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29. März 2026 5 Min.

Drucken im Unternehmen: Mobile Print, Universal Print & Sicherheit

Jens Hagel
Jens Hagel in IT-Service

Inhalt in Kürze

  • Microsoft Universal Print ersetzt den lokalen Druckserver durch eine Cloud-Lösung — weniger Hardware, weniger Treiberprobleme, mehr Sicherheit.
  • Netzwerkdrucker sind vollwertige Computer und damit potenzielle Einfallstore für Hacker. Regelmäßige Firmware-Updates und Netzwerksegmentierung sind Pflicht.
  • Mobile Printing ermöglicht Drucken vom Smartphone und Tablet — sicher über VPN oder Cloud-Dienste.
  • Ab 2027 entfernt Microsoft die klassische Druckarchitektur aus Windows zugunsten des neuen Windows Protected Print Mode.

Drucker. Kaum ein Thema in der Unternehmens-IT wird so unterschätzt — und verursacht so viel Frust. Treiber, die nicht funktionieren. Papierstau in Sitzung. Und niemand, der sich verantwortlich fühlt.

Gleichzeitig sind Netzwerkdrucker ein echtes Sicherheitsrisiko, das viele Geschäftsführer gar nicht auf dem Schirm haben.

Der Druckserver stirbt: Willkommen in der Cloud

Jahrzehntelang brauchte jedes Unternehmen einen eigenen Druckserver. Einen dedizierten Rechner, der Druckaufträge verteilt, Treiber bereitstellt und regelmäßig Ärger macht.

Microsoft Universal Print ändert das grundlegend. Der Dienst ist Teil von Microsoft 365 und verlagert die gesamte Druckverwaltung in die Cloud.

Was Universal Print bietet:

  • Kein lokaler Druckserver mehr nötig. Weniger Hardware, weniger Wartung, weniger Ausfallrisiko.
  • Treiberlose Druckinstallation. Mitarbeiter drucken ohne Treiberinstallation — der Drucker erscheint automatisch.
  • Zentrale Verwaltung. IT-Administratoren verwalten alle Drucker über das Microsoft 365 Admin Center.
  • Sicherheit inklusive. Druckaufträge laufen verschlüsselt über die Cloud. Kein externer Zugriff möglich.
  • Intune-Integration. Drucker können automatisch auf verwalteten Geräten bereitgestellt werden.
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Druckserver nötig
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Treiberinstallationen
100 %
Cloud-verwaltet

Stellen Sie sich vor: Sie packen einen neuen Laptop aus, schalten ihn ein — und er konfiguriert sich komplett selbst. Alle Apps, alle Einstellungen, alle Sicherheitsrichtlinien. Das geht heute mit Microsoft 365 und Intune.

Jens Hagel Jens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Mobile Print: Drucken von überall

Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice, beim Kunden vor Ort oder unterwegs. Trotzdem müssen Dokumente gedruckt werden — Verträge, Rechnungen, Angebote.

Mobile Printing macht das möglich:

  1. Microsoft Universal Print + VPN: Mitarbeiter verbinden sich per VPN mit dem Firmennetzwerk und drucken auf dem Bürodrucker. Der Ausdruck wartet, bis sie im Büro sind.
  2. Cloud Print (herstellerspezifisch): HP, Canon und andere bieten Cloud-Druckdienste. Druckaufträge gehen über die Cloud an den Drucker — auch ohne VPN.
  3. Pull Printing: Der Druckauftrag wird in einer Warteschlange gespeichert. Der Mitarbeiter identifiziert sich am Drucker (per PIN oder Karte) und der Ausdruck startet. Kein vergessenes Dokument im Druckerausgabefach.
Tipp:

Pull Printing ist auch ein Datenschutz-Feature: Vertrauliche Dokumente liegen nicht offen im Ausgabefach, weil der Mitarbeiter physisch am Drucker sein muss, um den Druck auszulösen.

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Drucker als Sicherheitsrisiko: Was viele unterschätzen

Ein moderner Netzwerkdrucker ist kein einfaches Gerät — er ist ein vollwertiger Computer mit Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte und Netzwerkverbindung. Und damit ein potenzielles Einfallstor für Angreifer.

Typische Schwachstellen:

RisikoBeschreibungLösung
Standard-PasswortWerkspasswort „admin/admin” nie geändertSofort ändern, starkes Passwort setzen
Veraltete FirmwareSicherheitslücken werden nicht gepatchtRegelmäßige Updates einplanen
Offene NetzwerkportsDrucker ist aus dem Internet erreichbarNetzwerksegmentierung, Firewall-Regeln
Unverschlüsselte AufträgeDruckdaten im Klartext durchs NetzwerkVerschlüsselung aktivieren (IPP over TLS)
Festplatte im DruckerAlte Druckaufträge gespeichertVerschlüsselung aktivieren, bei Entsorgung löschen
Achtung:

Wenn Sie einen Drucker oder ein Multifunktionsgerät entsorgen oder zurückgeben: Löschen Sie die interne Festplatte! Auf ihr können Tausende von Druckaufträgen gespeichert sein — Verträge, Personalakten, Finanzdaten.

