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SharePoint Online für KMU 2026: Anwendungsbeispiele, Lizenzen, Migration

KI
Karl Isler in IT-Insights

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Inhalt in Kürze
  • SharePoint Online ist die zentrale Plattform in Microsoft 365 für Intranet, Dokumente und Workflows — kein Add-on, sondern Teil fast jeder Microsoft-365-Business-Lizenz.
  • Vier typische Anwendungsbeispiele: Mitarbeiter-Intranet, Dokumentenmanagement (Fileserver-Ersatz), Projekt-Sites für Teams, Prozess-Automatisierung mit Power Automate.
  • Migration vom Fileserver braucht Vorarbeit: Berechtigungen aufräumen, Pfadlängen prüfen, Ordnerstruktur in Bibliotheken übersetzen — sonst zieht das alte Chaos einfach um.
  • Lizenzen 2026: Microsoft 365 Business Standard (12,50 €/Nutzer/Monat) ist für die meisten KMU die richtige Wahl. Business Premium (22 €) für sensible Daten und Compliance.
  • Sicherheit: EU-Rechenzentren, ISO 27001 — aber MFA, Conditional Access und Sensitivity-Labels sind Pflicht, nicht Kür.

SharePoint Anwendungsbeispiele: Was KMU 2026 wirklich damit machen

SharePoint Online war früher das Tool, das man von der IT-Abteilung aufgedrückt bekam und dann ignoriert hat. Das hat sich geändert. Seit Microsoft Teams im Hintergrund auf SharePoint läuft, seit Power Automate die alten Workflows ersetzt und seit Microsoft 365 Copilot direkt auf SharePoint-Inhalte zugreift, ist die Plattform die zentrale Drehscheibe für Zusammenarbeit, Dokumente und Prozesse im Mittelstand geworden.

In diesem Leitfaden zeigen wir Ihnen die vier wichtigsten Anwendungsbeispiele aus der Praxis, klären die Lizenz-Frage und führen Sie durch den Migrations-Pfad vom Fileserver. Geschrieben für IT-Leiter, Geschäftsführer und Office-Manager in Hamburg und Norddeutschland, die SharePoint nicht nur einführen, sondern produktiv nutzen wollen.

200 Mio.+aktive SharePoint-Online-Nutzer weltweit (Microsoft, 2024)
12,50 €pro Nutzer/Monat — Microsoft 365 Business Standard inklusive SharePoint
6–12 Wochenrealistische Projektdauer für eine SharePoint-Einführung im KMU

Was ist SharePoint Online — und was nicht

SharePoint Online ist die Cloud-Variante von SharePoint und Teil von Microsoft 365. Sie können sich SharePoint vorstellen als das Backend für Ihre gesamte Dokumenten- und Wissensarbeit im Unternehmen: Jede Microsoft-Teams-Site, jede Intranet-Seite, jede Dokumentenbibliothek liegt im Hintergrund auf SharePoint.

Was SharePoint ist:

  • Eine cloudbasierte Plattform für Teamwebsites, Intranets und Dokumentenmanagement
  • Die Heimat aller Dateien, die in Microsoft Teams geteilt werden
  • Die Grundlage für Power-Automate-Workflows, Power Apps und Microsoft Lists
  • Eine Suchmaschine über alle Inhalte des Unternehmens

Was SharePoint nicht ist:

  • Kein Ersatz für ein Dokumenten-Management-System (DMS) mit revisionssicherer Archivierung — dafür braucht es Drittanbieter-Lösungen wie d.velop oder DocuWare auf SharePoint-Basis
  • Kein klassischer Fileserver mit beliebigen Pfadlängen und Sonderzeichen
  • Kein Projektmanagement-Tool im engeren Sinn — das ist Microsoft Planner oder Project
Jens Hagel, Geschäftsführer hagel IT-Services
„Die häufigste Frage in unseren Erstgesprächen ist nicht, ob man SharePoint einführen sollte, sondern wofür konkret. Wir antworten dann mit einer Gegenfrage: Wo verlieren Sie heute die meiste Zeit — bei der Dokumentensuche, bei Genehmigungsprozessen oder beim mobilen Zugriff? Daraus ergibt sich der erste Use Case fast von selbst."
Jens Hagel, Geschäftsführer hagel IT-Services Hamburg

