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Kann man Office auch ohne Lizenz nutzen? — Word, Excel & PowerPoint kostenlos (Stand 2026)

Kann man Office auch ohne Lizenz nutzen? — Word, Excel & PowerPoint kostenlos (Stand 2026)

KI
Karl Isler in Microsoft 365

Inhalt in Kürze

  • Word, Excel und PowerPoint sind kostenlos als Web-Apps unter microsoft365.com verfügbar — ein Microsoft-Konto reicht aus.
  • Office Mobile ist auf Smartphones und Tablets bis 10,1 Zoll dauerhaft gratis — auch für Bearbeitung.
  • LibreOffice 25 ist die beste Offline-Alternative — kostenlos, Open Source, kompatibel mit XLSX, DOCX und PPTX. Laut Borncity erreicht die 2026er Version 97 Prozent Formatierungstreue zu Microsoft-Dokumenten.
  • Google Workspace ist privat gratis (Docs, Tabellen, Slides), Business-Pläne starten nach 14-tägigem Trial bei 6 Euro pro Nutzer und Monat.
  • Microsoft 365 Trial schenkt Ihnen 30 Tage volle Business-Standard- oder Premium-Funktionen — Kreditkarte erforderlich.
  • Für Unternehmen ungeeignet: Gratis-Wege erfüllen weder DSGVO-Anforderungen noch Backup-, Verwaltungs- oder Compliance-Pflichten.

Wer Office ohne Lizenz nutzen will, hat 2026 mehr legale Optionen als je zuvor — aber auch klare Grenzen. Microsoft selbst stellt Word, Excel und PowerPoint kostenlos als Web-Apps bereit, die mobile Office-Apps sind auf kleinen Geräten gratis, und mit LibreOffice oder Google Workspace gibt es solide Alternativen. Dieser Artikel zeigt für 2026 ehrlich, was die Gratis-Wege können — und wo der Punkt kommt, an dem ein Abo wirtschaftlicher ist.

Office ohne Lizenz — die legalen Wege 2026

Kurz und ehrlich: Office ohne Lizenz nutzen ist legal über die Microsoft 365 Web Apps auf office.com (kostenlos, Microsoft-Konto nötig, reduzierter Funktionsumfang) oder die OEM-Lizenz auf bestimmten Geräten. Office-Cracks oder Volumenlizenz-Aktivatoren sind illegal — Microsoft verfolgt Lizenzverstöße über das Software-Compliance-Programm.

Der Begriff „Office ohne Lizenz“ hat zwei Bedeutungen, die strikt getrennt gehören:

  1. Legal: Office-Web-Apps über office.com / microsoft365.com, Office Mobile auf Geräten bis 10,1 Zoll, OEM-Lizenz beim Gerätekauf, 30-Tage-Trial von Microsoft 365. Alternativen wie LibreOffice 24.x, OnlyOffice, Google Workspace oder WPS Office sind ebenfalls kostenlos und legal.
  2. Illegal: Office-Cracks, KMS-Aktivatoren, geleakte Volumenlizenz-Keys, „Microsoft Activation Scripts“. Urheberrechtsverletzung nach Paragraph 69c UrhG, AGB-Verstoß und Sicherheitsrisiko (Crack-Tools enthalten regelmäßig Schadcode). Microsoft prüft Lizenzbestände über das Software Compliance Program — im B2B drohen Nachlizenzierung, Schadensersatz und Strafanzeigen.

Wir empfehlen Unternehmen ausnahmslos die legalen Wege. Mehr zu sauberer Lizenzierung im KMU lesen Sie in unserem Microsoft-365-Lizenz-Leitfaden sowie im Kosten-Vergleich aller M365-Pläne.

Update April 2026: Microsoft hat die kostenlose Office-Web-Oberfläche von office.com auf microsoft365.com umgezogen — beide URLs funktionieren weiterhin. Neu seit 2025/26: Copilot-Funktionen sind in der Gratis-Variante stark eingeschränkt (rund fünf Free-Prompts pro Monat in Word und Excel), für die volle KI-Integration braucht es ein Microsoft 365 Copilot-Abo. Die PowerPoint- und Excel-Mobile-Apps bleiben auf Geräten bis 10,1 Zoll dauerhaft gratis.

