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HITcast Episode 32 8. Juni 2022 16:56

#32 – Im Lizenz-Dschungel

Worum es geht

Lizenzierung von Software kann komplex und teuer sein. Philip Kraatz und Dennis Kreft erläutern, welche Lizenzmodelle es gibt, wie man Kosten sparen kann und worauf Unternehmen achten sollten, insbesondere bei Microsoft-Lizenzen.

Das lernen Sie in dieser Folge

  • Lizenzen werden oft nach Anzahl der Prozessoren und virtuellen Maschinen berechnet.
  • Microsoft verlangt mindestens 16 Kerne für die Lizenzierung eines Servers.
  • User-Lizenzen sind in vielen Fällen kostengünstiger und einfacher zu handhaben als Device-Lizenzen.
  • Gebrauchte Softwarelizenzen können erhebliche Einsparungen bieten, sollten jedoch von vertrauenswürdigen Anbietern erworben werden.
  • Der Handel mit gebrauchten Lizenzen ist rechtlich zulässig und kann eine sinnvolle Alternative zur Neulizenzierung sein.

Kapitel

Hand hoch, wer sich beim Thema Lizenzen wie im Dschungel ausgesetzt fühlt…

Ganz klar, die Vielfalt an Richtlinien und Lizenztypen ist überwältigend.

Wie viele Kerne muss ich lizenzieren, wenn ich 3 virtuelle Server habe? Und brauchen alle Mitarbeiter eine User CAL?

In dieser Folge geben wir einen kurzen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten.

Am Ende gibt es noch einen kleinen Tipp, um bares Geld zu sparen, also – dranbleiben bis zum Schluss!

Im O-Ton

Zitate, die
sitzen.

Lizenzen sind ziemlich teuer. Software-Nutzungsrechte, die man da ja erwirbt, lassen sich die Hersteller sehr gut bezahlen.

Philip Kraatz
Philip Kraatz
Geschäftsführer

„Bei Windows Server muss man unterscheiden: Es gibt eine Einsteiger-Lizenz bei Microsoft, die sogenannte Essentials-Lizenz.“

Philip Kraatz · Geschäftsführer ·

„Der Handel mit gebrauchter Computersoftware ist rechtmäßig und kann eben auch vom Hersteller nicht eingeschränkt werden.“

Philip Kraatz · Geschäftsführer ·

„Bei einer einigermaßen großen Umgebung kann ich mit gebrauchten Lizenzen eine Menge Geld sparen im Vergleich zu klassischer Neulizenzierung.“

Dennis Kreft · Senior Consultant · Cloud & Microsoft 365 ·

Volltext-Transkript

2.460 Wörter · 40 Sprecher-Blöcke

Philip Kraatz

Guten Morgen zu einer neuen Folge HITcast, heute Folge 32. Moin Dennis.

unknown

Guten Morgen Philip, da sind wir wieder. Eine Woche ist um. Genau.

Dennis Kreft

Und wir wollen uns heute dem Thema Lizenzierung von Software widmen. Also das Ganze so ein bisschen mit Fokus in Richtung Microsoft, würde ich sagen. Und vielleicht aber auch mal so ein bisschen verallgemeinert, was für Arten von Lizenzen gibt es. Wollten unsere ZuhörerInnen da einmal abholen, ein bisschen ins Boot holen, was so die verschiedenen Lizenzierungsmodelle eben gerade im Bereich Microsoft, Windows Server etc. geht.

Philip Kraatz

Genau. Und kleiner Ausblick, am Ende werden wir auch nochmal in Richtung Geldverkauf. Geld sparen beim Thema Lizenzen schauen. Denn das kann man glaube ich vorweg sagen, Lizenzen sind ziemlich teuer. Also Software-Nutzungsrechte, die man da ja erwirbt, lassen sich die Hersteller sehr gut bezahlen. Egal ob nun als einmalige Kauflizenz oder als Mietlizenz oder ähnliches. Und da kommen schnell ein paar tausend Euro zusammen und deswegen bis zum Ende dranbleiben. Da gibt es nochmal einen kleinen Trick, wie man da ein bisschen Geld sparen kann.

unknown

Ja, sehr cool.

