Inhalt in Kürze
- E-Mail-Malware stieg 2025 um 131 Prozent — E-Mail bleibt das beliebteste Angriffsziel
- 150 Millionen aktive E-Mail-Adressen in Deutschland sind ein riesiges Ziel für Cyberkriminelle
- SPF, DKIM und DMARC sind Pflicht — sie verhindern, dass Angreifer E-Mails in Ihrem Namen versenden
- Digitale Hygiene im Postfach spart Zeit, schützt vor Angriffen und macht den Kopf frei
E-Mail ist 50 Jahre alt — und immer noch das wichtigste Kommunikationsmittel im Geschäftsleben. Gleichzeitig ist sie das größte Einfallstor für Cyberangriffe. Laut BSI und Branchenanalysen stieg E-Mail-Malware 2025 um 131 Prozent. 77 Prozent der CISOs bewerten KI-gestütztes Phishing als ernste Bedrohung.
Gefährliche E-Mail-Anhänge erkennen
Nicht jeder Anhang ist eine Bombe. Aber manche schon. Diese Dateitypen sollten bei Ihren Mitarbeitern alle Alarmglocken auslösen:
.exe, .bat, .scr, .com — Ausführbare Dateien. Nie öffnen, wenn unerwartet.
.js, .vbs, .wsf — Script-Dateien. Führen beim Öffnen Code aus.
.docm, .xlsm — Office mit Makros. Makros können Schadsoftware nachladen.
.zip, .rar — Komprimierte Dateien von unbekannten Absendern können alles enthalten.
.iso, .img — Disk-Images. Werden von Angreifern genutzt, um Antivirus zu umgehen.
Was tun bei verdächtigen Anhängen?
- Nicht öffnen. Klingt offensichtlich, wird aber täglich ignoriert.
- Absender prüfen. Kennen Sie den Absender? Erwarten Sie diese Mail? Im Zweifel: anrufen.
- IT informieren. Verdächtige E-Mails an die IT weiterleiten (oder per „Phishing melden”-Button in Outlook).
- Nicht weiterleiten. Nicht an Kollegen schicken mit „Guck mal, ist das echt?” — damit verbreiten Sie die Gefahr.
E-Mail-Sicherheit technisch aufsetzen
SPF, DKIM und DMARC: Die drei Buchstaben, die Sie kennen müssen
Diese drei DNS-Einstellungen verhindern E-Mail-Spoofing — also dass jemand E-Mails unter Ihrem Firmennamen verschickt:
| Standard | Was er tut | Aufwand |
|---|---|---|
| SPF | Definiert, welche Server E-Mails für Ihre Domain senden dürfen | DNS-Eintrag, 15 Minuten |
| DKIM | Signiert E-Mails kryptographisch, Empfänger kann Echtheit prüfen | DNS-Eintrag + Konfiguration, 30 Min |
| DMARC | Kombiniert SPF und DKIM, definiert was mit ungültigen Mails passiert | DNS-Eintrag, 15 Min |
Alle drei zusammen kosten nichts (außer der Einrichtungszeit) und schützen Ihre Domain massiv vor Missbrauch.
Exchange Online Protection konfigurieren
In jedem Microsoft-365-Paket enthalten:
- Spam-Filter (Standardeinstellungen oft zu lasch — verschärfen!)
- Malware-Filter (automatisch aktiv)
- Anti-Phishing-Richtlinien (Safe Links und Safe Attachments in M365 Business Premium)
Ob Sie 5 oder 500 Mitarbeiter haben — einem KI-gesteuerten Massenangriff ist das völlig egal. Die verschlüsseln Sie automatisiert, einfach weil sie können. Deshalb braucht heute jedes Unternehmen einen Grundschutz.
Das BSI-E-Mail-Sicherheitsjahr 2025
Das BSI hat 2025 gemeinsam mit eco und Bitkom das E-Mail-Sicherheitsjahr ausgerufen. Die Botschaft: E-Mail-Sicherheit ist kein Nischenthema — es betrifft jeden. Das BSI hat 26 E-Mail-Produkte analysiert und Sicherheitsempfehlungen veröffentlicht.
Kern-Empfehlungen des BSI:
- Verschlüsselung für sensible E-Mails (S/MIME oder PGP)
- Regelmäßige Schulungen für alle Mitarbeiter
- SPF, DKIM und DMARC als technische Grundlage
- Automatische Filterung gefährlicher Anhänge
Digitale Entschlackung: Weniger ist sicherer
Jede ungenutzte E-Mail-Adresse, jeder vergessene Newsletter, jedes alte Konto ist eine potenzielle Angriffsfläche. Digitale Hygiene hilft:
- Newsletter abbestellen. Alles, was Sie seit 3 Monaten nicht gelesen haben. Weniger E-Mails = weniger Angriffsfläche.
- Alte Konten löschen. Dienste, die Sie nicht mehr nutzen. Jedes Konto mit Ihrer Firmen-E-Mail ist ein Risiko bei einem Datenleck.
- Postfach aufräumen. 5-Ordner-Methode einführen, alte E-Mails archivieren, Regeln für automatisches Sortieren.
- Passwörter erneuern. Für alle E-Mail-Konten starke, einzigartige Passwörter und MFA aktivieren.
- Geteilte Postfächer prüfen. Wer hat Zugriff auf info@, bewerbung@, buchhaltung@? Nur wer es braucht.
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