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Modernes Rechenzentrum mit Server-Racks — Windows Server 2016 End of Life erfordert die Migration bis Januar 2027

Windows Server 2016 End of Life: Der Migrationsfahrplan bis Januar 2027

Jens Hagel
Jens Hagel in IT-Dienstleistungen

Inhalt in Kürze

  • Am 12. Januar 2027 endet der Extended Support für Windows Server 2016. Danach gibt es keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr — jede neu entdeckte Lücke bleibt offen.
  • SQL Server 2016 ist bereits End of Life (14. Juli 2026), Office und Exchange 2016/2019 schon seit Oktober 2025. Wer eine 2016er-Umgebung betreibt, hat meist mehrere Baustellen gleichzeitig.
  • ESU verschafft maximal drei Jahre Aufschub — gegen Geld und nur mit sicherheitskritischen Patches. In Azure sind die Updates kostenlos, on-premises nicht.
  • Vier Wege führen raus: Upgrade auf Windows Server 2025, Migration nach Azure, neuer Server im eigenen Haus oder ein Managed Server beim Dienstleister. Welcher passt, hängt von Hardware, Branchensoftware und Ihrer internen IT ab.

Der 14. Juli 2026 ist gerade drei Tage her. An diesem Tag hat Microsoft den Support für SQL Server 2016 endgültig eingestellt. Der nächste Stichtag steht schon im Kalender: Am 12. Januar 2027 erreicht Windows Server 2016 sein End of Life — dann endet laut Microsoft-Lifecycle auch der Extended Support. Wenn in Ihrem Serverraum noch eine Maschine mit dem Betriebssystem von 2016 läuft, ist dieser Artikel Ihr Fahrplan.

Wir betreuen als IT-Systemhaus in Hamburg rund 80 Mittelstandskunden — und finden bei Neukunden-Übernahmen auch 2026 noch regelmäßig Server-2016-Maschinen. Meist als Datei-, Anwendungs- oder Domänencontroller, die „einfach laufen”. Genau diese Server sind jetzt dran.

Die Frist läuft:

Bis zum 12. Januar 2027 bleiben noch knapp 18 Monate — abzüglich Sommerpause, Jahresendgeschäft und Hardware-Lieferzeiten. Eine geordnete Migration braucht 3 bis 6 Monate Vorlauf. Wer im Herbst 2026 noch nicht gestartet ist, migriert unter Zeitdruck. Und Zeitdruck ist bei Servern der teuerste Berater.

Wann genau endet der Support für Windows Server 2016?

Die kurze Antwort: Der Extended Support für Windows Server 2016 endet am 12. Januar 2027. Der Mainstream-Support ist bereits am 11. Januar 2022 ausgelaufen. Seit über vier Jahren bekommt das System also keine neuen Funktionen mehr — nur noch sicherheitskritische Patches. Ab dem 13. Januar 2027 kommen auch die nicht mehr.

Microsoft selbst empfiehlt im Windows-Server-Blog zur Planung des Support-Endes ausdrücklich, die Migration jetzt anzugehen und nicht auf den Stichtag zu warten. Das ist keine Verkaufsrhetorik: Ein Server-Betriebssystem, das 2016 erschienen ist, läuft heute auf Hardware, die in den meisten Fällen ähnlich alt ist. Das Support-Ende ist selten das einzige Problem — es ist nur das mit Datum.