Dennis Kreft

Vielleicht starten wir ganz klassisch mit unserer Musterfirma, die auf der Suche nach einem neuen Server ist. Und nun muss dieser Server ja, naja leider möchte ich jetzt nicht sagen, also wirtschaftlich leider lizenziert werden, was im Zweifel eben sehr teuer werden kann. Ich als Unternehmer muss denn da, genau, worauf muss ich achten, wenn ich meinen Server lizenzieren möchte? Was für Parameter muss ich berücksichtigen? Um am Ende überhaupt zu wissen, welchen Lizenzumfang benötige ich eigentlich für meine Umgebung?

Philip Kraatz

Ja, also grundsätzlich geht es darum, dass zumindest im Bereich Microsoft-Lizenzen, und das haben inzwischen viele Hersteller im Serverbereich auch so ein bisschen adaptiert, immer nach Anzahl der Prozessoren bzw. Prozessorenkerne gerechnet wird. Das ist so die Kenngröße, um die es dann geht. Und dann gibt es noch den Parameter aus dem Bereich Virtualisierung, wie viele virtuelle Server betreibe ich? Und daraus kann man dann berechnen, wie der Lizenzbedarf ist. Genau, das ist ja ein bisschen holprig, ein bisschen umständlich. Sprich, man schaut sich erst an, wie viele CPU-Kerne habe ich? Und dann eben die Frage, wie viele virtuelle Maschinen will ich betreiben? Das multipliziert man miteinander. Und am Ende erhält man dann eine Anzahl. Es gibt eine Anzahl an Lizenzkernen, die man lizenzieren muss. Und dann gibt es Lizenzen zu kaufen von Microsoft in verschiedenen Größenordnungen als 16-Kern oder als 4-Kern oder als 2-Kern-Pakete. Und da bastelt man sich dann das zusammen, was man braucht.

Dennis Kreft

Okay, das heißt, ich habe im Prinzip eine Grundlizenz für meine Umgebung und kann die dann beliebig erweitern, je nachdem, was ich dann auch hinzufügen will an virtuellen Servern.

Philip Kraatz

Genau, also im Falle Microsoft geht man oder sagt man eben, Microsoft sagt das, jeder Server muss mit mindestens 16 Kernen lizenziert werden. Deswegen 16 Kerne, die Standardlizenz, die man kauft. Und dann kann man eben, wenn man mehr Bedarf hat, erweitern, entweder mit dem 16-Kern-Paket oder mit 4-Kern-Paketen oder 2-Kern-Paketen, um das eben dann möglichst passend auch aufzubauen und zu lizenzieren und da eben nicht zu viel oder zu wenig lizenzieren zu müssen.

Dennis Kreft

Ja, jetzt würde ich in diesem Szenario als Laie ja sagen, okay. Ich habe jetzt dieses Grundkonstrukt Lizenz mit diesen 16 Kernen auf meinem Server installiert. Woher weiß denn diese Grundlizenz, wie viele virtuelle Maschinen ich da drauf laufen habe? Also muss man sich das so vorstellen, dass das dann wirklich nicht mehr installierbar ist ab einem gewissen Grad? Also dass ich dann wirklich immer erst diesen Step, ich muss mir jetzt eine Lizenz kaufen und installiere dann meine virtuelle Maschine? Oder darf ich nachlizenzieren? Oder anders, wie streng ist denn Microsoft da in diesem Fall?