Office ohne Lizenz — die fünf legalen Wege im Überblick

Wer Word, Excel oder PowerPoint ohne Abo benutzen will, hat 2026 fünf Optionen:

WegKostenlosOfflineVollausstattungFür wen geeignet
Microsoft 365 im Web (microsoft365.com)Ja, dauerhaftNeinEingeschränktPrivatnutzer, Schüler, gelegentlicher Bedarf
Office Mobile (Smartphones / Tablets ≤10,1 Zoll)Ja, dauerhaftTeilweiseEingeschränktMobile Bearbeitung unterwegs
LibreOfficeJa, Open SourceJaVergleichbar mit Office, mit kleineren Format-BrüchenPrivat, Vereine, Werkstatt-PCs
Google Workspace (privat, Docs/Tabellen/Slides)Ja, mit Google-KontoEingeschränkt (Chrome)EingeschränktPrivat, Teamarbeit ohne Microsoft
Microsoft 365 Trial (30 Tage)Ja, einmaligJaVollausstattungTest vor dem Kauf

Im Folgenden gehe ich jeden Weg im Detail durch — mit den Funktionen, die 2026 wirklich enthalten sind, und mit dem Punkt, an dem die Gratis-Variante an die Grenze kommt.

Arbeitsplatz mit Laptop und Tabellenkalkulation — Excel kostenlos im Browser nutzen

Weg 1: Microsoft 365 im Web — Word, Excel, PowerPoint gratis

Der einfachste Weg, Office ohne Lizenz zu nutzen, führt direkt zu Microsoft. Unter microsoft365.com (früher office.com) finden Sie Word, Excel, PowerPoint, OneNote und Outlook als kostenlose Web-Apps. Voraussetzung ist nur ein kostenloses Microsoft-Konto — das gleiche Konto, das Sie auch für Skype, Xbox oder Outlook.com nutzen.

Was die Web-Apps können

  • Word im Web: Briefe, Verträge, Berichte schreiben. Vorlagen, Rechtschreibprüfung, Echtzeit-Co-Editing.
  • Excel im Web: Tabellen, Formeln, einfache Pivot-Tabellen, Diagramme. Power Query nur eingeschränkt.
  • PowerPoint im Web: Präsentationen mit Vorlagen und Designer-KI, Echtzeit-Zusammenarbeit. Keine Referentenansicht mit Notizen-Display auf zweitem Monitor.
  • OneNote im Web: Notizbücher, Audio-Aufnahmen, Bilder, Tags.
  • Outlook im Web: Kostenloses E-Mail-Konto bei outlook.com, Kalender, Kontakte.
  • OneDrive: 5 GB kostenloser Cloud-Speicher für Ihre Dokumente.
  • Teams Free: Chat, Video-Calls bis 100 Teilnehmer, 60 Minuten pro Meeting (im Free-Tier).

Wo die Web-Apps an die Grenze kommen

Die Web-Versionen sind keine vollständigen Office-Anwendungen. Diese Funktionen fehlen 2026 weiterhin:

  • Visual Basic for Applications (VBA) und Makros: Wer Excel-Makros oder Word-Vorlagen mit VBA-Code nutzt, kommt nicht weiter.
  • Power Query und Power Pivot in Excel sind nur eingeschränkt nutzbar.
  • Erweiterte bedingte Formatierungen und Datenmodell-Funktionen.
  • Offline-Nutzung: Ohne Internet keine Bearbeitung.
  • Druck- und Layout-Funktionen in Word und PowerPoint sind reduziert.

„Wir sehen bei Mandanten regelmäßig Excel-Tabellen aus dem Steuerbüro, die im Web nicht sauber laden, weil komplexe Power-Query-Verbindungen drin sind. Für Privatnutzer reicht die Web-App locker — sobald aber ein Steuerberater, eine Bank oder ein Lieferant XLSX-Dateien mit komplexen Formeln schickt, ist die Desktop-App alternativlos.“

Jens HagelJens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Weg 2: Office Mobile — Word, Excel, PowerPoint auf Smartphone & Tablet

Auf Smartphones und kleineren Tablets gibt es Word, Excel und PowerPoint dauerhaft kostenlos — als native Apps für iOS und Android. Microsoft hat hier eine klare Trennung: Geräte mit einer Display-Diagonale bis 10,1 Zoll dürfen die Apps gratis benutzen, auch zum Bearbeiten. Auf größeren Tablets — etwa iPad Pro 12,9 Zoll, Surface Pro oder großen Android-Tablets — sind die Apps installierbar, aber das Bearbeiten erfordert ein Microsoft-365-Abo.

