffen

Die Daten wurden in ungeschützten Datenbanken gefunden, die von insgesamt 23 verschiedenen populären Apps genutzt werden, von denen einige eine Downloadzahl von mehr als zehn Millionen aufweisen.

Leider unterstreicht die jüngste Entdeckung die Tatsache, dass viele App-Entwickler nicht einmal die grundlegendsten Sicherheitspraktiken befolgen, um den Zugriff auf die App-Datenbanken zu beschränken.

Laut dem Forschungsteam, das für die Entdeckung verantwortlich ist, umfassen die offengelegten Daten den physischen Standort, das Geschlecht, gespeicherte Passwörter, gespeicherte Zahlungsdetails und Fotos, die mit den fraglichen Apps verbunden sind, Telefonnummern, Benutzernamen und echte Namen, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Chat-Nachrichten und mehr.

Zwei der ungeheuerlichsten Beispiele, die die Forscher fanden, waren die App namens iFax und eine andere namens Screen Recorder. Im Fall von iFax speicherte die Android-App die Cloud-Speicherschlüssel des Benutzers und ihre Datenbank enthielt Kopien aller Faxübertragungen von mehr als einer halben Million Benutzer. Im Fall von Screen Recorder, der sich mit mehr als zehn Millionen Installationen rühmt, fanden die Forscher die Cloud-Speicherschlüssel, die Zugriff auf alle Screenshots jedes Nutzers geben, die eine ganze Reihe von sensiblen und persönlichen Informationen enthalten könnten.

Leider ist dies kein neues Phänomen. Enttäuschend an der jüngsten Entdeckung ist jedoch, wie viele Beispiele Check Point im Laufe seiner Untersuchungen gefunden hat. Es scheint, dass eine erschreckende Anzahl von App-Entwicklern Sicherheitsgrundlagen im Namen von Geschwindigkeit und Bequemlichkeit opfern, und die Endnutzer der von ihnen erstellten Apps zahlen am Ende den Preis.

Seien Sie also vorsichtig, was Sie herunterladen. Die Beliebtheit einer App ist keine Garantie dafür, dass sie auch wirklich sicher ist.

Jens Hagel
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