Philip Kraatz

Naja, wenn wir im Rahmen dessen bleiben, was rechtlich halt gilt, dann heißt es, ich darf das installieren, was ich auch habe. Kontrolliert wird das Ganze ein bisschen lockerer. Heißt, es gibt keinen Mechanismus, der eine Installation verhindert direkt. Also wenn ich mal angenommen, wir hätten zwei virtuelle Server lizenziert und ich würde einen dritten installieren, dann würde nicht sofort die Meldung kommen, hier ist eine Unterlizenzierung, das funktioniert so nicht. Gleichwohl würde ich dann auch nicht so schnell die Meldung bekommen, dass das nicht funktioniert. Da würde das natürlich auffallen im Falle einer Lizenzprüfung. Oder wenn ich es zu oft mache, dann natürlich auch irgendwann eine entsprechende Meldung, weil natürlich im Hintergrund ein Aktivierungsserver bei Microsoft läuft, der dann auch zählt, wie häufig wird eine Lizenz aktiviert. Und da ist natürlich so ein bisschen Spielraum dann drin, um auch mal mit drin zu haben, dass ein Server mal neu installiert wird, aber halt nicht endlos und dann wird die Lizenz gesperrt.

Dennis Kreft

Ja, jetzt ist ja immer noch eine... Ein beliebter Teil dieser virtuellen Umgebung ist ja noch dieser klassische Terminal-Server, auf dem Mitarbeiter dann arbeiten können. Also vielleicht mal so ein bisschen weg von der, ich nenne es jetzt mal Hardware-Lizenzierung, zur Lizenzierung meiner Mitarbeiter. Genau. Wie ist das da? Also muss ich quasi jeden Einzelnen, der dann da arbeitet, auch nochmal separat lizenzieren oder ist das abgedeckt in dieser Server-Lizenzierung?

Philip Kraatz

Ja, da muss man so ein bisschen unterscheiden. Zum einen gibt es eine Einsteiger-Lizenz bei Microsoft, das ist die sogenannte Essentials-Lizenz. Die beinhaltet alle Lizenzen, die ich für eine Nutzung im Netzwerk brauche. Allerdings nur bis 25 Mitarbeiter. Darüber hinaus muss ich dann aufsteigen auf eine höhere Lizenz, das ist dann die Standard-Lizenz, bei der ich dann eben lizenziere, so wie ich es eben beschrieben habe, nach Anzahl der Kerne. Und nach Anzahl der virtuellen Server, die ich betreibe oder Server generell, die ich betreiben möchte damit. Und dazu brauche ich dann sogenannte User-Ciles oder Device-Ciles. Heißt, ich muss im Netzwerk gucken, wie viele Personen arbeiten mit Diensten vom Server. Heißt, wie viele Nutzer sind zum Beispiel im AD angelegt. Oder für wie viele Benutzer verteilt der Server IP-Adressen. Und dabei muss man dann schauen, was lohnt sich mehr. Habe ich zum Beispiel ein Unternehmen, was im 2- oder 3-Schicht-Betrieb arbeitet, dann bräuchte ich vielleicht, wenn man einfach halber 300 Mitarbeiter, also 100 pro Schicht, dann bräuchte ich 300 User-Ciles. Ich habe auch nur 100 Arbeitsplätze, weil ich habe ja ein 3-Schicht-System. Da wäre es dann günstiger zum Beispiel zu sagen, ich lizenziere die Geräte, weil dann lizenziere ich 100 Geräte. Vorsicht, dabei müssen dann wirklich alle Geräte lizenziert werden. Heißt, da fallen auch sowas rein wie Drucker oder Scanner, die mit dem Server zusammenarbeiten. Oder, oder, oder. Da muss man ein bisschen aufpassen. Das ist ein bisschen tricky. Da reicht es halt nicht, PCs zu zählen.

Dennis Kreft

Auf der anderen Seite, wenn ich jetzt sage, ich habe irgendwie 10 Mitarbeiter, die haben aber beispielsweise alle einen festen Rechner im Büro und noch ein Notebook, dann ist es wieder sinnvoller, den User zu lizenzieren, weil der das dann mit beiden Geräten nutzen kann? Korrekt, genau.

