USV | 5 Minuten IT
USV-Systeme sichern die IT-Infrastruktur bei Stromausfällen und Spannungsschwankungen. Dennis Kreft erklärt die verschiedenen Typen von USV-Systemen und deren Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen.
Das lernen Sie in dieser Folge
- USV-Systeme müssen alle vier Jahre gewartet werden, Akkus sollten regelmäßig getauscht werden.
- Offline-USV-Systeme haben eine Umschaltzeit von etwa 10 Millisekunden, was für sensible Systeme nicht ausreicht.
- Netzinteraktive USV-Systeme bieten Schutz vor Über- und Unterspannung mit einer Umschaltzeit von 4 bis 8 Millisekunden.
- Online-USV-Systeme bieten den besten Schutz ohne Umschaltzeit, sind jedoch mit höherem Verschleiß der Akkus verbunden.
- Für Serversysteme ist die Online-USV der sicherste Typ, der alle Anforderungen abdeckt.
Kapitel
Was ist eine USV? Wofür brauche ich die? Gibt es unterschiedliche Geräte? All diese Fragen beantworten wir in dieser Folge.
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Highlights aus dem Gespräch
„Die Akkus müssen getauscht werden. Und zwar im Abstand von circa allen vier Jahren."
„Die Offline-USV leitet den Strom einfach erstmal durch."
„Die Umschaltzeit liegt so bei ungefähr 10 Millisekunden."
„Die Umschaltzeit ist auch kürzer. Insgesamt reden wir so von 4 bis 8 Millisekunden."
„Der Typ Online-USV ist der sicherste Typ."
„Online-USV-Systeme ist so das Nonplusultra an der Stelle."
„Wenn ich wirklich Serversysteme betreibe, die ich schützen will, dann ist das sicherlich der beste Typ dafür."
„Ich wünsche noch einen schönen Tag und wir hören und sehen uns in 14 Tagen wieder."
Volltext-Transkript
825 Wörter · 1 Sprecher-Blöcke
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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge 5 Minuten IT, heute mit dem Thema USV-Systeme. Wir sprechen also heute über sogenannte unterbrechungsfreie Stromversorgungen, also Systeme, die dazu geeignet sind, IT-Infrastruktur wie zum Beispiel Server oder Telefonanlagen, Router, Firewalls etc. bei einem Stromausfall weiterhin über einen bestimmten Zeitraum mit Strom zu versorgen und darüber hinaus eben Systeme bei Spannungsschwankungen im Netz vor Schäden zu bewahren. Jetzt kann man grundsätzlich einmal sagen, bei einer USV handelt es sich immer um Alltagsverluste. Das heißt, es gibt eigentlich einen großen Akku. Die sind häufig entweder in Form, dass sie einfach aufgestellt werden können, oder aber in der Form, dass sie in einen Serverschrank 19 Zoll eingebaut werden können. Bestehen aus einem oder mehreren Akkus und dann eben den weiteren nötigen elektrischen Komponenten, Wechselrichter, Gleichrichter etc. Es gibt verschiedene Typen von USV-Systeme. Was haben die alle gemeinsam? Die Akkus müssen getauscht werden. Und zwar im Abstand von circa allen vier Jahren. Bei manchen Typen schneller, bei manchen eben etwas länger Zeit. Da kommen wir gleich im Nachhinein noch drauf. Dann gibt es verschiedene Überbrückungszeiten. Wir sprechen also von USV-Systemen, die auf der einen Seite mehrere Minuten überbrücken können. Es gibt aber auch Systeme, die dazu geeignet sind, mehrere Stunden die Infrastruktur weiter betreiben zu können. Je nachdem. Was für einen Einsatzzweck man eben auch damit dann verfolgt. Am Ende der Laufzeit einer USV ist dann entweder die Primärstromversorgung wiederhergestellt, oder aber es kommt zu einem geplanten Shutdown der Infrastruktur. Also die USV sendet eben rechtzeitig vorher einen Herunterfahrbefehl an die Serverstruktur. Und dadurch können offene Schreibvorgänge eben beendet werden. Und die Systeme dann, die dann dann wieder auf den Start-Up-Stand kommen, werden dann auch wieder auf den Start-Up-Stand gelegt. Und dann können dann ordnungsgemäß heruntergefahren werden, sodass es nicht zum Datenverlust kommt. Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene Typen, die in der IT, wie wir sie betreuen, relevant sind. Das sind einmal die Offline-USV-Systeme, die Netzinteraktiven-USV-Systeme und die Online-USVs. Die Namen geben schon so ein bisschen was mit, was man vermuten kann, wie sie sich verhalten. Wir steigen mal ein mit der Offline-USV. Das ist so der einfachste USV-Typ. Die leitet den Strom einfach erstmal durch. Heißt, man kann sich vorstellen, man hat einfach ein Verlängerungskabel dazwischen gesteckt und hat dann aber noch einen kleinen Abzweig dran gemacht, einen kleinen Verteiler, der parallel dazu eben einen Gleichrichter versorgt, der die Akkus lädt. Kommt es jetzt zu einer Unterbrechung der Primärenergieversorgung, also quasi Ausfall des Stromnetzes, dann schaltet diese USV um auf einen Wechselrichter, der die angeschlossenen Systeme von den Akkus aus versorgt. Dadurch, dass es dann einen Umschaltvorgang gibt, der erstmal durchgeführt werden muss, haben wir eine Umschaltzeit, die liegt so bei ungefähr 10 Millisekunden. Das reicht für viele Systeme aus. Für etwas empfindlichere Systeme, wie Serversysteme zum Beispiel, reicht das nicht aus. Da brauche ich also eine konstante Stromversorgung, ansonsten kommt es da zu Problemen. Deswegen ist dieser USV-Typ, der Offline-USV, eher weniger geeignet für den Betrieb an. Dann gibt es die Netzinteraktiven USV-Systeme. Da wird der Strom dauerhaft über einen Spannungsregler durchgeleitet und ein Gleichrichter versorgt, der die Batterien lädt. Durch den Spannungsregler, der eingesetzt wird, haben wir eben auch eine Begrenzung der Ausgangsspannung. Dadurch schützt dieser USV-Typ eben nicht nur vor Stromausfall, sondern auch vor Über- und Unterspannung. Die Umschaltzeit ist auch kürzer. Insgesamt reden wir so von 4 bis 8 Millisekunden, je nach Hersteller und USV-Typ. Zu guter Letzt haben wir dann die Online-USV. Da läuft der Strom direkt auf einen Gleichrichter, der die Akkus lädt. Ausgangsseitig haben wir dann direkt einen Wechselrichter, der die Ausgangsseite immer von den Akkus versorgt. Dadurch haben wir eben auch keine Umschaltzeit, weil sowieso immer über die Akkus die Stromversorgung dargestellt wird. Wir haben bei diesem USV-Typ also Schutz vor Unterspannung, Überspannung, vor Frequenzschwankungen und vor Stromversorgung. Was wir aber auch haben, ist natürlich ein deutlich höherer Verschleiß der Akkus, weil sie eben dauerhaft geladen werden und wieder entladen werden. Dadurch haben wir einen höheren Verschleiß in Summe und müssen sie schneller tauschen. Trotzdem ist natürlich der Typ Online-USV der sicherste Typ. Wir haben keine Umschaltzeit, wir haben Schutz vor allen möglichen Veränderungen im Stromnetz. Das heißt, wenn ich wirklich Serversysteme betreibe, die ich schützen will, dann ist das sicherlich der beste Typ dafür. Jetzt war das sicherlich alles relativ viel Information in fünf Minuten. Ich glaube, festhalten kann man als wesentlichen Fakt, Online-USV-Systeme ist so das Nonplusultra an der Stelle und deckt die meisten Anforderungen ab, die wir eben unseren Kunden auch vorfinden. Und wer jetzt sagt, das war mir alles ein bisschen schnell, da brauche ich ein paar mehr Informationen zu, www.hage-it.de slash Termin. Einfach raufgehen, Termin buchen bei mir. Oder einem meiner Kollegen. Und dann unterhalten wir uns mal darüber, wie wir USV-Systeme genau bei Ihnen im Unternehmen in der Struktur implementieren können. Und ja, welche Typen da sinnvoll sind. Ich wünsche noch einen schönen Tag und wir hören und sehen uns in 14 Tagen wieder.