Welche Geräte sind „klein genug“?

GerätDisplayOffice bearbeiten gratis?
iPhone (alle Modelle)bis 6,9 ZollJa
iPad mini8,3 ZollJa
iPad (Standard)10,9 ZollNein, nur lesen
iPad Pro11 / 13 ZollNein, nur lesen
Samsung Galaxy Tab A98,7 ZollJa
Samsung Galaxy Tab S911 ZollNein
Surface Pro / Surface Laptopab 13 ZollNein, nur Web-App

Ein paar Stolperfallen: Microsoft hat 2024 die separaten Word-, Excel- und PowerPoint-Apps für iOS und Android in eine kombinierte „Microsoft 365 (Office)“-App zusammengeführt. Diese App enthält alle drei Programme. Auf dem App Store finden Sie sie unter „Microsoft 365“ oder „Microsoft 365 (Office)“.

Praxis-Tipp: Die Office-Mobile-Apps sind die unauffälligste Lösung für Privatnutzer, die ab und an unterwegs ein Dokument bearbeiten müssen. Datei in OneDrive speichern, am Handy öffnen, kurz korrigieren, wieder speichern — fertig. Dauerhaft kostenlos, ohne Abo.

Weg 3: LibreOffice — die beste Desktop-Alternative

Wenn Sie Office offline brauchen, ohne Lizenzkosten, ist LibreOffice die Empfehlung. Die kostenlose Open-Source-Suite ist seit Jahren der goldene Standard unter den Microsoft-Office-Alternativen — und wird im Gegensatz zu OpenOffice aktiv weiterentwickelt. Die neue LibreOffice-Version 2026 erreicht laut Borncity 97 Prozent Formatierungstreue zu Microsoft-Dokumenten — ein deutlicher Sprung gegenüber den Vorgänger-Versionen.

Was LibreOffice enthält

  • Writer — wie Microsoft Word
  • Calc — wie Microsoft Excel
  • Impress — wie Microsoft PowerPoint
  • Draw — Vektor-Zeichnungen, Flowcharts
  • Base — Datenbanken (wie Access)
  • Math — Formeleditor

LibreOffice öffnet und speichert XLSX, DOCX und PPTX, aber auch das offene OpenDocument-Format. Es läuft unter Windows, macOS und Linux — und ist auch auf USB-Stick portabel installierbar.

Wo LibreOffice an die Grenze kommt

Laut Chip-Test und unserer eigenen Erfahrung in Mandanten-Migrations-Projekten:

  • Komplexe Word-Layouts mit Spalten, Tabellen und Bildverankerungen werden manchmal anders gerendert.
  • Excel-Makros (VBA) laufen nicht — LibreOffice nutzt eine eigene Skript-Sprache (Basic), die nur teilweise kompatibel ist.
  • PowerPoint-Animationen auf hohem Niveau sehen manchmal anders aus.
  • Outlook-Ersatz fehlt — für E-Mail brauchen Sie Thunderbird oder einen Webmail-Client.

Für Privatnutzer und einzelne Werkstatt-PCs ist LibreOffice perfekt. Im KMU mit Schnittstellen zu Steuerberater, Bank und Behörden empfehlen wir es nicht als Hauptlösung — die laufenden Konflikte mit Word/Excel-Vorlagen kosten am Ende mehr Zeit als die gesparten Lizenzgebühren.

Weg 4: Google Workspace — Online-Alternative ohne Microsoft

Google Workspace bietet die online-Pendants zu Word, Excel und PowerPoint:

Mit einem privaten Google-Konto sind diese Apps dauerhaft kostenlos. Sie laufen ausschließlich im Browser, können aber Microsoft-Office-Dateien (XLSX, DOCX, PPTX) öffnen, bearbeiten und exportieren. Echtzeit-Zusammenarbeit ist hier sogar stärker als bei Microsoft 365 — mehrere Personen können gleichzeitig im Dokument schreiben, jeder mit eigenem Cursor.