Philip Kraatz

Also da muss man schauen, in fast allen Fällen. Ist User-Lizenzierung die bessere Wahl und vor allem die einfachere Wahl? Und günstiger auch? Ja, in vielen Fällen auch, genau. Device muss man wirklich, da gibt es ganz, ganz spezielle Use Cases, wo das Sinn macht. Da muss man wirklich dann genau drauf gucken, aber das ist ganz, ganz selten nur der Fall. Die muss ich dazu kaufen. So, dann habe ich meine Systemumgebung mit meinen Servern und den Usern lizenziert. Die User-Calls brauche ich nicht für jeden Server, sondern die gelten fürs Gesamtverhalten. Für das gesamte Netzwerk. Okay. Und sind auch Downgrade-fähig quasi. Also die sind, wenn ich eine User-Call, die haben auch eine Versionsnummer. Und wenn ich zum Beispiel einen Windows-Server 2019 habe und habe User-Call für Windows-Server 2019, ich habe aber vielleicht noch einen Windows-Server 2012 im Netzwerk oder 2016, dann darf der Benutzer mit diesen 2019er User-Calls auch Dienste vom 2016er oder 2012er Server nutzen.

Dennis Kreft

Okay, also klassisch abwärts, aber eben nicht aufwärtskompatibel.

Philip Kraatz

Aufwärtskompatibel ist das Ganze nicht, genau. Da muss ich dann neu lizenzieren. Jetzt hast du vorhin angesprochen, Terminal-Server. Ja. Genau. Da geht es noch ein Stück weiter. Da brauche ich Speziellizenzen für den Zugriff auf diesen Remote-Desktop-Server.

Dennis Kreft

Okay, weil ich im Prinzip nicht einfach nur nutze, was mir das Netzwerk bzw. das Server zur Verfügung stellt, sondern weil ich faktisch darauf zugreife. Genau, richtig.

Philip Kraatz

Also da gibt es dann die sogenannten RDS. Also Remote Desktop Services Call. Und die gibt es auch wieder als User und als Device Call.

Dennis Kreft

Gut, aber da macht ja im weitesten Sinne wahrscheinlich auch immer der User mehr Sinn, würde ich jetzt mal unterstellen.

Philip Kraatz

In den meisten Fällen ja, genau.

Dennis Kreft

Jetzt klingt das so, als würde ich eine ganze Menge Lizenzen brauchen, wenn ich hier so ein, ich sage mal, ein klassisches 15-20-Mann-Unternehmen lizenzieren möchte.

Philip Kraatz

Ja, und da haben wir ja mit sowas wie Office-Lizenzen noch gar nicht begonnen.

Dennis Kreft

Genau, dann können die erstmal grundsätzlich arbeiten, aber vielleicht, ich sage mal, noch nicht meine Wörter. Ich muss ja auch noch ein Word-Dokument schreiben. Genau. Und das klingt jetzt schon sehr teuer. Ja. Gibt es da verschiedene, ich sage mal, Bezahlmöglichkeiten? Also muss ich da sagen, okay, nee, ich muss hier einmal auf einer grünen Wiese in den sauren Apfel beißen, im weitesten Sinne, und das hier einmal komplett bezahlen? Kann ich das auch mieten? Kann man das vielleicht sogar gebraucht kaufen? Gibt es da spezielle Märkte oder sowas?