Die 4 wichtigsten SharePoint-Anwendungsbeispiele für KMU

Wir haben in den letzten Jahren über 80 SharePoint-Projekte begleitet — von der Hausverwaltung bis zur Logistik-Spedition. Aus dieser Praxis lassen sich vier dominierende Einsatzszenarien herausfiltern. Fast jedes KMU startet mit einem davon und baut dann die anderen schrittweise auf.

Anwendungsbeispiel 1: Mitarbeiter-Intranet

Das Intranet ist der häufigste Einstieg. Statt 47 Excel-Listen in einem chaotischen Netzlaufwerk gibt es eine zentrale Startseite mit Unternehmensnachrichten, Kalendern, HR-Dokumenten, Onboarding-Material und Kontaktverzeichnis.

Typische Bausteine:

  • Startseite mit News, Geburtstagen, Stellenausschreibungen
  • HR-Bereich mit Urlaubsantrag, Bescheinigungen, Krankmeldung
  • Wissensdatenbank für Prozesse und Anleitungen
  • Bereich für jede Abteilung (Marketing, Vertrieb, Finanzen)

Wir haben für eine Hamburger Hausverwaltung mit 35 Mitarbeitenden ein SharePoint-Intranet gebaut, das die alte Tobit-Lösung abgelöst hat. Resultat: Die durchschnittliche Suchzeit für Standarddokumente ist von 4,2 auf 0,8 Minuten gesunken.

Anwendungsbeispiel 2: Dokumentenmanagement (Fileserver-Ersatz)

Der zweite Klassiker: Der alte Fileserver soll weg. Gründe sind Hardware-Refresh, Wechsel ins Homeoffice oder Cybersecurity-Themen wie Ransomware-Schutz. SharePoint Online wird hier zur zentralen Ablage für Geschäftsdokumente.

Wichtig: Eine SharePoint-Site ist kein 1:1-Ersatz für \\fileserver\daten. Sie organisieren Dokumente in Dokumentbibliotheken mit Metadaten (Kunde, Projekt, Status) statt in tiefen Ordnerbäumen. Wer das versteht und mitmacht, hat danach ein massiv besseres System. Wer einfach nur Ordner hochlädt, hat denselben Mist in der Cloud.

Mehr Details zur Abwägung Fileserver vs. SharePoint im Vergleichs-Guide.

Anwendungsbeispiel 3: Projekt- und Team-Sites

Jede Microsoft-Teams-Site bekommt automatisch eine SharePoint-Site dahinter. Das heißt: Wenn Ihre Teams-Nutzung wächst, wächst auch Ihre SharePoint-Landschaft — ob Sie das wollen oder nicht. Ohne Governance entstehen schnell hunderte verwaiste Sites.

Für Projekte ist das aber praktisch: Jedes Projekt bekommt eine Site mit Dokumentbibliothek, Aufgabenliste, Notizen (OneNote) und Kommunikation (Teams-Channel). Nach Projektende wird die Site archiviert oder gelöscht.

Anwendungsbeispiel 4: Workflow-Automatisierung mit Power Automate

Hier liegt 2026 der größte Effizienzhebel. Power Automate hat die alten SharePoint-Designer-Workflows ersetzt — und kann viel mehr. Microsoft selbst dokumentiert die Migration als bevorzugten Pfad.