Privat vs. Business

VariantePreisStorageEigene DomainDSGVO-AVV
Google-Konto privatgratis15 GBNeinNein
Workspace Business Starter6 Euro / Nutzer / Monat30 GBJaJa (mit AVV)
Workspace Business Standard12 Euro / Nutzer / Monat2 TBJaJa

Für den privaten Gebrauch und kleine Vereine ist die Gratis-Variante über das normale Google-Konto attraktiv. Für Unternehmen mit echten Geschäftsdaten reicht das nicht — ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist DSGVO-Pflicht und gibt es nur in den kostenpflichtigen Workspace-Paketen.

Das Wichtigste: Google Workspace privat ist eine ehrliche Gratis-Alternative — solange Sie keine Geschäftsdaten verarbeiten. Im Business-Kontext kostet Workspace nahezu identisch wie Microsoft 365 Business Basic, bietet aber keine Desktop-Apps und ist im deutschen Mittelstand weiter Außenseiter. Wir empfehlen Microsoft 365 für fast jeden KMU.

Weg 5: Microsoft 365 Trial — 30 Tage volle Power

Wer einmal die volle Microsoft-365-Erfahrung erleben möchte, ohne sofort zu zahlen, kann den 30-Tage-Test von Microsoft nutzen. Es gibt Trials für:

  • Microsoft 365 Business Standard — komplette Desktop-Apps + 1 TB OneDrive + Teams + Outlook mit eigener Domain
  • Microsoft 365 Business Premium — alles aus Standard plus Intune (Geräteverwaltung), Defender for Business (Endpoint-Schutz), Entra ID P1
  • Microsoft 365 Apps for Business — nur die Office-Apps, kein Teams, kein E-Mail-Hosting

Wichtige Spielregeln

  • Sie hinterlegen eine Kreditkarte beim Start des Trials.
  • Wenn Sie nicht innerhalb der 30 Tage kündigen, beginnt automatisch die kostenpflichtige Phase.
  • Sie können den Trial pro Microsoft-Konto und pro Plan grundsätzlich nur einmal nutzen.
  • Daten in OneDrive, SharePoint und Outlook bleiben auch nach dem Trial verfügbar — solange Sie weiterhin ein gültiges Konto haben.

Der Trial eignet sich gut, um vor dem Umstieg zu testen: Funktionieren meine Word-Vorlagen sauber? Wie läuft die Migration meiner E-Mail-Postfächer? Reicht 1 TB OneDrive für mein Team? Für KMU empfehlen wir, den Trial mit ein bis zwei Test-Postfächern zu starten und Migration sowie Backup vorab zu prüfen.

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Wann lohnt sich ein Abo? Die ehrliche Antwort

Wir sehen in Hamburger und norddeutschen KMU regelmäßig den Versuch, mit Gratis-Office zu sparen. Das funktioniert genau drei Mal — bis das erste komplexe Word-Dokument vom Steuerberater nicht sauber lädt, das erste Excel-Makro vom Lieferanten nicht läuft, oder das erste Audit nach DSGVO-Verträgen fragt. Hier die ehrliche Entscheidungsmatrix für 2026:

SzenarioEmpfehlung
Privatnutzer, gelegentlicher BedarfMicrosoft 365 im Web + OneDrive 5 GB gratis
Schüler, StudentenOffice Education (gratis mit Schul-/Uni-E-Mail)
Vereine, Werkstatt-PCsLibreOffice — kostenlos, offline, ausreichend
Freiberufler, EinzelunternehmerMicrosoft 365 Personal (10 Euro / Monat)
KMU 5–50 MitarbeiterMicrosoft 365 Business Premium (20,60 Euro / Nutzer / Monat)
Mittelstand 50+ mit Compliance-AnforderungenMicrosoft 365 E3 oder E5

