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Welches ist der sicherste Web-Browser? Vergleich 2026 für Unternehmen

Jens Hagel
Jens Hagel in IT-Sicherheit

Ein falsch konfigurierter Web-Browser ist für Hacker heute das, was eine offene Hintertür für Einbrecher ist. Über 90 % aller erfolgreichen Cyberangriffe laufen laut Microsoft Digital Defense Report 2024 über Web, E-Mail oder den Endpoint — und der Browser spielt dabei fast immer eine Rolle. Wer als Geschäftsführer heute noch denkt, es reiche irgendein Browser mit aktiviertem Popup-Blocker, riskiert Produktionsausfälle, DSGVO-Bußgelder und im schlimmsten Fall einen Ransomware-Angriff. In diesem Beitrag zeigen wir, welcher Web-Browser 2026 wirklich sicher genug für den Unternehmenseinsatz ist — und wie Sie Browser-Sicherheit im KMU so umsetzen, dass sie funktioniert.

Inhalt in Kürze:
  • Pragmatisch sicherster Browser für die meisten KMU: Microsoft Edge ("Edge for Business") — dank Intune-Management, Defender-Integration und Zero-Trust-Anbindung.
  • Datenschutz-Fokus: Firefox ESR — zentrale Verwaltung ohne US-Hyperscaler-Datenfluss, ideal für Kanzleien und Praxen.
  • Technisch gleichauf, aber höherer Aufwand: Google Chrome — Top-Sicherheit, aber Datenerhebung und Management-Overhead schlagen negativ zu Buche.
  • Spezialfälle: Brave (Privacy-Layer), Safari (Apple-only), Tor (Anonymität) — nur für klar definierte Szenarien.
  • Entscheidend ist die Konfiguration, nicht die Marke: MFA, Updates, Sandboxing, Extensions-Whitelist und DNS-Filter sind wichtiger als der Browser-Name.

Welcher Browser ist 2026 am sichersten?

Der sicherste Browser für den Unternehmenseinsatz 2026 ist Microsoft Edge in der Konfiguration “Edge for Business”, zentral verwaltet über Microsoft Intune und abgesichert durch Microsoft Defender for Endpoint. Für Unternehmen, die bewusst keine Daten an US-Hyperscaler senden wollen, ist Mozilla Firefox ESR mit zentraler Policy-Verwaltung die stärkste datenschutzfreundliche Alternative.

Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind aus IT-Sicherheitssicht für Unternehmen vor allem vier Kriterien entscheidend: zeitnahe Sicherheitsupdates, Sandbox-Technik, die Möglichkeit zentraler Administration und transparente Verarbeitung von Telemetrie- und Nutzerdaten. Genau an diesen Kriterien scheitert jeder “private” Browser-Favorit spätestens im Unternehmenskontext.

Browser-Vergleich 2026: Chrome, Edge, Firefox, Brave, Safari, Tor

Wir arbeiten seit 18 Jahren als IT-Service Hamburg und sehen bei Neukunden jede Woche, welcher Browser im Einsatz ist und wie er konfiguriert ist. Die Unterschiede zwischen den Browsern werden oft überschätzt — die Unterschiede in der Verwaltbarkeit werden dagegen massiv unterschätzt. Die folgende Tabelle ist kein Marketing-Datenblatt, sondern unsere Praxiseinschätzung aus realen KMU-Projekten.