12.01.2027
Support-Ende Server 2016
10 Jahre
Alter der Plattform
3–6 Monate
realistische Migrationsdauer

Alle EOL-Termine im Überblick: Server, SQL, Office, Exchange

Windows Server 2016 kommt selten allein. Auf derselben Maschine oder daneben laufen oft SQL Server, Exchange und Office aus derselben Ära — und deren Uhren ticken unterschiedlich. Diese Tabelle zeigt den Stand für alle relevanten Produkte:

ProduktMainstream-Support-EndeEndgültiges Support-Ende
Office 2016 / 2019abgelaufen14.10.2025
Exchange Server 2016 / 2019abgelaufen14.10.2025
SQL Server 201613.07.202114.07.2026
Windows Server 201611.01.202212.01.2027
Windows Server 201909.01.202409.01.2029
SQL Server 201928.02.202508.01.2030
Windows Server 202213.10.202614.10.2031
Windows Server 202513.11.202914.11.2034

Drei Dinge fallen auf. Erstens: SQL Server 2016 ist schon durch — wer darauf noch eine Warenwirtschaft oder ein DMS betreibt, hat das dringendste Problem nicht im Betriebssystem, sondern in der Datenbank. Zweitens: Exchange 2016 und 2019 sind seit Oktober 2025 ohne Support — ein ungepatchter, aus dem Internet erreichbarer Mailserver ist das beliebteste Einfallstor überhaupt. Drittens: Für Windows Server 2019 gilt der Countdown noch nicht — was das für Sie heißt, steht im Beitrag Windows Server 2019 EOL. Dieser Artikel hier bleibt beim akuten Fall: Server 2016.

Und wer neben den Microsoft-Terminen auch die gesetzlichen Fristen — NIS2, AI Act, E-Rechnung — im Blick behalten will, findet alle IT-Stichtage 2026/2027 auf einer Seite.

Was nach dem 12. Januar 2027 wirklich passiert

Am 13. Januar 2027 startet Ihr Server ganz normal. Kein Countdown, keine rote Warnmeldung. Genau darin liegt das Risiko — es passiert erstmal: nichts. Das dicke Ende kommt zeitversetzt, aus drei Richtungen.

Sicherheit. Jede Sicherheitslücke, die nach dem Stichtag entdeckt wird, bleibt in Ihrem System offen. Angreifer wissen das — Out-of-Support-Systeme werden gezielt und automatisiert gescannt. Die Bedrohungslage ist keine Theorie: Laut Bitkom verursachen Cyberangriffe der deutschen Wirtschaft rund 267 Milliarden Euro Schaden pro Jahr, und der Mittelstand steht längst im Fokus. Ein ungepatchter Server im Firmennetz ist dabei wie eine unverschlossene Kellertür: Es klingelt niemand vorher.

Versicherung und Compliance. Cyber-Versicherer fragen in ihren Risikobögen inzwischen explizit nach Systemen ohne Herstellersupport. Wer nach einem Vorfall angeben muss, dass der verschlüsselte Server seit Monaten keine Patches mehr bekam, riskiert die Deckung. Und wenn Ihr Unternehmen unter NIS2 fällt, gehört ein gepflegtes Patch-Management schlicht zu den Pflichten — ob Sie betroffen sind, zeigt unser NIS2-Check in zwei Minuten.

Software und Betrieb. Hersteller von Branchensoftware, DATEV-Umgebungen und Sicherheitstools zertifizieren neue Versionen irgendwann nicht mehr für Server 2016. Dann sitzen Sie fest: Die Warenwirtschaft braucht ein Update, das Update braucht ein neues Betriebssystem — und plötzlich wird aus dem geplanten Projekt ein Notfall.

Das Wichtigste: Das Support-Ende ist kein technisches Detail, sondern ein Geschäftsrisiko mit Datum. Die Frage ist nicht, ob Sie migrieren — sondern ob geplant und in Ruhe oder ungeplant und unter Druck.

Bevor Sie in die Migrationsplanung einsteigen, lohnt ein ehrlicher Blick auf den Grundschutz drumherum — vom Backup bis zur Mehr-Faktor-Anmeldung. Unsere kompakte Checkliste deckt die 20 wichtigsten Punkte ab:

Gibt es ESU für Windows Server 2016 — und lohnt sich das?