Philip Kraatz

Ja, jetzt ist es so, Lizenzen gab es bis vor einigen Jahren nur als, einmal Kaufvariante. Inzwischen kann man Lizenzen auch über das sogenannte CSP-Programm mieten. Das ist das gleiche Lizenzprogramm, über das auch Office-365-Lizenzen gemietet werden können. Und genau, das kann man eben jetzt auch für Windows-Server-Lizenzen nutzen und für die KALs etc. Damit habe ich schon mal die Lizenzkosten eben auf monatliche Mietkosten umgebaut. Und dann ist es so, dass ich auch da verschiedene Lizenzmodelle habe. Ich habe das besagte CSP-Modell und ich habe zum Beispiel aber auch ein ROK, also Reseller Option Kit-Modell. Die unterscheiden sich wieder nachher in den Möglichkeiten, die ich damit habe. Da möchte ich jetzt gar nicht zu tief darauf eingehen, weil das dann, glaube ich, den Komplexitätsrahmen des Podcasts sprengt.

Dennis Kreft

Wir wollen ja an dieser Stelle nochmal einen groben Überblick geben.

Philip Kraatz

Genau, es gibt verschiedene Modelle. Und ich glaube, der größte Unterschied ist schon mal, das eine ist Kauf, das andere ist Miete. Und dann hast du eben angesprochen, Gebraucht-Lizenzen, Gebraucht-Software-Erwerb. Und das ist dann so ein bisschen das kleine Thema, was ich vorhin einmal kurz geteasert habe. Wie kann man ein bisschen Geld sparen? Ja, über den Erwerb von gebrauchter Software. Das heißt, man kennt das eigentlich aus allen anderen Bereichen im Leben, wo man irgendwie Sachen gebraucht kauft. Die dann eben günstiger sind. Und das Schöne bei Lizenzen ist ja, die werden ja nicht abgewertet. Also die haben ja im Laufe ihrer Nutzung, unterliegen dir ja keiner nutzungsbedingten Abwertung, sondern nur einer zeitlichen Abwertung. Weil irgendwann ist die Server-Version halt nicht mehr im Support beim Hersteller, also bei Microsoft in dem Fall. Und dann hilft die mir natürlich auch nicht mehr weiter. Aber ansonsten unterliegen die keiner nutzungsbedingten Abwertung. Und dadurch... Gibt es da natürlich erstmal jetzt keine Einschränkungen. Worauf muss man achten beim Kauf von gebrauchten Lizenzen? Das ist ein Bereich, da wird sehr viel Ware angeboten, die zweifelhafter Herkunft ist. Möchte ich mal vorsichtig formulieren.

Dennis Kreft

Das ist also, glaube ich, kann man ganz gut sagen, das ist so dieser klassische Graubereich, den man so kennt, oder?

Philip Kraatz

Ja, bei manchen ist das schon nicht mehr grau.

Dennis Kreft

Okay, das ist schon dunkelgrau.

Philip Kraatz

Also wo man immer skeptisch wäre. Was man sagen muss, ist, wenn irgendwie eine Windows-Server-Lizenz, die sonst eben mehrere hunderte Euro kostet, plötzlich für 10 Euro angeboten wird. Ich glaube, da sollte bei jedem schon der gesunde Menschenverstand anspringen und sagen, irgendwas, nee, also selbstgebraucht, das kann irgendwie nicht sein. Und das ist in der Regel auch so. Es gibt...

Dennis Kreft

Was ist da der Hintergrund? Also man liest ja durchaus, dass das funktioniert im weitesten Sinne erstmal. Also auch vielleicht finde ich so eine günstige... Ich bleibe jetzt mal bei einer klassischen Windows-Lizenz. Wenn ich die kaufe. Also es kann ja funktionieren, aber die wird dann wahrscheinlich nicht nur mir, sondern noch 200.000 anderen Leuten verkauft. Genau. Okay.

