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IT-Bestandsaufnahme 2026: IST-Aufnahme, SOLL-Konzept und Budget-Plan in 4 Wochen

Jens Hagel
Jens Hagel in IT-Dienstleistungen

Inhalt in Kürze

  • Eine IT-Bestandsaufnahme dauert in einem KMU mit 10 bis 30 Arbeitsplätzen drei bis vier Wochen und kostet zum Festpreis zwischen 2.500 und 4.500 Euro
  • Sie liefert drei harte Ergebnisse: vollständiges IT-Inventar, IST-Bericht mit Risiken, SOLL-Konzept mit Budget-Plan für die nächsten 12 bis 24 Monate
  • Methodisch lehnen wir uns an die BSI-Strukturanalyse an, kürzen sie aber für KMU pragmatisch ein
  • Für NIS-2-betroffene Unternehmen, Cyber-Versicherungen und beim Wechsel des IT-Dienstleisters ist eine aktuelle IT-Bestandsaufnahme heute Voraussetzung — keine Kür mehr

Die Frage, die wir in fast jedem Erstgespräch hören: “Wir wollen unsere IT mal richtig auf den Tisch legen — wo fangen wir an?” Die ehrliche Antwort: bei der IT-Bestandsaufnahme. Bevor irgendjemand über Cloud-Migration, neue Firewall oder Microsoft 365 redet, braucht es eine belastbare IST-Aufnahme. Sonst diskutieren Sie über Lösungen für Probleme, die Sie nicht kennen. Dieser Leitfaden zeigt, wie eine IT-Bestandsaufnahme 2026 strukturiert abläuft, was sie kostet und welches Ergebnis Sie erwarten dürfen.

Warum eine IT-Bestandsaufnahme 2026 zur Pflicht wird

Vor zehn Jahren war die IT-Bestandsaufnahme oft ein internes Projekt: Excel-Liste, Verantwortlicher in der IT, alle paar Jahre aktualisiert. Das reicht heute nicht mehr. Drei Entwicklungen machen die strukturierte Bestandsaufnahme 2026 unverzichtbar.

80 %
der Cyberangriffe treffen KMU (BSI-Lagebericht)
119/Tag
neue Schwachstellen in 2025 (+24 % YoY)
56 %
der KMU erfüllen die IT-Basis-Sicherheit

Erstens NIS-2. Die EU-Richtlinie verpflichtet betroffene Unternehmen ab 50 Mitarbeitern oder 10 Millionen Euro Jahresumsatz dazu, ihre IT-Risiken systematisch zu bewerten. Ohne aktuelles IT-Inventar gibt es keine belastbare Risikoanalyse — und ohne Risikoanalyse keine NIS-2-Compliance. Details und Schwellenwerte erklären wir in unserer NIS-2 Beratung Hamburg.

Zweitens Cyber-Versicherungen. Versicherer fordern seit 2024 dokumentierte Asset-Listen, MFA-Abdeckung, Backup-Konzepte und Patch-Management-Prozesse. Wer einen Antrag ohne aktuelle IT-Bestandsaufnahme abgibt, bekommt entweder keine Police oder zahlt 30 bis 60 Prozent Aufschlag. Im Schadensfall haftet die Geschäftsführung persönlich, wenn keine geordnete IT-Dokumentation vorliegt.

Drittens IT-Strategie. Eine systematische Bestandsaufnahme erfasst alle IT-Komponenten — Hardware, Software, Netzwerk, Standorte, Cloud-Dienste, Lizenzen — und ist damit die Grundlage für jede sinnvolle Investitionsentscheidung. Wer ohne IST-Aufnahme über Cloud-Migration oder Konsolidierung redet, plant ins Blaue.

Häufiger Fehler in der Praxis:

Viele KMU bestellen bei einem Wechsel des IT-Dienstleisters direkt eine "Übernahme" — der neue Dienstleister sichtet kurz die Systeme und legt los. Das geht in 80 Prozent der Fälle in den ersten sechs Monaten schief: Lizenzen, von denen niemand wusste, fallen aus dem Vertrag; Dokumentationen fehlen; alte Verträge laufen weiter. Die saubere Bestandsaufnahme vor dem Wechsel verhindert genau das.