Typische Workflow-Beispiele:

  • Urlaubsantrag: Mitarbeiter füllt ein Microsoft-Forms-Formular aus → Power Automate erstellt einen Eintrag in SharePoint → Genehmigung per Teams-Nachricht an die Führungskraft → bei Freigabe Eintrag in den Outlook-Kalender.
  • Rechnungsfreigabe: Eingehende Rechnung wird in eine SharePoint-Bibliothek hochgeladen → Power Automate prüft Betrag → ab 1.000 € Genehmigung durch Geschäftsführung → sonst direkt Buchhaltung.
  • Onboarding: Neuer Mitarbeiter angelegt → Power Automate erstellt OneDrive, Teams-Mitgliedschaft, Outlook-Postfach → schickt Begrüßungspaket per E-Mail.
Power Automate Premium beachten

Standardvorlagen wie Genehmigungen, E-Mail-Benachrichtigungen und SharePoint-Trigger sind in Microsoft 365 enthalten. Sobald Sie aber Connectoren zu SAP, DATEV, Salesforce oder REST-APIs brauchen, wird ein Premium-Plan fällig — etwa 13,70 € pro Nutzer/Monat oder ein Per-Flow-Plan ab etwa 100 €/Monat. Das prüfen wir im Erstgespräch gleich mit.

Anwendungsbeispiele im Vergleich: Welcher Use Case für welches Unternehmen?

Welcher Einstieg sich lohnt, hängt von Branche, Größe und Schmerzpunkten ab. Hier eine Orientierung aus unserer Praxis:

Use CaseGeeignet fürAufwandDirekter Nutzen
IntranetAlle KMU ab 20 Mitarbeitenden, Wachstumsphasen, StandortverteilungMittel (3–6 Wochen)Schneller Informationszugriff, Onboarding-Beschleunigung
DokumentenmanagementUnternehmen mit alterndem Fileserver, Homeoffice-Bedarf, Ransomware-RisikoHoch (8–12 Wochen)Mobiles Arbeiten, Versionierung, Backup-Wegfall
Projekt-SitesProjektgetriebene Unternehmen (Bau, Beratung, Agentur, Architekturbüros)Niedrig (1–2 Wochen je Projekt)Klare Projektablage, Übergabe an Nachfolger einfach
Power-Automate-WorkflowsAlle KMU mit wiederkehrenden Genehmigungs- oder Onboarding-ProzessenPro Workflow 1–4 WochenZeitersparnis, weniger Fehler, Audit-Trail

In der Praxis kombinieren die meisten unserer Kunden die Use Cases. Eine Hamburger Logistik-Spedition mit 60 Mitarbeitenden hat etwa zuerst den Fileserver migriert, dann das Intranet aufgesetzt und im dritten Schritt Power-Automate-Workflows für Frachtbrief-Freigaben gebaut. Ein Pfad, den wir oft empfehlen — Erfahrung aus der Modern-Workplace-Fallstudie für die Logistik-Branche.

Hamburger Team plant SharePoint-Anwendungsbeispiele in einem Strategie-Meeting

SharePoint-Lizenzen 2026: Was kostet was

SharePoint Online ist 2026 in den meisten Microsoft-365-Business-Plänen enthalten. Eigenständige SharePoint-Pläne gibt es noch, lohnen sich aber für KMU fast nie — weil dann Teams, Outlook und Office fehlen.

Die wichtigsten Pläne im Überblick (Listenpreise Microsoft DE, Stand 04/2026):

  • Microsoft 365 Business Basic (~6 €/Nutzer/Monat) — SharePoint, Teams, Outlook, Office im Browser, OneDrive 1 TB. Gut für reine Cloud-Mitarbeitende ohne Desktop-Office.
  • Microsoft 365 Business Standard (~12,50 €/Nutzer/Monat) — Wie Basic plus Office-Desktop-Apps (Word, Excel, PowerPoint, Outlook). Standard-Empfehlung für die meisten KMU.
  • Microsoft 365 Business Premium (~22 €/Nutzer/Monat) — Wie Standard plus Intune, Defender, Conditional Access, Sensitivity-Labels. Empfehlung für sensible Branchen (Kanzleien, Gesundheit, Finanzen).
  • Microsoft 365 Apps for Business (~10 €/Nutzer/Monat) — Nur Office-Apps, kein SharePoint, kein Teams. Für reine Office-Anwender ohne Cloud-Zusammenarbeit.
  • SharePoint Online Plan 1 / Plan 2 — Eigenständig, 4–9 €/Nutzer/Monat. Lohnt sich nur in Sonderfällen, etwa bei externen Mitarbeitenden, die nur SharePoint nutzen.