Für einen Hamburger KMU mit zehn Mitarbeitern bedeutet das: Business Premium kostet 206 Euro pro Monat, also rund 2.500 Euro pro Jahr. Dafür gibt es alle Office-Apps, 1 TB OneDrive pro Nutzer, Teams, Exchange-E-Mail mit eigener Domain, Geräte-Verwaltung via Intune und Endpoint-Schutz via Defender. Der gleiche Stack mit getrennten Tools (LibreOffice + IMAP-Hosting + separate Backup-Lösung + separater Endpoint-Schutz) wäre am Ende nicht günstiger und deutlich aufwändiger zu administrieren — zur Wirtschaftlichkeit haben wir das im Microsoft 365 Kosten-Artikel durchgerechnet.

„Die Frage ist selten, ob ein KMU Microsoft 365 braucht — sondern welcher Plan. Wer Lizenzen sparen will, sollte nicht bei der Office-Suite kürzen, sondern bei Doppel-Lizenzen, ungenutzten Add-ons oder zu hohen Plänen für einfache Mitarbeiter. Da liegt das echte Sparpotenzial.“

Jens HagelJens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Office ohne Lizenz im Unternehmen — geht das überhaupt?

Klare Antwort: technisch ja, rechtlich und organisatorisch heikel. Drei Punkte sind entscheidend:

1. DSGVO-Konformität. Wenn Sie kostenlose Microsoft-365-Web-Apps nutzen, schließen Sie keinen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit Microsoft ab. Das ist im B2C-Kontext OK — sobald Sie aber personenbezogene Daten von Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern verarbeiten, brauchen Sie einen AVV. Der ist nur in kostenpflichtigen Microsoft-365-Plänen enthalten. Mehr dazu im Microsoft 365 Sicherheit & DSGVO Artikel.

2. Datensicherung. Die Gratis-Web-Apps bieten kein Backup. Wenn ein Mitarbeiter eine Datei löscht oder ein Ransomware-Vorfall passiert, sind die Daten weg — Microsoft sichert die OneDrive-Daten nur zwei Wochen. Im B2B-Umfeld ist ein Drittanbieter-Backup wie SkyKick Pflicht.

3. Verwaltung. Wer Office gratis nutzt, hat keine zentrale Verwaltung. Jeder Mitarbeiter loggt sich mit seinem privaten Microsoft-Konto ein. Sie sehen nicht, wer welche Dateien hat. Sie können kein Passwort zurücksetzen. Sie können keine Multi-Faktor-Authentifizierung erzwingen. Bei Mitarbeiter-Austritt verlieren Sie potenziell Daten.

  • Sie sind Einzelunternehmer ohne Mitarbeiter — und ohne personenbezogene Kundendaten.
  • Sie nutzen das Office nur für interne Notizen, nie für Geschäfts-Dokumente.
  • Sie haben ein eigenes Backup außerhalb von OneDrive.
  • Sie verarbeiten keine sensiblen Daten (Gesundheitsdaten, Finanzdaten, etc.).
  • Sie wechseln zu einem kostenpflichtigen Plan, sobald Sie den ersten Mitarbeiter einstellen.

Weitere Ressourcen — passende Artikel und Services

Fazit: Office ohne Lizenz geht — aber meist nur für Privatnutzer

Microsoft hat die Tür für kostenloses Office 2026 weiter offen gelassen — und das ist auch gut so. Wer privat ein paar Mal im Jahr ein Word-Dokument schreibt, kommt mit den Web-Apps unter microsoft365.com klar. Wer auf Smartphone oder kleinem Tablet unterwegs ein Excel-File anpasst, nutzt die Office-Mobile-Apps gratis. Wer eine vollständige Offline-Suite braucht, installiert LibreOffice — und spart sich jegliches Abo.

Im Unternehmen sieht die Rechnung anders aus. Sobald Sie Mitarbeiter, personenbezogene Daten und Compliance-Anforderungen haben, wird Microsoft 365 Business Premium fast immer wirtschaftlicher als der Versuch, mit Gratis-Tools zu jonglieren. Die 20,60 Euro pro Nutzer und Monat zahlen sich über Geräte-Verwaltung, Endpoint-Schutz, DSGVO-AVV und 1 TB OneDrive deutlich aus.