IST-Aufnahme und SOLL-Konzept: zwei Dokumente, ein Plan

Begrifflich ist die IT-Bestandsaufnahme die Klammer um zwei Schritte. Die IST-Aufnahme dokumentiert den heutigen Zustand. Das SOLL-Konzept beschreibt den Zielzustand und den Weg dorthin. In der Praxis schreiben wir beides oft in einem Bericht — die Trennung in der Methodik bleibt aber wichtig, weil die Schritte unterschiedliche Logiken haben.

AspektIST-AufnahmeSOLL-Konzept
Zeitlicher BezugHeute12 bis 24 Monate
FrageWas ist?Was soll sein?
MethodeAnalyse, InventarisierungBewertung, Priorisierung
ErgebnisIT-Inventar + Risiko-ListeMaßnahmen- und Budget-Plan
Wer entscheidetAuditor (objektiv)Geschäftsführung
BeweiskraftDokumentation für ComplianceSteuerungsinstrument

Ein typisches Beispiel: In der IST-Aufnahme stellen wir fest, dass der zentrale Fileserver auf Windows Server 2016 läuft (Support-Ende war Januar 2027). Das ist ein Fakt. Im SOLL-Konzept steht dann die Empfehlung: Migration auf SharePoint Online im 3. Quartal 2026, Budget 8.000 bis 12.000 Euro inklusive Datenübernahme. Das ist eine Entscheidung — und die fällt die Geschäftsführung, nicht der Auditor.

Die fünf Phasen einer pragmatischen IT-Bestandsaufnahme

So läuft eine Bestandsaufnahme bei einem typischen Hamburger Mittelständler mit 25 Arbeitsplätzen ab. Wir haben das Vorgehen aus der BSI-Strukturanalyse abgeleitet und über 200 KMU-Projekte hinweg verschlankt — schwer genug, um belastbare Ergebnisse zu liefern; leicht genug, um in vier Wochen abgeschlossen zu sein.

  1. Erstgespräch und Scoping (60 bis 90 Minuten). Geschäftsführung, IT-verantwortliche Person und unser Consultant am Tisch. Wir klären den Anlass (Dienstleisterwechsel, NIS-2, Cyber-Versicherung, Modernisierung), die Detailtiefe und den Umfang. Wenn nur ein Teilbereich aufgenommen werden soll — etwa die Firewall-Infrastruktur vor einem Ersatz — fokussieren wir genau dort.
  2. Vor-Ort-Aufnahme durch den Techniker (2 bis 4 Tage). Wir kommen mit Vorlagen und Analyseprogrammen, katalogisieren das Netzwerk automatisiert und prüfen die Konfigurationen manuell. In dieser Phase sind wir minimal-invasiv — kein Eingriff ins Tagesgeschäft, keine Installation auf Produktivsystemen ohne Freigabe.
  3. Analyse und Aufbereitung im Office (1 bis 2 Wochen). Die Daten werden bei uns ausgewertet, intern besprochen, in eine ordentliche Form gebracht. Risiken werden bewertet (kritisch / hoch / mittel / niedrig), Verbesserungspotenziale identifiziert, Handlungsempfehlungen formuliert.
  4. Risiko-Assessment und SOLL-Konzept (3 bis 5 Tage). Aus den IST-Daten leiten wir das SOLL-Konzept ab. Welche Systeme sind End-of-Life? Wo bestehen Compliance-Lücken? Welche Maßnahmen schließen die größten Risiken mit dem kleinsten Aufwand? Ergebnis: Maßnahmen- und Budget-Plan für die nächsten 12 bis 24 Monate.
  5. Präsentation und Workshop (halber Tag). Wir setzen uns wieder mit Ihnen zusammen. Sie bekommen die schriftlich ausgearbeiteten Unterlagen, wir gehen sie gemeinsam durch und priorisieren die Maßnahmen. Anschließend ist klar, was sofort passiert, was im Quartal kommt und was im nächsten Geschäftsjahr.
IT-Bestandsaufnahme — Laptop mit Auswertung und Notizblock auf dem Schreibtisch
Die Auswertung der IST-Aufnahme: Aus Hardware-Listen, Lizenz-Tabellen und Konfigurationsdaten wird ein priorisierter Maßnahmenplan.