Eine ausführliche Aufschlüsselung mit Preis-Leistungs-Vergleich finden Sie im Microsoft-365-Pakete-Guide und im Kosten-Guide für 2026.

Preisanpassung Juli 2026 beachten

Microsoft erhöht ab Juli 2026 die Listenpreise für Microsoft-365-Business-Pläne um bis zu 25 %. Wer jetzt einen Annual-Vertrag abschließt, friert die alten Preise für 12 Monate ein. Wir prüfen das im Audit standardmäßig mit.

Migration vom Fileserver zu SharePoint: Der realistische Pfad

Das häufigste Scheitern bei SharePoint-Projekten passiert nicht in der Cloud, sondern beim Fileserver-Vorlauf. Wer den alten Server einfach hochlädt, hat danach: 28 Ebenen tiefe Ordnerbäume, kaputte Pfadlängen über 400 Zeichen, ein Berechtigungschaos und Mitarbeitende, die nichts wiederfinden.

So machen wir es bei hagel IT in Hamburg seit Jahren — basierend auf Microsofts offiziellem Migrations-Leitfaden und unserer eigenen Praxis:

  1. Workshop und Informationsarchitektur (Woche 1–2): Welche Sites brauchen wir? Wer darf was sehen? Wie sieht die neue Struktur aus? Hier wird das Ergebnis im Wesentlichen entschieden — nicht erst beim Daten-Upload.
  2. Daten-Analyse und Bereinigung (Woche 2–4): Welche Daten sind aktuell? Welche können archiviert werden? Welche Pfadlängen sprengen das SharePoint-Limit (400 Zeichen)? Tools wie der Microsoft Migration Manager helfen bei der Bestandsaufnahme.
  3. Pilot mit einer Abteilung (Woche 4–6): Eine Abteilung migriert zuerst — meist Marketing oder Vertrieb. Hier lernen wir die Eigenheiten Ihres Unternehmens und justieren das Konzept.
  4. Roll-out und Migration (Woche 6–10): Schrittweise Migration aller Bereiche. Während der Migration läuft der alte Fileserver parallel — Schreibsperre kommt erst beim finalen Cutover.
  5. Schulung und Adoption (Woche 8–12): Ohne Schulung bleibt SharePoint ein Datengrab. Wir machen 60-Minuten-Live-Sessions pro Team plus Cheat-Sheets für die wichtigsten Aktionen.
  6. Cutover und Abschalten Fileserver (Woche 12): Letzter Sync, Schreibsperre, Umstellung. Der Fileserver bleibt 4 Wochen Read-Only stehen — Sicherheitsnetz für Notfälle.
Vor der Migration prüfen — Checkliste
  • Pfadlängen: Maximal 400 Zeichen, lange Pfade vorher kürzen
  • Sonderzeichen: ~, ", #, %, &, *, :, <, >, ?, /, \, | raus aus Datei- und Ordnernamen
  • Berechtigungen: Heute ein NTFS-Chaos? Vor Migration konsolidieren auf max. 3 Berechtigungsebenen
  • Datei-Größen: Einzelne Dateien max. 250 GB (Microsoft-Limit), Bibliothek max. 30 Mio. Items
  • Veraltete Daten: Was ist älter als 5 Jahre und nicht mehr in Benutzung? Ab ins Archiv, nicht in die Cloud
  • Datenschutz: Welche Datentypen unterliegen besonderen Anforderungen (Personalakten, Patientendaten, Mandatsakten)?