KriteriumEdge for BusinessGoogle ChromeFirefox ESRBraveSafariTor
Sandbox / Site IsolationJa (V8-basiert)Ja (V8, Vorreiter)Ja (Project Fission)Ja (Chromium)Ja (WebContent)Ja (Tor-Netz)
Update-Frequenz4 Wochen + Security-Patches4 Wochen + Security-Patches4 Wochen + ESR (42 Wo.)~4 Wochen (Chromium)macOS/iOS-Updates~6 Wochen
Zentrale Verwaltung (Intune/GPO)ExzellentGut (aufwendig)Gut (Policies)EingeschränktNur MDMNein
Passwort-/Identity-ManagementEntra ID / DLPGoogle-KontoFirefox-KontoBrave-WalletiCloud KeychainKeines
Datenschutz (DACH-Fokus)Gut (Tenant)Kritisch (Google)Sehr gutSehr gutGut (Apple)Sehr gut
Enterprise-FeaturesApplication Guard, Super Duper Secure Mode, SmartScreenSafe Browsing, Safety Check, Enterprise ConnectorsDLP-APIs, Total Cookie ProtectionTor-Tabs, ShieldsIntelligent Tracking PreventionOnion-Routing, NoScript
Phishing-SchutzSmartScreen (sehr gut)Google Safe Browsing (sehr gut)Google Safe BrowsingGoogle Safe BrowsingApple Fraud DetectionEingeschränkt
Eignung für KMU als StandardTop-EmpfehlungSekundärTop-Empfehlung (Privacy)NeinNur Apple-FlottenNein (Spezialfall)

Die Quintessenz: Wenn Sie Microsoft 365 nutzen — und das tun über 85 % unserer Kunden — ist Edge for Business die pragmatisch sicherste und wirtschaftlichste Wahl. Firefox ESR ist der beste “zweite Browser” für Nutzer mit Datenschutz-Anforderungen. Alles andere ist Spezialfall.

Geschäftsführer arbeitet im Homeoffice sicher im Browser — Browser-Sicherheit für KMU
Browser-Sicherheit beginnt nicht im Browser, sondern beim konfigurierten Arbeitsplatz.

Browser-Sicherheit: Was macht einen Browser sicher?

Die Frage “Welcher Browser ist sicher?” ist eigentlich die falsche Frage. Die richtige Frage lautet: Welche Sicherheitsarchitektur steht hinter dem Browser — und wie wird sie bei Ihnen im Unternehmen konfiguriert? Ein Browser kann noch so moderne Sandbox-Technik mitbringen — wenn Updates Monate hinterherhinken oder Nutzer beliebige Erweiterungen installieren dürfen, ist das Schutzniveau gleich null.

Aus unserer Arbeit mit Managed IT Services für KMU in Hamburg wissen wir: Ein sicherer Browser steht auf fünf Säulen — technisch, konfigurativ und organisatorisch.

  1. Sandbox & Site Isolation: Jeder Tab, jede Website läuft in einem isolierten Prozess mit minimalen Systemrechten. Ein erfolgreicher Exploit bleibt im Tab — nicht auf dem Arbeitsplatz.
  2. Zeitnahe Sicherheitsupdates: Kritische Zero-Days werden innerhalb von 24–72 Stunden geschlossen. Das funktioniert nur, wenn Updates erzwungen werden — nicht dem Nutzer überlassen.
  3. Anti-Phishing & Reputation-Filter: SmartScreen, Google Safe Browsing oder Apple Fraud Detection blockieren bekannte Phishing- und Malware-Seiten in Echtzeit.
  4. Extensions-Governance: Nur eine kuratierte Allow-List geprüfter Erweiterungen. Bösartige Extensions sind einer der unterschätztesten Angriffsvektoren der letzten drei Jahre.
  5. Zentrale Verwaltung & Monitoring: Policies per Intune / GPO, Telemetrie an Microsoft Defender oder ein SIEM, kein "stille Ausnahme"-Arbeitsplatz ohne Kontrolle.

Wir haben für KMU-Geschäftsführer in Hamburg eine Cybersicherheits-Checkliste mit 20 konkreten Punkten erstellt — Browser-Hygiene, MFA, Backup, Patch-Management und mehr. Kostenlos herunterladen, direkt auf Ihren Betrieb anwenden:

„Ob Sie 5 oder 500 Mitarbeiter haben — einem KI-gesteuerten Massenangriff ist das völlig egal. Die verschlüsseln Sie automatisiert, einfach weil sie können. Deshalb braucht heute jedes Unternehmen einen Grundschutz — und der fängt beim Browser an."