Der Mittelweg für Hamburger und norddeutsche KMU heißt meist: Office Web für Empfangs-PC und Werkstatt-Rechner, Office Mobile für mobile Mitarbeiter, Microsoft 365 Business Premium für alle festen Arbeitsplätze. Wenn Sie unsicher sind, welcher Mix für Ihr Unternehmen passt, buchen Sie ein 15-minütiges Erstgespräch — wir schauen kostenlos auf Ihre aktuelle Lizenz-Landschaft und zeigen, wo Sie sparen können, ohne Risiken einzugehen.

Karl Isler
IT-Experte & Autor, hagel IT-Services GmbH

Karl Isler ist ein erfahrener IT-Experte und Autor. Seine Fachkenntnisse in den Bereichen IT-Strategie, Cloud Computing und Datensicherheit ermöglichen es ihm, fundierte Artikel für unseren IT-Entscheider-Blog zu verfassen.

Thorsten Eckel

„Mit Hagel IT haben wir einen erfahrenen Partner, auf den wir uns jederzeit zu 100 % verlassen können.“

Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
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Robin Koppelmann
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Häufig gestellte Fragen

Ja, aber nur auf legalen Wegen. Microsoft selbst stellt die Office-Web-Apps (Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Outlook) über office.com bzw. microsoft365.com kostenlos bereit — Voraussetzung ist nur ein kostenloses Microsoft-Konto, der Funktionsumfang ist gegenüber Desktop reduziert. Zweite legale Option: Office Mobile auf Smartphones und Tablets bis 10,1 Zoll Display. Drittens gibt es die OEM-Lizenz, die auf bestimmten neuen Geräten vorinstalliert ist. Alles andere — Office-Cracks, KMS-Aktivatoren, geleakte Volumenlizenz-Keys — ist illegal und kein „Office ohne Lizenz“, sondern Lizenzverstoß.

Nein, ausdrücklich nicht. Office-Cracks, KMS-Aktivatoren, geleakte MAK-Keys und Tools wie „Microsoft Activation Scripts“ sind Urheberrechtsverletzungen nach Paragraph 69c UrhG und zugleich AGB-Verstoß gegenüber Microsoft. Microsoft verfolgt Lizenzverstöße aktiv über das Software-Compliance-Programm — im B2B-Kontext drohen Nachlizenzierung, Schadensersatz und in schweren Fällen Strafanzeigen. Hinzu kommt: Crack-Tools enthalten regelmäßig Trojaner und Backdoors, die in Mandanten-Audits als Ransomware-Einfallstor auffallen. Wer kostenlos arbeiten will, nimmt die offiziellen Web-Apps oder LibreOffice — niemals einen Crack.

Drei seriöse Offline-Alternativen plus zwei Online-Varianten. Offline: LibreOffice 24.x (Open Source, kompatibel mit DOCX/XLSX/PPTX, beste Microsoft-Ähnlichkeit), OnlyOffice Desktop Editors (besonders gute Format-Treue zu Microsoft, kostenfrei für Privatnutzer) und WPS Office (früher Kingsoft, sehr Microsoft-ähnliches UI, Werbung in der Free-Version). Online: Google Workspace mit Docs/Tabellen/Präsentationen kostenlos über ein privates Google-Konto sowie Microsoft 365 im Web über office.com. Für KMU empfehlen wir trotzdem Microsoft 365 Business — wegen DSGVO-AVV, Backup und Geräteverwaltung.

Ja. Microsoft stellt Word, Excel, PowerPoint, OneNote und Outlook als kostenlose Web-Apps unter microsoft365.com (früher office.com) bereit. Voraussetzung ist nur ein kostenloses Microsoft-Konto. Funktional sind die Web-Apps gegenüber den Desktop-Versionen eingeschränkt — für Briefe, einfache Tabellen und Präsentationen reichen sie aber locker. Auch die Office-Mobile-Apps für iOS und Android sind auf Geräten bis 10,1 Zoll Display kostenlos.