SharePoint und Sicherheit: Was 2026 Pflicht ist

SharePoint Online ist standardmäßig sicher — die Daten liegen in EU-Rechenzentren, sind verschlüsselt und ISO-27001-zertifiziert. Aber Standard reicht 2026 nicht mehr. Wer SharePoint produktiv einsetzt, braucht zusätzliche Schutzschichten:

  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle Konten — kein Login ohne zweiten Faktor
  • Conditional Access — Zugriff nur aus Deutschland, nur von verwalteten Geräten, nur mit Entra-ID-konformem Status
  • Sensitivity-Labels für vertrauliche Dokumente — automatische Verschlüsselung, auch wenn die Datei das Unternehmen verlässt
  • Data Loss Prevention (DLP) — verhindert das Versenden von Kreditkartendaten, Steuer-IDs oder anderen sensiblen Mustern
  • Externe Freigabe nur kontrolliert — Gastlinks mit Ablaufdatum, kein anonymes Teilen für ganze Bibliotheken

Tieferer Einstieg in das Sicherheitskonzept im Schwesterartikel: SharePoint-Sicherheit: Wie IT-Leiter sensible Daten schützen können.

„Wir haben unseren Fileserver mit hagel IT auf SharePoint migriert — inklusive Power-Automate-Workflows für Urlaubsanträge und Rechnungsfreigaben. Die ersten zwei Wochen waren laut, dann wurde es ruhig. Heute findet jeder seine Dokumente schneller als vorher, und die Genehmigungsschleifen laufen ohne PDF-Hin-und-Her per E-Mail."
— Geschäftsführer einer Hamburger Hausverwaltung, 30 Mitarbeitende

Microsoft 365 Loop und Copilot: Was 2026 dazukommt

Zwei Entwicklungen, die SharePoint 2026 spannender machen:

Microsoft Loop ist die neue Komponenten-Schicht über SharePoint, OneDrive und Teams. Sie schreiben einmal eine Tabelle, eine Aufgabenliste oder eine Notiz — und die taucht synchron in Teams, Outlook und SharePoint auf. Loop-Komponenten leben technisch in einer SharePoint-Bibliothek (Workspaces) im Hintergrund.

Microsoft 365 Copilot indexiert Ihre SharePoint-Inhalte und beantwortet damit Fragen wie „Wo ist der letzte Vertragsentwurf für Kunde X?” oder „Fasse mir den letzten Status der Marketing-Kampagne zusammen”. Voraussetzung: Vernünftiges Berechtigungskonzept (sonst sieht Copilot Dinge, die er nicht zeigen sollte) und Copilot-Lizenz (etwa 28 €/Nutzer/Monat zusätzlich). Tipps zur sinnvollen Einführung im Copilot-Praxis-Guide.

SharePoint, OneDrive, Teams: Wer macht was?

Eine Frage, die in fast jedem Workshop auftaucht: Wann nehme ich was? Die einfache Faustregel:

  • OneDrive = persönliche Dateien (Entwürfe, eigene Notizen, Material das niemand sonst sehen muss)
  • SharePoint = geteilte Dateien (Team-Dokumente, Abteilungs-Material, Unternehmens-Wissen)
  • Microsoft Teams = Kommunikation (Chat, Meetings) — Dateien dahinter liegen automatisch in SharePoint

Wenn ein Kollege Ihnen ein OneDrive-Dokument schickt und Sie es weiterbearbeiten sollen, gehört es in eine SharePoint-Site, nicht in OneDrive. Vertiefung: Was ist der Unterschied zwischen OneDrive, SharePoint und Teams?

SharePoint und der Modern Workplace in Hamburg

SharePoint ist kein Selbstzweck. Es ist ein Baustein des Modern-Workplace-Konzepts — zusammen mit Teams, Intune (Geräteverwaltung), Entra ID (Identitäten) und Defender (Sicherheit). Wer nur SharePoint einführt und den Rest weglässt, hat ein gutes Datenarchiv aber keinen modernen Arbeitsplatz.

Wir betreuen über die hagel IT-Services GmbH in Hamburg rund 60 KMU-Kunden im Modern-Workplace-Setup. Häufiger Sprung: Vom alten Fileserver mit lokalem Exchange auf Microsoft 365 als Modern Workplace — meist als Teil unserer Managed-IT-Services oder Cloud-Beratung.