Was am Tag der Vor-Ort-Aufnahme genau passiert

Damit Sie nicht im Nebel stochern, hier ein realer Tagesablauf bei einer Aufnahme in einem Architekturbüro mit 18 Arbeitsplätzen:

08:30 Uhr — Begrüßung, Kurzbesprechung mit der IT-verantwortlichen Person, Zugangsdaten für die Server-Umgebung und die Firewall werden bereitgestellt.

09:00 bis 12:00 Uhr — Automatischer Netzwerkscan mit unserem Aufnahme-Tool. Erfasst werden alle Geräte im Netz: Server, Clients, Drucker, Switches, Firewall, VoIP-Geräte. Parallel: Auslesen der Active-Directory-Struktur, Erfassung der Benutzer und Gruppen, Dokumentation der Berechtigungen.

12:30 bis 14:00 Uhr — Mittagspause, Interview mit der Geschäftsführung (45 Minuten): Was läuft gut? Was nervt? Welche Branchensoftware ist geschäftskritisch? Welche Compliance-Vorgaben gelten?

14:00 bis 17:00 Uhr — Konfigurations-Review der Kernsysteme. Microsoft 365 (MFA-Abdeckung, Admin-Rollen, Conditional Access), Firewall-Regeln, Backup-Konfiguration, USV-Status, Patchstand der Server, Virenschutz auf allen Endgeräten.

17:00 Uhr — Kurzes Abschlussgespräch mit der IT-verantwortlichen Person. Erste Auffälligkeiten (z. B. fehlende MFA für drei Admin-Accounts, ungesicherte RDP-Freigabe) werden direkt benannt — ohne Wertung, als Sachstand.

Das alles in einem Tag. Bei größeren Umgebungen oder mehreren Standorten verteilt sich das auf zwei bis vier Tage.

Die zehn Bereiche einer vollständigen IT-Bestandsaufnahme

Eine belastbare Bestandsaufnahme deckt zehn Themenfelder ab. Wir arbeiten mit Vorlagen, die wir in über 200 Projekten verfeinert haben — keine Excel-Bastelei, sondern strukturierte Aufnahmen, die später in jedem Audit standhalten.

Nr.BereichWas wir erfassen
1HardwareServer, Clients, Notebooks, Drucker, Kopierer, Switches, Firewall, USV-Systeme, Telefonanlage
2Software & LizenzenInstallierte Programme, Lizenz-Status, Wartungsverträge, Subscription-Laufzeiten
3Cloud & Microsoft 365Tenant-Status, MFA-Abdeckung, Conditional Access, Lizenz-Verteilung, SharePoint/Teams-Struktur
4Identitäten & BerechtigungenActive Directory, Entra ID, Gruppen, Admin-Accounts, Service-Accounts, ehemalige Mitarbeiter
5NetzwerkLAN, WLAN, VLAN-Struktur, IP-Plan, Internet-Anbindungen, VPN, Standortvernetzung
6Backup & Disaster RecoveryBackup-System, Aufbewahrungsfristen, Recovery-Tests, Offsite-Kopien, Recovery-Time-Ziele
7SicherheitFirewall-Regeln, Endpoint-Protection, Patch-Management, Schwachstellenstand, IT-Notfallplan
8E-Mail & KommunikationMailserver/Microsoft 365, Smarthosts, Spam-Schutz, Verschlüsselung, Signatur-Management
9Prozesse & DokumentationIT-Dokumentation, Onboarding/Offboarding, Change-Management, Wiederanlauf-Plan
10Verträge & LieferantenBestehende Verträge mit IT-Dienstleistern, SLAs, Hardware-Wartungsverträge, Cloud-Provider

Aus diesen zehn Bereichen ergibt sich am Ende ein IT-Inventar, das wir in zwei Formaten ausliefern: eine technische Excel-Liste mit allen Geräten, Versionen und IP-Adressen sowie ein Management-Bericht mit den wichtigsten Erkenntnissen, Risiken und Empfehlungen.

Jens Hagel, Geschäftsführer hagel IT-Services GmbH Hamburg

"Die meisten Geschäftsführer unterschätzen, wie wichtig die saubere Trennung von IST und SOLL ist. Wer beides vermischt, redet über Wünsche statt über Fakten. Wir liefern erst die ungefilterte Realität — dann diskutieren wir Lösungen."

