Seit bald einem knappen Jahr hat sich durch die Corona-Krise bei uns allen einiges geändert. Ob privat oder im beruflichen Umfeld haben Videokonferenzen oder ein einfacher Videochat eine deutlich größere Rolle eingenommen als dies vorher der Fall war.

Früher

Der ein oder andere ist begeistert von den neu entdeckten Möglichkeiten, beispielsweise nicht mehr zur Konferenz fliegen zu müssen und plant dies auch in Zukunft per Videokonferenz zu erledigen. Andere warten sehnsüchtig auf Lockerungen und freuen sich, wieder alle Termine persönlich wahrnehmen zu können. Im Folgenden eine kleine Zusammenfassung was es gab, was sich schon geändert hat und was vielleicht in der Zukunft noch kommt…

Die ersten kleinen Anfänge von Videotelefonie lasse ich bewusst aus, da die Versuche in den 1920er und 1930er nur noch recht wenig mit der heutigen Technologie zu tun haben und der Beginn von “moderner” Videotelefonie eher mit Skype in Verbindung gebracht wird.

Hier startete Anfang der 2000er mit Skype, die erste bei vielen bekannte Videochat Plattform. Die Nutzung beschränkte sich aber eher auf Ausnahmesituationen und auch die Qualität lies sehr häufig zu wünschen übrig. Egal, ob wegen der langsamen Verbindung oder der schlechten Videoqualität der damaligen Webcams. Für die meisten beschränkte sich die Nutzung auf Ausnahmesituationen, typisch, und bei mir selbst auch der Fall, ist die Kommunikation mit der Schwester/Bruder/Kind, welche gerade ein Auslandsjahr absolvieren.

Ein weiterer Zwischenschritt war sicherlich 2011 die Einführung von Facetime bei den neuen IPhones von Apple. Gerade jüngere Leute haben die Funktion für sich entdeckt und ab und zu hat man auf der Straße oder in der Bahn jemanden bei einem Videotelefonat sehen können.

Wirklich regelmäßige Nutzung solcher Dienste sind vor Corona aber eher die Ausnahme geblieben.

Heute

Mit Corona hat sich auf einem Schlag sehr viel verändert. Beispielsweise Verwandte, die weit entfernt wohnen, wurden per Videochat kontaktiert, damit man sich nicht nur hört, sondern auch sehen kann. Oder Wohnungsbesichtigungen wurden live per Videochat abgehalten, statt massig Leute zur Besichtigung vor Ort einzuladen. Die größte Veränderung ist aber sicherlich im beruflichen Umfeld aufgetreten. Nicht nur die meisten Konferenzen sind nicht mehr persönlich, sondern per Videochat abgehalten. Auch Gespräche zwischen Kollegen im Home-Office wurden über Video geführt. Auch für neue, potentielle Mitarbeiter wurde der Videochat genutzt und die ersten Bewerbungsgespräche so geführt.

Viele, die vorher nicht daran gedacht haben per Videochat mit Leuten zu sprechen, haben die Möglichkeit für sich neu entdeckt und damit auch die unterschiedlichen Nutzungsszenarien. Es gibt sicherlich unzählbar viele individuelle Fälle, bei denen eine Art von Videochat genutzt wurde. Wirklich neu waren diese Technologien natürlich nicht, durch die Pandemie wurden die Menschen aber dazu gezwungen, sich mit ihr auseinanderzusetzen und haben so den Umgang mit ihr gelernt und viele Vor- und Nachteile erkannt.

Zukunft

Sicherlich werden viele Dinge, die jetzt per Video erledigt werden nach der Pandemie wieder persönlich erledigt. Das Treffen mit einem Kunden aus derselben Stadt kann dann wieder persönlich geführt werden und ist wahrscheinlicher auch angenehmer, gerade wenn es ein erster Kontakt ist. Allerdings ist die Bereitschaft sicherlich gestiegen, die technologischen Hilfsmittel zu nutzen. Der Bewerber aus Süddeutschland oder gar dem Ausland wird vermutlich bei deutlich mehr Firmen die Möglichkeit bekommen, ein erstes Bewerbungsgespräch per Videokonferenz zu führen als dies vorher der Fall war. Auch die Bereitschaft mehr Mitarbeiter im Home-Office arbeiten zu lassen, wird vermutlich gestiegen sein, auch hier trägt die steigende Qualität und die sich immer erweiternden Möglichkeiten von Videochat Programmen seinen Teil bei.

Auch die Hersteller, ob nun von den Programmen oder der Hardware werden in Zukunft sicherlich mehr auf die Funktionen für Videokommunikation achten. Die Webcam im Laptop wird wichtiger (und hoffentlich in einigen Fällen besser) und auch die Soundkulisse ist für Videochats wichtig, gerade das Herausfiltern von störenden Umgebungsgeräuschen. Schon vorhandene Technologien, wie das “Portal” von Facebook werden weiterentwickelt und zeigen evtl. eine Richtung vor, in die es gehen könnte. “Portal” passt das Bild automatisch an, zum Beispiel, wenn Leute sich bewegen, geht die Kamera mit und wenn weitere hinzukommen, zoomt sie automatisch raus, um alle im Bild zu haben, so soll das Bild lebendiger wirken und so auch das Gespräch lebendiger werden lassen. 

Wenn man noch weiter in die Zukunft geht, werden auch Technologien wie Hologramme genannt, die man momentan eher aus Sci-Fi, wie Star Wars kennt. In zwei Jahren werden wir uns bestimmt nicht mit solcher Technologie unterhalten, aber die Entwicklung wird stetig weiter gehen und bestimmt auch Ideen oder Produkte hervorbringen, mit denen momentan noch niemand rechnet.

Sollten Sie Fragen haben zu schon bestehenden Technologien und wie Sie diese für sich gewinnbringend in Ihrem Unternehmen einsetzen können, sprechen Sie uns gerne an.

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