Das Wichtigste in 5 Sätzen
  • SharePoint Online ist 2026 die zentrale Daten- und Kollaborationsplattform in Microsoft 365 — kein Add-on, sondern Teil fast jeder Business-Lizenz.
  • Die vier wichtigsten Anwendungsbeispiele für KMU sind Intranet, Dokumentenmanagement, Projekt-Sites und Workflow-Automatisierung mit Power Automate.
  • Migrieren Sie nicht den Fileserver, sondern das Konzept — Berechtigungen, Pfadlängen und Ordnerstruktur müssen vor dem Upload aufgeräumt sein.
  • Microsoft 365 Business Standard (12,50 €/Nutzer/Monat) ist für die meisten KMU die richtige Lizenz, Business Premium für sensible Branchen.
  • Sicherheit ist kein Standardfeature: MFA, Conditional Access und Sensitivity-Labels gehören 2026 zur Pflicht-Konfiguration.

So unterstützen wir Sie bei SharePoint Online

Wir bei hagel IT-Services in Hamburg führen seit über 10 Jahren SharePoint-Projekte für KMU durch — von der 5-Personen-Architekten-Agentur bis zur 80-Mitarbeitenden-Hausverwaltung. Was Sie von uns bekommen:

  • Architektur-Workshop: Bevor irgendetwas passiert — gemeinsame Bestandsaufnahme, Use-Case-Klärung, Informationsarchitektur (1–2 Tage).
  • Migration vom Fileserver: Mit Microsoft Migration Manager, eigenen Prüf-Skripten und parallelem Pilot. Festpreis nach Aufwand.
  • Power-Automate-Workflows: Wir bauen die ersten 3 bis 5 produktiven Flows mit Ihnen zusammen — und zeigen Ihrem Team, wie es selbst weitermacht.
  • Adoption und Schulung: 60-Minuten-Live-Sessions pro Team, Cheat-Sheets, Q&A-Termine in den ersten Wochen nach Go-Live.
  • Laufender Support: Im Rahmen unserer Managed-IT-Services Hamburg oder als gezielte Cloud- und Microsoft-365-Beratung.

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Karl Isler
IT-Experte & Autor, hagel IT-Services GmbH

Karl Isler ist ein erfahrener IT-Experte und Autor. Seine Fachkenntnisse in den Bereichen IT-Strategie, Cloud Computing und Datensicherheit ermöglichen es ihm, fundierte Artikel für unseren IT-Entscheider-Blog zu verfassen.

Thorsten Eckel

«Mit Hagel IT haben wir einen erfahrenen Partner, auf den wir uns jederzeit zu 100 % verlassen können.»

Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
Deutschlands beste IT-Dienstleister 2026 — brand eins / Statista
Bester IT-Dienstleister
2026 — brand eins / Statista
Fallstudie · Software
IT-Sicherheit für Kleinunternehmen Hamburg: Schluss mit „Bastel-Lösungen“
Ausgezeichnete Bewertung
Basierend auf 46 Bewertungen

„Wir arbeiten seit einiger Zeit mit hagel IT zusammen und sind absolut zufrieden. Das Team ist kompetent, freundlich und immer schnell zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Besonders schätzen wir die individuelle Beratung, den zuverlässigen Support und die modernen IT-Lösungen, die perfekt auf unsere Bedürfnisse abgestimmt sind. Ein rundum professioneller Partner, den wir uneingeschränkt weiterempfehlen können!"

Robin Koppelmann
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Häufig gestellte Fragen

Die vier häufigsten Einsatzszenarien sind: Intranet (Unternehmensnachrichten, HR-Dokumente, Onboarding), Dokumentenmanagement (zentrale Ablage statt Fileserver, mit Versionierung und Co-Authoring), Projekt- und Teamarbeit (jede Microsoft-Teams-Site bekommt automatisch eine SharePoint-Site) und Workflow-Automatisierung mit Power Automate (Urlaubsanträge, Rechnungsfreigaben, Onboarding-Checklisten).