Philip Kraatz

Das ist schon das ganze Geheimnis. Diese Lizenzen werden dann eben nicht nur an einen Käufer weiterverkauft, sondern eben an viele. Dadurch ist dann der Preis entsprechend gering. Aber da hat man häufig nicht lange Spaß mit, weil die wird relativ schnell von Microsoft gesperrt, weil dann eben erkannt wird von den Systemen, dass es sich dabei um eine solche Lizenz handelt. Und dann sind die vermeintlich günstigen 10, 20, 30 Euro eben auch nichts mehr wert, weil der Server verhindert dann nicht mehr. Es gibt aber Händler, die sich darauf spezialisiert haben, die wirklich einen guten Prozess dafür anbieten, der dokumentiert ist, der geprüft ist, wo man entsprechende Zertifikate für den Erwerb bekommt. Und da kosten Lizenzen dann ein bisschen mehr als diese 10 Euro, aber immer noch deutlich weniger als eine neue Lizenz. Und rechtlich gesehen gibt es da keine Einschränkung. Also Microsoft hat dagegen geklagt vor einiger Zeit. Inzwischen sind es schon einige Jahre, die das her ist. Aber das ging bis zum Bundesgerichtshof hoch. Und ich glaube, der Europäische Gerichtshof hat auch nochmal darüber entschieden. Und es wurde auf allen Instanzen festgestellt, der Handel mit gebrauchter Computersoftware. Der ist rechtmäßig und kann eben auch vom Hersteller nicht eingeschränkt werden. Deswegen gibt es da keinen Grund zu sagen, man kauft keine Gebrauchslizenzen. Kann man einwandfrei, uneingeschränkt machen. Und kann dann eben dadurch bares Geld sparen.

Dennis Kreft

Also ich glaube, man kann ja zusammenfassend sagen, durch diesen Gebrauchtmarkt im Lizenzbereich ist es so, dass sich jetzt nicht die Unsummenstrahlung, die man sparen kann, die mir vielleicht Ebay und Konsorten versprechen. Aber ich kann durchaus bei einer einigermaßen großen Umgebung oder auch schon bei kleineren großen Umgebungen schon eine Menge Geld sparen im Vergleich zu klassischer Neulizenzierung.

Philip Kraatz

Auf jeden Fall, genau. Das definitiv. Also wir haben da ein deutliches Ersparnis gegenüber einer Neulizenzierung. Und damit auf jeden Fall eine Sache, die man vielleicht bei der nächsten Neuanschaffung, einfach mal mit in den Vergleich reinzieht und sich anschaut, okay, ist das vielleicht auch für mich eine Sache. Weil, wie gesagt, es gibt keine nutzungsbedingte Abnutzung dadurch an den Lizenzen. Und von daher spricht da erstmal nichts gegen.

Dennis Kreft

Sehr schön. Ja, Philip, vielen Dank. Ich glaube, dass wir hier einen ganz guten Überblick verschaffen konnten. Und am Ende bleibt, wie immer, der Verweis. Ich glaube, dass wir hier einen guten Überblick verschaffen konnten. Und am Ende bleibt, wie immer, der Verweis.

Philip Kraatz

Und am Ende bleibt, wie immer, der Verweis.

unknown

Und am Ende bleibt, wie immer, der Verweis.

Philip Kraatz

Und am Ende bleibt, wie immer, der Verweis. Und am Ende bleibt, wie immer, der Verweis.

Dennis Kreft

Häufige Fragen

Wie berechne ich den Lizenzbedarf für meinen Server?
Der Lizenzbedarf wird in der Regel nach Anzahl der Prozessoren und der virtuellen Maschinen berechnet. Microsoft verlangt mindestens 16 Kerne für die Lizenzierung eines Servers.
Was sind die Vorteile von gebrauchten Softwarelizenzen?
Gebrauchte Softwarelizenzen können erhebliche Einsparungen bieten, da sie nicht der nutzungsbedingten Abwertung unterliegen und rechtlich zulässig sind.
Wie unterscheiden sich User- und Device-Lizenzen?
User-Lizenzen sind oft kostengünstiger und flexibler, da ein Benutzer mit einer Lizenz mehrere Geräte nutzen kann. Device-Lizenzen müssen für jedes Gerät erworben werden.

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