Jens Hagel, Geschäftsführer hagel IT-Services GmbH Jens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Edge for Business — was ihn für KMU auszeichnet

Microsoft Edge hat in den letzten drei Jahren einen Wandel durchgemacht, den die meisten Geschäftsführer noch nicht auf dem Schirm haben. Aus dem verhassten Nachfolger des Internet Explorers ist ein Chromium-basierter Browser geworden, der speziell für Unternehmen optimiert wurde — und in Microsoft-365-Umgebungen konkurrenzlos tief integriert ist.

Mit Edge for Business (automatisch aktiviert bei Anmeldung mit Microsoft-365-Konto) läuft der Arbeits-Browser in einem separaten Profil, das strikt vom privaten Browsing getrennt ist. Alle Lesezeichen, Passwörter und Tabs aus dem Arbeitsprofil bleiben im Unternehmen — zentral steuerbar, DLP-fähig, Intune-managed.

Die Sicherheits-Features auf einen Blick

  • Microsoft Defender SmartScreen. Blockiert Phishing- und Malware-Seiten mit einer der umfassendsten Reputation-Datenbanken weltweit — gespeist aus 8,5 Billionen Signalen täglich (Microsoft Digital Defense Report 2024).
  • Application Guard. Öffnet nicht vertrauenswürdige Websites in einer Hardware-isolierten Hyper-V-Umgebung — selbst ein Zero-Day im Browser kann das Host-System nicht erreichen.
  • Super Duper Secure Mode. Deaktiviert JIT-Compilation im V8-Renderer — Performance-Einbuße ~5 %, aber bis zu 45 % weniger aktive Angriffsfläche.
  • Password Monitor. Vergleicht gespeicherte Passwörter mit Breach-Datenbanken (Have I Been Pwned) und warnt bei Leaks.
  • Enterprise Site List. Alte Legacy-Anwendungen können im isolierten "IE-Mode" laufen — ohne Sicherheitskompromisse für den Rest.
  • Zero Trust-Integration. Zugriff auf SharePoint, OneDrive, Teams nur mit Conditional-Access-konformem Device — kein "Copy & Paste in die Cloud vom Privat-Laptop".
Wichtig für NIS2-Betroffene:

Wer unter die NIS-2-Richtlinie fällt, muss nachweisen, dass Endpoints sicher konfiguriert sind — inklusive Browser. Edge for Business mit Intune-Baseline liefert diese Konfiguration out-of-the-box und ist prüfungssicher dokumentierbar. Mehr dazu in unserer NIS2- und Compliance-Beratung.

Browser-Management im Unternehmen: Intune, GPO & Extensions-Whitelist

Der beste Browser nützt nichts, wenn er auf dem Arbeitsplatz “gesund gewachsen” ist — sprich: jeder Nutzer hat andere Einstellungen, andere Extensions, andere Lesezeichen. Genau hier trennen wir in unseren IT-Service-Projekten in Hamburg die sicheren Unternehmen von den unsicheren. Standardisierung ist Sicherheit.

IT-Team plant Browser-Management und Extensions-Whitelist im Unternehmen
Zentrales Browser-Management in Intune — Einmal definieren, überall durchsetzen.

Die drei Management-Ebenen

  1. Device-Ebene — Intune / Endpoint Manager. Betriebssystem, Browser-Installation, BitLocker, Defender-Policies. Ohne Device-Compliance kein Zugriff auf Unternehmensressourcen.
  2. Browser-Policy-Ebene — ADMX / Intune Settings Catalog. Updates erzwingen, Passwort-Speicherung deaktivieren, Tracking-Prevention auf “Strict”, Downloads-Scan, IE-Mode-Liste pflegen.
  3. Content-Ebene — DNS-Filter & Web-Gateway. Blocklist für Malware/Phishing-Domains (Microsoft Defender, Cisco Umbrella, NextDNS). Greift bevor der Browser die Seite öffnet.

Extensions: Der vergessene Angriffsvektor

Bösartige Chrome- und Edge-Extensions sind seit 2022 einer der am schnellsten wachsenden Angriffsvektoren. Laut einer Stanford/CISPA-Studie wurden 2023 über 280 Millionen Chrome-Nutzer mit Malware-Extensions konfrontiert. Das Problem: Extensions haben im Browser weitreichende Rechte — sie lesen Passwörter, Session-Cookies und Formularinhalte mit.