SharePoint Online ist in den meisten Microsoft-365-Business-Plänen enthalten: Business Basic (etwa 6 €/Nutzer/Monat), Business Standard (etwa 12,50 €/Nutzer/Monat) und Business Premium (etwa 22 €/Nutzer/Monat). Eigenständige SharePoint-Online-Pläne (Plan 1, Plan 2) gibt es noch, lohnen sich aber selten — Microsoft 365 Business Standard oder Premium sind für KMU fast immer die bessere Wahl, da Teams, Outlook und Office mit drin sind.

Für die meisten KMU: ja. Sie sparen Server-Hardware, Backup-Aufwand und VPN-Kosten, gewinnen mobiles Arbeiten und Versionierung. Die Migration braucht aber Vorarbeit — Berechtigungen, Ordnerstruktur und Pfadlängen müssen vorher bereinigt werden, sonst zieht das Chaos vom Fileserver einfach um. Wir empfehlen einen Migrations-Workshop vor dem Start. Details siehe /it-dienstleistungen/fileserver-oder-sharepoint-fuer-ihre-dateien.

Power Automate ersetzt seit 2026 die alten SharePoint-Designer-Workflows komplett. Sie bauen Flows visuell — etwa: Wenn eine neue Rechnung in der Bibliothek liegt, prüfe Höhe, leite ab 1.000 € an die Geschäftsführung weiter, sonst direkt an die Buchhaltung. Standardvorlagen wie Urlaubsanträge, Genehmigungs-Flows oder E-Mail-Benachrichtigungen sind in Microsoft 365 enthalten. Für komplexere Logik braucht es einen Premium-Plan mit Connectoren zu SAP, DATEV oder REST-APIs.

OneDrive ist Ihr persönlicher Speicher (mein Laufwerk). SharePoint ist der Speicher für Teams, Abteilungen und das ganze Unternehmen (gemeinsame Dokumente). Microsoft Teams ist die Oberfläche zum Chatten und Kollaborieren — speichert seine Dateien aber im Hintergrund in einer SharePoint-Site. Faustregel: Persönlich = OneDrive, geteilt = SharePoint, Kommunikation = Teams. Mehr Details unter /cloud/was-ist-der-unterschied-zwischen-onedrive-sharepoint-und-teams.

SharePoint Online speichert Daten in EU-Rechenzentren und ist nach ISO 27001, ISO 27018 und C5 zertifiziert. Verschlüsselung erfolgt at-rest und in-transit. Für sensible Daten sind aber zusätzliche Maßnahmen nötig: Sensitivity-Labels, Multi-Faktor-Authentifizierung, Conditional Access und ein durchdachtes Berechtigungskonzept. Wir empfehlen Microsoft 365 Business Premium plus Sensitivity-Labels für Kanzleien, Gesundheitseinrichtungen und Finanzdienstleister. Details: /it-insights/sharepoint-sicherheit-wie-it-leiter-die-sensiblen-daten-schuetzen-koennen.

Realistisch sind 6 bis 12 Wochen vom Kick-off bis zum produktiven Betrieb für Unternehmen mit 20 bis 80 Mitarbeitenden. Die Verteilung: 1 bis 2 Wochen Workshop und Informationsarchitektur, 2 bis 3 Wochen Pilot mit einer Abteilung, 2 bis 4 Wochen Migration der Daten, 1 bis 2 Wochen Schulungen. Wer nur Daten kopiert, ist schneller — wer es richtig macht (Berechtigungen, Metadaten, Schulung), nimmt sich die Zeit.

Die Lizenzen für 30 Microsoft-365-Business-Standard-Nutzer kosten etwa 4.500 € pro Jahr (12,50 €/Nutzer/Monat). Dazu kommen einmalig 5.000 bis 15.000 € für die Migration vom Fileserver inklusive Workshop, Datenanalyse, Pilot und Schulung — abhängig von Datenmenge und Komplexität der Berechtigungen. Wir machen vorab ein 15-minütiges Erstgespräch und schätzen den Aufwand realistisch ein.