Die Gratis-Web-Apps können drei Dinge nicht: Sie funktionieren ohne Internet nicht, einige fortgeschrittene Excel-Funktionen wie komplexe Power-Query-Abfragen oder bestimmte Add-Ins fehlen, und der Cloud-Speicher in OneDrive ist auf 5 GB begrenzt. Wer regelmäßig große Dateien, Makros oder branchenspezifische Add-Ins nutzt, stößt schnell an Grenzen. Für Schüler, Studenten und Privatpersonen mit gelegentlichem Bedarf reicht es trotzdem.

Microsoft Excel selbst gibt es nicht legal kostenlos als Desktop-Anwendung. Die einzigen legalen Wege sind Excel im Browser, Excel Mobile auf kleinen Tablets und Smartphones oder die 30-Tage-Testphase von Microsoft 365. Wer eine vollwertige Tabellenkalkulation offline braucht, nutzt LibreOffice Calc — kostenlos, Open Source und kompatibel mit XLSX-Dateien. Auch SoftMaker FreeOffice PlanMaker und Google Tabellen sind solide Alternativen.

Die Web-Version läuft im Browser, ist gratis und benötigt eine Internetverbindung. Sie unterstützt die wichtigsten Bearbeitungsfunktionen, aber keine erweiterten Features wie Visual-Basic-Makros, Power Pivot, komplexe bedingte Formatierungen oder die volle Vorlagenbibliothek. Die Desktop-Version erfordert ein Abonnement (ab 5,60 Euro pro Nutzer und Monat in Microsoft 365 Business Basic — aber Basic enthält auch nur Web-Apps). Volle Desktop-Apps gibt es ab Business Standard für 11,70 Euro pro Nutzer und Monat.

Auf Geräten mit einem Bildschirm bis 10,1 Zoll Diagonale (also Smartphones und kleinere Tablets) sind Word, Excel und PowerPoint dauerhaft kostenlos im Apple App Store und Google Play Store verfügbar. Auf Tablets über 10,1 Zoll — etwa iPad Pro 12,9 Zoll oder große Android-Tablets — sind die Apps zwar installierbar, aber Bearbeitungsfunktionen erfordern ein Microsoft-365-Abo. Für den Geschäftsalltag im KMU ist das oft die unauffälligste Lösung: man arbeitet im Büro am PC mit Web-App, unterwegs am Handy mit Mobile-App.

Für Unternehmen mit Mitarbeitern und sensiblen Daten empfehlen wir keine kostenlose Office-Lösung. Web-Apps und LibreOffice können für Einzelpersonen passen, im Business-Kontext fehlen aber zentrale Anforderungen: Verwaltung von Benutzern und Geräten, Datenschutz nach DSGVO mit Auftragsverarbeitungsvertrag, Backup, Compliance-Logs und Multi-Faktor-Authentifizierung. Für KMU ist Microsoft 365 Business Premium für 20,60 Euro pro Nutzer und Monat in der Regel die wirtschaftlichste Wahl — inklusive Geräteverwaltung, Endpoint-Schutz und Datensicherung.

Microsoft bietet für Microsoft 365 Business Standard und Business Premium eine 30-tägige kostenlose Testphase an. Sie erhalten Zugriff auf die vollen Desktop-Apps für Windows und Mac, OneDrive mit 1 TB, Teams, SharePoint und Outlook mit eigener Domain. Wichtig: Sie hinterlegen eine Kreditkarte. Wenn Sie nicht rechtzeitig kündigen, beginnt nach 30 Tagen automatisch die kostenpflichtige Phase. Für KMU eignet sich der Trial gut, um Migration und Integration vor dem Kauf zu testen.

LibreOffice spart bei zehn Mitarbeitern jährlich rund 2.500 Euro Lizenzkosten. Aber: Bei der Zusammenarbeit mit Kunden, Steuerberatern und Behörden kommt es regelmäßig zu Formatierungs-Brüchen, weil komplexe Word-Layouts und Excel-Makros nicht 100 Prozent kompatibel sind. Hinzu kommt: LibreOffice ersetzt Outlook, Teams, OneDrive und SharePoint nicht. In der Praxis sehen wir LibreOffice am ehesten als Alternative auf Werkstatt-Rechnern oder Empfangs-PCs, die nur sporadisch ein PDF öffnen müssen — nicht als Standard-Office im KMU.