Unsere Empfehlung für KMU:

  • Allow-Listing statt Deny-Listing. Nur eine kuratierte Liste geprüfter Extensions wird zugelassen. Alles andere wird blockiert.
  • Prüfpunkte pro Extension: Anzahl Nutzer (>10.000), aktiver Maintainer, Source-Code offen, nachvollziehbarer Geschäftsmodell, keine Rechte auf "alle Websites" ohne triftigen Grund.
  • Pflichtliste für Business: Password-Manager (1Password Business, Bitwarden Enterprise), MFA-Authenticator (wenn Browser-basiert), DLP-Agent — fertig. Mehr ist meist nicht nötig.

Ich habe neun IT-Häuser angeschrieben. Nur drei haben ein Angebot geschickt, das ich als Nicht-ITler verstanden habe. hagel IT war eins davon — und hat mir in 30 Minuten erklärt, warum unser Browser-Wildwuchs ein Problem ist.

Andreas Weber · Finanzleitung, Bauunternehmen, 150 Mitarbeiter

Häufige Fehler bei Browser-Nutzung im KMU

Wenn wir zu einem Neukunden kommen und uns die bestehende Browser-Landschaft anschauen, wiederholen sich die Fehler erstaunlich genau. Meistens sind es nicht einzelne technische Lücken, sondern eine Summe organisatorischer Versäumnisse, die zusammen das Einfallstor öffnen.

90 %
Angriffe über Web/E-Mail
72 h
Zero-Day-Patch-Fenster
280 Mio.
Nutzer mit Mal-Extensions (2023)
99 %
Angriffsabwehr durch MFA

Die 7 häufigsten Browser-Fehler in KMU

  1. Browser-Wildwuchs. Jeder Mitarbeiter nutzt, was er privat kennt. Chrome, Firefox, Edge, Opera — gemischt, ungemanagt, ungepatcht. Keine zentrale Policy möglich.
  2. Updates deaktiviert oder verzögert. „Das stört mich beim Arbeiten" — bis der Zero-Day-Exploit zuschlägt.
  3. Passwort-Speicherung im Browser. Ohne Master-Passwort, ohne Verschlüsselung, ohne MFA. Bei Malware-Befall sind sofort alle Passwörter exfiltriert.
  4. Unkontrollierte Extensions. 10–20 Erweiterungen pro Nutzer, niemand weiß, welche Rechte sie haben. Klassisches Supply-Chain-Risiko.
  5. Private und geschäftliche Profile vermischt. Gleicher Browser, gleiches Profil, gleiches Google-Konto. DSGVO-Unfall in der Entstehung.
  6. Kein Web-Filter. Der Browser allein entscheidet, ob eine Seite geöffnet wird. Ein DNS-Filter würde bekannte Malware-Domains bereits blocken.
  7. Kein Incident-Response bei Browser-Kompromittierung. Wenn ein Nutzer auf einen Phishing-Link klickt: Wer wird informiert? Was wird gesperrt? Keine Antwort = Chaos im Ernstfall.

Checkliste: Browser-Hygiene im KMU

Die folgende Checkliste ist die Kurzversion dessen, was wir in jeder Cyber-Risikoanalyse als Browser-Block prüfen. Wer hier 80 % erfüllt, hat ein solides Grundniveau. Wer unter 50 % liegt, sollte spätestens jetzt handeln.

  • Standard-Browser definiert. Edge for Business oder Firefox ESR als Pflicht — andere Browser nur mit Ausnahmegenehmigung.
  • Automatische Updates erzwungen. Per Intune oder GPO — kein Nutzer-Override möglich.
  • Extensions-Allow-List aktiv. Nur geprüfte Erweiterungen, zentrale Freigabe durch IT.
  • MFA für alle Browser-basierten Konten. Microsoft 365, Google Workspace, alle SaaS-Tools. Ausnahmslos.
  • Passwort-Manager im Einsatz. Kein Speichern im Browser — 1Password, Bitwarden, Keeper.
  • DNS-Filter aktiv. Defender for DNS, NextDNS oder Cisco Umbrella blockiert bekannte Malware-Domains.
  • Tracking-Prevention auf "Strict". Weniger Werbe-Netzwerke, weniger Angriffsfläche.
  • Private und geschäftliche Profile getrennt. Edge-for-Business-Profile, Firefox-Container oder separate Browser.
  • Security-Awareness-Training. Nutzer erkennen Phishing, kennen Reporting-Weg. Einmal jährlich Pflicht.
  • Incident-Response-Plan. Dokumentiert: Wer wird bei Browser-Kompromittierung benachrichtigt, was wird gesperrt?
Aus der Praxis:

Bei einer Hamburger Steuerkanzlei mit 35 Mitarbeitern fanden wir 147 verschiedene Browser-Extensions — über alle Arbeitsplätze verteilt. Nach der Bereinigung blieben 6. Drei der aussortierten Extensions hatten in den Wochen davor nachweislich Session-Cookies an externe Server geschickt. Browser-Hygiene ist kein Luxus — sie ist Grundpflege.

Was Sie heute tun können

Sie müssen nicht morgen alle Browser austauschen. Aber Sie können heute drei Dinge anstoßen, die das Schutzniveau innerhalb von 30 Tagen spürbar heben — ohne großes Projekt.

  1. Ist-Aufnahme: Lassen Sie dokumentieren, welche Browser in welcher Version auf welchen Arbeitsplätzen laufen. Einfacher Intune-Report oder manuelle Liste reicht.
  2. Standard festlegen: Entscheiden Sie sich für einen Unternehmens-Browser (Edge for Business in 90 % der Fälle). Für Datenschutz-sensible Bereiche zusätzlich Firefox ESR.
  3. Quick-Wins umsetzen: MFA, Passwort-Manager, Extensions-Whitelist, automatische Updates. Diese vier Schritte reduzieren das Risiko messbar — und sie sind die Basis für alles weitere, was Sie in Richtung Managed Security oder NIS-2-Compliance aufbauen.

Ein passender Einstieg für Geschäftsführer ist ein kostenloses 15-Minuten-Erstgespräch, in dem wir uns Ihre konkrete Ausgangslage ansehen. Wir arbeiten mit Kunden in ganz Norddeutschland — vom Standort Hamburg aus, und mit Büros in Bremen, Kiel und Lübeck.

Fazit: Der sicherste Browser ist der konfigurierte Browser

Browser-Sicherheit ist 2026 kein Marken-Thema, sondern ein Management-Thema. Edge for Business ist für die meisten Hamburger KMU die pragmatisch richtige Wahl — weil er Sandbox, Defender-Integration und Intune-Management mitbringt, ohne dass Sie eine dritte Infrastruktur aufbauen müssen. Firefox ESR ist die beste datenschutzfreundliche Alternative für spezifische Anwendungsfälle. Chrome ist technisch ebenbürtig, aber organisatorisch aufwendiger und datenschutzkritisch. Alles andere ist Spezialfall.

Entscheidend ist: Ein sicherer Browser ohne MFA, Patch-Management, Web-Filter und Awareness-Training bleibt trotzdem ein Risiko. Browser-Sicherheit ist Teil einer vielschichtigen Strategie — nicht ihr Ersatz. Die gute Nachricht: Die meisten Bausteine sind in 30 bis 90 Tagen umsetzbar, wenn jemand sie strukturiert anpackt.

Das Wichtigste: Nicht die Marke entscheidet — sondern ob Ihr Browser zentral verwaltet, aktuell gepatcht und mit MFA, Extensions-Whitelist und DNS-Filter flankiert ist. Edge for Business ist in M365-Umgebungen der pragmatischste Weg dorthin, Firefox ESR die beste Privacy-Alternative.

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Weiterführende Quellen

Jens Hagel
Gründer & Geschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Seit 2004 begleite ich Hamburger Unternehmen bei der IT-Modernisierung. Microsoft Solutions Partner, WatchGuard Gold Partner, ausgezeichnet als Deutschlands bester IT-Dienstleister 2026 (Brand eins/Statista). Wenn Sie IT-Fragen haben, bin ich direkt erreichbar.