— Jens Hagel, Geschäftsführer hagel IT-Services GmbH Hamburg

Praxisbeispiel: hagel-IT-Cyber-Risikoanalyse als Einstieg

Für Unternehmen, die noch keine IT-Bestandsaufnahme gemacht haben, ist die Hürde oft psychologisch: “Wir wissen ja nicht mal, wo wir anfangen sollen.” Genau dafür haben wir die hagel-IT-Cyber-Risikoanalyse als kompakten Einstieg entwickelt — eine fokussierte Variante der Bestandsaufnahme, die in einer Woche ein klares Risikobild liefert.

  1. Tag 1: Online-Workshop (90 Minuten). Wir gehen mit der Geschäftsführung und der IT-verantwortlichen Person eine 60-Punkte-Checkliste durch — Hardware, Cloud, Sicherheit, Backup, Prozesse, Compliance. Selbstauskunft, ohne Druck, ohne Bewertung.
  2. Tag 2 bis 3: Technische Stichproben. Wir prüfen die wichtigsten Konfigurationen aus der Ferne: Microsoft-365-MFA-Abdeckung, Firewall-Grundkonfiguration, Backup-Status, Patch-Stand der Server. Kein vollständiges Audit, aber genug, um die Selbstauskunft zu validieren.
  3. Tag 4 bis 5: Risiko-Bewertung und Bericht. Wir clustern die Befunde nach Risiko-Stufe (kritisch / hoch / mittel / niedrig), schätzen die Umsetzungskosten und priorisieren nach dem Verhältnis Risikoreduktion/Aufwand.
  4. Tag 7: Präsentation und Entscheidung. Im Workshop mit der Geschäftsführung gehen wir die Top-10-Risiken durch und entscheiden gemeinsam: Sofort umsetzen, im Quartal angehen, im nächsten Geschäftsjahr planen — oder bewusst akzeptieren.

Die Cyber-Risikoanalyse ist kein Ersatz für die vollständige IT-Bestandsaufnahme, sondern der Einstieg. Viele Kunden buchen sie zuerst, weil sie schnell Klarheit schafft, ob die größeren Investitionen in eine vollständige Aufnahme überhaupt nötig sind. Eine ausführliche Fallstudie zur Risikoanalyse finden Sie in unserer Cyber-Risiko-Analyse Mittelstand.

Tipp: Wann welche Variante?

Wenn Sie unter NIS-2 fallen, vor einem Dienstleisterwechsel stehen oder eine Cyber-Versicherung abschließen wollen: vollständige Bestandsaufnahme. Wenn Sie nur eine Standortbestimmung brauchen, ohne sofort zu entscheiden: Cyber-Risikoanalyse als Einstieg, danach bei Bedarf vollständige Aufnahme.

Kosten-Realismus: Was eine IT-Bestandsaufnahme wirklich kostet

Wir arbeiten ausschließlich zum Festpreis — keine Tagessätze, keine Überraschungen. Das geht, weil wir die Methode standardisiert haben und nach 200 Projekten ziemlich genau wissen, wie lange welches Format dauert.

2.500–4.500 €
Bestandsaufnahme bei 10 bis 30 Arbeitsplätzen
4.500–8.000 €
Bestandsaufnahme bei 30 bis 100 Arbeitsplätzen
1.500 €
Cyber-Risikoanalyse als Einstieg (1 Woche)

Im Festpreis enthalten sind: Erstgespräch, Vor-Ort-Aufnahme, Analyse, schriftlicher Bericht (IST + SOLL), Präsentations-Workshop. Reise- und Hotelkosten außerhalb des Hamburger Großraums berechnen wir nach Aufwand. Branchen-Spezifika (z. B. Erfassung von OT-Geräten in der Produktion oder Branchensoftware in einer Arztpraxis) erweitern den Scope und damit den Preis.

Was Sie nicht zahlen: für das Erstgespräch (15 bis 30 Minuten online), für die Festpreis-Kalkulation, für die Risikoeinschätzung “lohnt sich das überhaupt?”. Wenn die Bestandsaufnahme bei Ihrem Unternehmen wenig Sinn macht, sagen wir es Ihnen. Erfahrungen unserer Kunden mit dem Vorgehen lesen Sie in unserer Fallstudie zum 1-Stunden-IT-Audit.

Wenn Sie selbst die Größenordnung Ihres IT-Budgets durchrechnen wollen, hilft Ihnen unser IT-Kosten-Kalkulator als erste Orientierung. Für Themen, die in der Bestandsaufnahme regelmäßig auf den Tisch kommen, lesen Sie auch unsere Hinweise zu IT-Kosten optimieren im Mittelstand und IT-Kosten senken in Hamburg.