Windows Protected Print Mode: Was auf Sie zukommt

Microsoft hat angekündigt, die klassische Druckarchitektur bis Juli 2027 aus Windows zu entfernen. Der Ersatz: der Windows Protected Print Mode (WPP).

Was das bedeutet:

  • PSA-Treiber werden Standard. Hersteller müssen neue, sichere Treiber bereitstellen.
  • Alte Druckertreiber fallen weg. Drucker, die nur mit Legacy-Treibern funktionieren, könnten inkompatibel werden.
  • Mehr Sicherheit. WPP schließt bekannte Angriffsvektoren über das Drucksubsystem.

Für Unternehmen heißt das: Prüfen Sie jetzt, ob Ihre Drucker WPP-kompatibel sind. Und planen Sie den Umstieg auf Universal Print, bevor der Zwang kommt.

Die richtige Drucklösung für Ihr Unternehmen

  • 5-15 Mitarbeiter: Ein Netzwerk-Multifunktionsdrucker, verwaltet über Universal Print. Fertig.
  • 15-50 Mitarbeiter: Ein Multifunktionsdrucker pro Etage/Abteilung. Pull Printing für vertrauliche Dokumente. Klare Druckrichtlinie (doppelseitig, S/W als Standard).
  • 50+ Mitarbeiter: Managed Print Service — ein Dienstleister kümmert sich um Toner, Wartung und Austausch. Sie zahlen pro Seite oder eine Flatrate.

Die meisten unserer Neukunden haben Microsoft 365 bereits — nutzen aber nur E-Mail und vielleicht Word. Da liegt so viel Potenzial brach: Teams, SharePoint, Intune, Autopilot. Wir helfen, das freizuschalten.

Jens Hagel Jens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Ihr nächster Schritt

Drucken klingt banal — ist aber ein IT-Thema, das Sicherheit, Produktivität und Kosten direkt beeinflusst. Wenn Sie Ihre Druckinfrastruktur modernisieren wollen, beraten wir Sie gerne.

Das Wichtigste: Microsoft Universal Print ersetzt den Druckserver. Mobile Printing ermöglicht Drucken von überall. Und Druckersicherheit gehört ins IT-Sicherheitskonzept — denn Netzwerkdrucker sind vollwertige Computer mit Angriffsfläche.
Jens Hagel
Jens Hagel
Geschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Seit 2004 begleite ich Hamburger Unternehmen bei der IT-Modernisierung. Microsoft Solutions Partner, WatchGuard Gold Partner, ausgezeichnet als Deutschlands bester IT-Dienstleister 2025 (Brand eins/Statista). Wenn Sie IT-Fragen haben, bin ich direkt erreichbar.

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Häufig gestellte Fragen

Microsoft Universal Print ist ein Cloud-Druckdienst, der lokale Druckserver überflüssig macht. Drucker werden über die Cloud verwaltet, Mitarbeiter drucken ohne Treiberinstallation von jedem Gerät. Das spart IT-Aufwand und erhöht die Sicherheit.

Vier Maßnahmen: 1) Drucker-Firmware aktuell halten. 2) Standardpasswörter ändern. 3) Drucker nur im internen Netzwerk erreichbar machen. 4) Verschlüsselung für Druckaufträge aktivieren. Netzwerkdrucker sind vollwertige Computer — behandeln Sie sie entsprechend.

Ja — mit Lösungen wie Microsoft Universal Print oder herstellerspezifischen Apps. Wichtig ist, dass der Druckverkehr verschlüsselt läuft und die Geräte über das Unternehmensnetzwerk oder VPN verbunden sind.

In vielen Fällen nicht mehr. Microsoft Universal Print ersetzt den lokalen Druckserver durch eine Cloud-Lösung. Das reduziert Hardware, Wartung und Treiberprobleme. Für Unternehmen mit Microsoft 365 ist der Umstieg besonders einfach.

Ein bis zwei Netzwerk-Multifunktionsdrucker (Drucken, Scannen, Kopieren) pro Etage, verwaltet über Microsoft Universal Print. Dazu eine klare Druckrichtlinie: Standardmäßig doppelseitig, Schwarz-Weiß als Default, Farbdruck nur bei Bedarf.

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