Thorsten Eckel

«Mit Hagel IT haben wir einen erfahrenen Partner, auf den wir uns jederzeit zu 100 % verlassen können.»

Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
Deutschlands beste IT-Dienstleister 2026 — brand eins / Statista
Bester IT-Dienstleister
2026 — brand eins / Statista
Fallstudie · Rechtsanwaltskanzlei
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Robin Koppelmann
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Häufig gestellte Fragen

Für den Großteil der KMU ist Microsoft Edge (als 'Edge for Business') die pragmatisch sicherste Wahl, weil er Sandboxing, SmartScreen, Application Guard und die Integration in Microsoft Defender, Intune und Entra ID mitbringt. Für Privatsphäre-fokussierte Arbeitsplätze ist Firefox ESR eine sehr gute Alternative. Tor Browser ist ausschließlich für spezielle Bedrohungsszenarien (Recherche, Whistleblowing) sinnvoll — nicht als Standardbrowser.

Technisch ist Chrome einer der am stärksten abgesicherten Browser — dank V8-Sandbox, Site Isolation und sehr schnellen Sicherheitsupdates. Problematisch wird er im Unternehmenskontext vor allem durch die Datenerhebung durch Google und den deutlich aufwendigeren Management-Aufwand (GPO-Bundle, separate Update-Infrastruktur) gegenüber Edge. Sicherheitstechnisch gleichauf mit Edge — organisatorisch oft die schlechtere Wahl.

Edge for Business ist der Arbeitsprofil-Modus von Microsoft Edge, der automatisch aktiviert wird, sobald sich ein Nutzer mit einem Microsoft-365-Konto anmeldet. Arbeits- und Privat-Browsing werden in getrennten Profilen isoliert. Er bringt zentrale Verwaltung via Intune, DLP-Integration, Passwort-Monitor und den zur Zero-Trust-Strategie passenden Zugriff auf Microsoft-365-Apps mit.

Ja, Firefox ESR (Extended Support Release) ist für Unternehmen geeignet — mit 42 Wochen Wartungsfenster, zentraler Verwaltung über Policies (GPO, plist, JSON) und einer sehr strengen Datenschutz-Voreinstellung. Er ist die beste Wahl für Branchen, die keine Daten an US-Hyperscaler senden wollen (z. B. Kanzleien, Arztpraxen).

Eine Sandbox isoliert jeden Browser-Tab und jedes Plug-in in einem eigenen Prozess mit minimalen Rechten. Wenn ein Angreifer eine Schwachstelle im Browser ausnutzt, kann er nicht ohne Weiteres aus dem isolierten Prozess auf das Betriebssystem zugreifen. Ohne Sandbox wäre ein erfolgreicher Exploit quasi gleichbedeutend mit einer Kompromittierung des gesamten Arbeitsplatzes — mit Sandbox braucht es eine zusätzliche Sandbox-Escape-Lücke.

Nein. Ein sicherer Browser ist die Basis — aber ohne MFA, Patch-Management, Endpoint Detection, Web-Filter (DNS-Filtering) und Security-Awareness läuft jedes Unternehmen offen ins Messer. Der Browser ist das Einfallstor Nr. 1, aber nicht die einzige Tür. In unserer Cyber-Risikoanalyse prüfen wir immer alle Schichten gemeinsam.

Automatisch, jederzeit und ohne Verzögerung. Browser-Hersteller schließen kritische Zero-Day-Lücken innerhalb von 24–72 Stunden. Wer Updates um Tage verzögert, öffnet Angreifern ein Zeitfenster, das systematisch ausgenutzt wird. Unternehmen sollten Browser-Updates per Intune oder GPO erzwingen — nicht an die Nutzer delegieren.

Alle, die nicht geprüft und freigegeben sind. Bösartige Erweiterungen sind seit Jahren einer der größten unterschätzten Angriffsvektoren — sie lesen Passwörter, Session-Cookies und Formularinhalte mit. Unsere Empfehlung: Allow-Listing statt Deny-Listing. Intune oder Chrome Enterprise Policies erlauben nur eine kuratierte Liste freigegebener Erweiterungen, alles andere wird blockiert.