Was Sie als Geschäftsführung vorbereiten sollten

Damit die Bestandsaufnahme reibungslos läuft und der Festpreis hält, helfen drei Vorbereitungen. Sie nehmen zusammen ungefähr eine Stunde Ihrer Zeit in Anspruch — sparen aber leicht einen halben Beratertag.

  • Vertragsordner zusammenstellen. Alle aktuellen Verträge mit IT-Dienstleistern, Cloud-Providern, Software-Anbietern, Internet-Anbietern und Hardware-Wartungspartnern. Kopien reichen.
  • Zugänge vorbereiten. Admin-Zugänge zu Microsoft 365, Active Directory, Firewall, Backup-System, Hypervisor (Hyper-V/VMware). Idealerweise als Lese-Zugang oder über einen separaten Audit-Account, der nach der Aufnahme wieder deaktiviert wird.
  • Schmerzpunkte sammeln. Notieren Sie vor dem Erstgespräch fünf bis zehn Punkte, die in der IT regelmäßig nerven oder unklar sind: Druckerprobleme, langsame Systeme, ständige Passwort-Resets, ungeklärte Lizenz-Situation, fehlende Dokumentation. Diese Liste lenkt die Aufnahme auf das, was Ihnen wirklich wichtig ist.

Häufige Fehler bei der IT-Bestandsaufnahme — und wie wir sie vermeiden

Aus über 200 Projekten haben wir die typischen Stolpersteine gesammelt. Wenn Sie eine Aufnahme intern oder mit einem anderen Dienstleister machen lassen, prüfen Sie diese Punkte gezielt:

FehlerAuswirkungWas wir anders machen
Keine klare Trennung IST/SOLLDiskussion über Wünsche statt FaktenZwei separate Dokumente, klare Reihenfolge
Reine Excel-Liste ohne BewertungDaten ohne Interpretation, niemand handeltRisiko-Bewertung pro Item, Priorisierung
Schatten-IT übersehenCloud-Dienste, die niemand kennt, gefährden ComplianceMitarbeiter-Interviews + Network-Discovery
Lizenzen unvollständigCompliance-Risiko bei Audits, Rechnungs-ÜberraschungenZentrale Lizenz-Datenbank-Abfrage + Stichprobe
Backup nicht getestetIm Schadensfall stellt sich heraus: Restore klappt nichtTest-Restore von Stichproben in der Aufnahme
Keine Dokumentations-ÜbergabeBestandsaufnahme verstaubt im SchrankAktive Übergabe als lebendes Dokument

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Die Bestandsaufnahme als Grundlage für gezielte IT-Entscheidungen

Eine IT-Bestandsaufnahme ist kein Selbstzweck. Sie ist der Hebel, mit dem Sie als Geschäftsführung die IT vom Bauchgefühl auf Fakten umstellen. Drei Beispiele aus dem letzten Jahr:

Hamburger Steuerberatungs-Kanzlei (12 Mitarbeiter). Die Bestandsaufnahme deckte auf, dass ein Server-Backup seit 14 Monaten nicht mehr funktionierte — niemand hatte die Fehlerprotokolle gelesen. Restore-Test im SOLL-Konzept zeigte, dass die wichtigsten Mandantendaten nicht wiederherstellbar waren. Sofort-Maßnahme: neues Backup-Konzept binnen zwei Wochen, Mehrkosten 4.200 Euro pro Jahr — gegen ein potenzielles Existenzrisiko.

Architekturbüro in Hamburg (24 Mitarbeiter). Die Aufnahme zeigte 18 unterschiedliche CAD-Lizenzen ohne klare Zuordnung, sechs davon doppelt bezahlt. Zugleich fehlten drei Lizenzen für aktive Nutzer — Compliance-Risiko bei der nächsten Hersteller-Prüfung. SOLL-Konzept: Lizenz-Konsolidierung, Einsparung 8.400 Euro pro Jahr, Risiko gleichzeitig adressiert.

Logistik-Unternehmen mit zwei Standorten (40 Mitarbeiter). Bestandsaufnahme dokumentierte, dass die Standortvernetzung über einen ungesicherten Site-to-Site-VPN-Tunnel mit veralteter Verschlüsselung lief. NIS-2 hätte das im Audit kassiert. Im SOLL-Konzept: Migration auf SD-WAN mit moderner Verschlüsselung, Budget 6.500 Euro Einmalkosten plus 280 Euro pro Monat — passender Zeitpunkt: vor dem nächsten ISP-Vertragsende in fünf Monaten.

Drei Branchen, drei Größen, drei unterschiedliche Risiken. Gemeinsam ist: Ohne strukturierte Bestandsaufnahme wäre keiner dieser Punkte rechtzeitig sichtbar geworden. Wer seine IT auf eine belastbare Grundlage stellen will, fängt bei der Aufnahme an. Was danach kommt — Managed IT Services, NIS-2-Compliance oder eine Cybersecurity-Optimierung — entscheiden Sie auf Basis der Fakten, nicht aus dem Bauch heraus.

Direkt in den Kalender oder erst rechnen?

Wenn Ihnen klar ist, dass eine IT-Bestandsaufnahme ansteht, buchen Sie das 15-minütige Erstgespräch. Wir besprechen Anlass, Umfang und Zeitrahmen, Sie bekommen innerhalb von zwei Werktagen ein Festpreis-Angebot. Wenn Sie zuerst die Größenordnung des IT-Budgets oder den Aufwand einer vollständigen Bestandsaufnahme abschätzen wollen, hilft Ihnen unser IT-Kosten-Kalkulator. Falls die Frage NIS-2-Betroffenheit im Raum steht, prüfen Sie zuerst mit dem NIS-2-Betroffenheits-Check, ob Ihr Unternehmen unter die Richtlinie fällt — das verändert Umfang und Dringlichkeit der Aufnahme deutlich.

Eine IT-Bestandsaufnahme ist keine Pflichtübung, sondern Ihre Versicherung gegen vermeidbare Überraschungen. Wer in den nächsten 12 Monaten Investitionsentscheidungen trifft, einen Dienstleister wechselt oder eine Cyber-Versicherung verlängert, sollte die Bestandsaufnahme vorne in der Reihenfolge haben — nicht hinten.

Jens Hagel
Gründer & Geschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Seit 2004 begleite ich Hamburger Unternehmen bei der IT-Modernisierung. Microsoft Solutions Partner, WatchGuard Gold Partner, ausgezeichnet als Deutschlands bester IT-Dienstleister 2026 (Brand eins/Statista). Wenn Sie IT-Fragen haben, bin ich direkt erreichbar.

Thorsten Eckel

«Mit Hagel IT haben wir einen erfahrenen Partner, auf den wir uns jederzeit zu 100 % verlassen können.»

Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
Deutschlands beste IT-Dienstleister 2026 — brand eins / Statista
Bester IT-Dienstleister
2026 — brand eins / Statista
Fallstudie · Gesundheit
Vom IT-Chaos zur sicheren Praxis: Einblicke in unsere Infrastruktur-Analyse (ISA) am Beispiel einer Therapiepraxis
Ausgezeichnete Bewertung
Basierend auf 46 Bewertungen

„Wir arbeiten seit einiger Zeit mit hagel IT zusammen und sind absolut zufrieden. Das Team ist kompetent, freundlich und immer schnell zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Besonders schätzen wir die individuelle Beratung, den zuverlässigen Support und die modernen IT-Lösungen, die perfekt auf unsere Bedürfnisse abgestimmt sind. Ein rundum professioneller Partner, den wir uneingeschränkt weiterempfehlen können!"

Robin Koppelmann
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Häufig gestellte Fragen

Die IT-Bestandsaufnahme ist die strukturierte Erfassung aller IT-Komponenten eines Unternehmens — Hardware, Software, Lizenzen, Cloud-Dienste, Netzwerk, Benutzer, Sicherheitseinstellungen und Prozesse. Sie ist die Grundlage für jede belastbare IT-Entscheidung: vom Wechsel des Dienstleisters über Budget-Planung und Compliance-Nachweis (DSGVO, NIS-2) bis zur Cyber-Versicherung. Ohne IST-Aufnahme keine sinnvolle SOLL-Planung. In der Praxis dauert eine pragmatische IT-Bestandsaufnahme bei einem 30-Mitarbeiter-Unternehmen drei bis vier Wochen.

Die Spanne liegt zwischen 2.500 und 8.000 Euro, abhängig von Mitarbeiterzahl, Standorten und Detailtiefe. Eine kompakte Bestandsaufnahme für ein Unternehmen mit 10 bis 30 Arbeitsplätzen liegt typischerweise bei 2.500 bis 4.500 Euro Festpreis. Bei 30 bis 100 Mitarbeitern oder mehreren Standorten zwischen 4.500 und 8.000 Euro. Wir arbeiten ausschliesslich zum Festpreis — Sie wissen vorher, was es kostet. Das kostenlose Erstgespräch und die Risikoeinschätzung sind im Preis nicht enthalten und unverbindlich.

Vom Erstgespräch bis zur fertigen Präsentation rechnen wir drei bis vier Wochen. Die aktive Aufnahme vor Ort dauert in der Regel zwei bis vier Tage, die Analyse und Aufbereitung weitere ein bis zwei Wochen, der Workshop mit Geschäftsführung und IT-Verantwortlichen einen halben Tag. Ihre Mitarbeiter sind dabei zwischen drei und sechs Stunden gebunden — vor allem für Interviews und Zugangsfreigaben.

Die IST-Aufnahme dokumentiert den heutigen Zustand: Welche Systeme sind im Einsatz, wie sind sie konfiguriert, welche Risiken bestehen, welche Lizenzen laufen, wie stabil läuft der Betrieb. Das SOLL-Konzept beschreibt den Zielzustand in 12 bis 24 Monaten — also welche Systeme abgelöst, modernisiert oder ergänzt werden, welche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden müssen und welche Prozesse standardisiert gehören. Beide Dokumente zusammen ergeben einen konkreten Maßnahmen- und Budget-Plan.

Eine vollständige Bestandsaufnahme deckt zehn Bereiche ab: 1. Hardware (Server, Clients, Drucker, Netzwerktechnik, USV), 2. Software & Lizenzen, 3. Cloud-Dienste & Microsoft 365, 4. Benutzer, Gruppen und Berechtigungen (Active Directory, Entra ID), 5. Netzwerk-Topologie, 6. Backup & Disaster Recovery, 7. Firewall & Endpoint-Security, 8. E-Mail & Kommunikation, 9. IT-Prozesse & Dokumentation, 10. bestehende Verträge mit Lieferanten und Dienstleistern. In der Praxis kommen je nach Branche Spezialthemen wie Branchensoftware, OT-Geräte oder Compliance-Vorgaben hinzu.

Für belastbare Ergebnisse ja. Interne Mitarbeiter haben blinde Flecken — sie kennen ihre Systeme zu gut und übersehen historisch gewachsene Risiken. Ein externer Auditor sieht in einer Stunde, was intern in einem Jahr unbemerkt bleibt. Außerdem ist die externe Bestandsaufnahme für Compliance-Nachweise (NIS-2, ISO 27001, Cyber-Versicherung) nötig, weil Selbstauskünfte hier keine Beweiskraft haben. Für eine erste Selbsteinschätzung reicht eine strukturierte Checkliste — für Entscheidungen mit Tragweite braucht es eine externe Bewertung.

Der BSI-IT-Grundschutz fordert in der Strukturanalyse genau das, was eine IT-Bestandsaufnahme leistet: die vollständige Erfassung aller relevanten Objekte, Anwendungen und IT-Systeme. Für NIS-2-betroffene Unternehmen ist eine dokumentierte IT-Bestandsaufnahme Voraussetzung, um die Pflichten zum Asset-Management und zur Risikobewertung zu erfüllen. Wer 2026 noch ohne aktuelles IT-Inventar arbeitet, kommt bei NIS-2-Audits, Cyber-Versicherungen und im Schadensfall in Erklärungsnot.

Sie erhalten drei Dokumente: ein vollständiges IT-Inventar (technische Bestandsliste), den IST-Bericht mit identifizierten Risiken und Verbesserungspotenzialen sowie das SOLL-Konzept mit priorisiertem Maßnahmen- und Budget-Plan. Im Abschluss-Workshop gehen wir die Ergebnisse mit der Geschäftsführung durch und entscheiden gemeinsam, welche Maßnahmen sofort, welche im Quartal und welche im nächsten Geschäftsjahr umgesetzt werden. Die Bestandsaufnahme ist der Anfang eines strukturierten IT-Managements, nicht das Ende.