Ja, es gibt eine Gnadenfrist. Microsoft bietet für Windows Server 2016 Extended Security Updates (ESU) an — kostenpflichtige Sicherheitsupdates für bis zu drei Jahre nach dem Support-Ende, also längstens bis Januar 2030. Die Fakten:

  • Nur Sicherheit, sonst nichts. ESU liefert ausschließlich als „kritisch” oder „wichtig” eingestufte Updates. Keine Features, keine Bugfixes, kein technischer Support.
  • Nur über Lizenzverträge. Bezug über Volumenlizenzierung oder einen CSP-Partner, Abrechnung pro Jahr. Die Preise steigen mit jedem ESU-Jahr — das Programm ist bewusst als Brücke gebaut, nicht als Dauerlösung.
  • In Azure kostenlos. Virtuelle Maschinen mit Server 2016, die in Azure laufen, bekommen ESU ohne Aufpreis. Das kann eine Migration in die Cloud zusätzlich attraktiv machen: Erst der Umzug der alten Maschine, dann in Ruhe die Modernisierung.

Unsere ehrliche Einordnung: ESU ist sinnvoll für den einen Altserver, auf dem eine Branchensoftware läuft, deren Ablösung mehr Zeit braucht. Als Strategie für die ganze Umgebung ist es Geldverschwendung — Sie bezahlen dafür, ein Problem zu verschieben, das jedes Jahr größer und teurer wird.

Die vier Migrationspfade im ehrlichen Vergleich

Für den Weg raus aus Windows Server 2016 gibt es vier realistische Optionen. Welche passt, entscheiden Hardware-Alter, Branchensoftware und die Frage, wie viel Serverbetrieb Sie sich intern noch antun wollen.

Pfad 1: In-Place-Upgrade auf Windows Server 2025

Windows Server 2025 unterstützt In-Place-Upgrades über bis zu vier Versionen — der direkte Sprung von 2016 auf 2025 ist offiziell abgedeckt. Klingt bequem: Setup starten, warten, fertig. Die ehrliche Einschränkung: Ein Server, der acht bis zehn Jahre lief, nimmt beim Upgrade alle Altlasten mit — verwaiste Treiber, vergessene Dienste, gewachsene Konfigurationen. Und die Hardware unter dem System ist meist genauso alt wie das Betriebssystem. Ein In-Place-Upgrade ergibt Sinn, wenn die Hardware nachweislich jung ist oder die Maschine virtuell läuft. In allen anderen Fällen raten wir zur Neuinstallation mit sauberer Übernahme der Rollen.

Pfad 2: Migration nach Azure

Statt neuer Hardware im Keller: die Workloads in die Cloud. Der Charme beim Thema Server 2016: In Azure gehostete Maschinen bekommen ESU kostenlos — Sie können den Altserver also erst umziehen und dann ohne Fristdruck modernisieren. Dazu kommen planbare monatliche Kosten statt einer Hardware-Investition. Die Gegenrechnung: Laufende Cloud-Kosten über Jahre, Abhängigkeit von der Internetanbindung und Datenschutzfragen je nach Branche. Ob das für Ihre Umgebung aufgeht, klärt eine saubere Kostenrechnung — unsere Azure-Beratung rechnet beide Szenarien nebeneinander. Eine ausführliche Entscheidungshilfe bietet auch unser Beitrag Cloud oder lokales Hosting.

Pfad 3: Neuer Server im eigenen Haus

Der klassische Weg: neue Hardware, Windows Server 2025, Rollen und Daten sauber migrieren, Altsystem abschalten. Vorteile: volle Kontrolle, Daten bleiben im Haus, bei stabiler Nutzung über fünf bis sieben Jahre oft die günstigste Rechnung. Nachteile: Investition auf einen Schlag, Lieferzeiten für Server-Hardware, und der Betrieb — Patchen, Monitoring, Backup-Kontrolle — bleibt an Ihnen hängen. Genau dieser Betrieb ist der Punkt, an dem es in kleinen Unternehmen später hakt: Der Server läuft, also kümmert sich niemand. Bis zum nächsten Support-Ende.

Geöffnete Festplatte eines alten Servers — bei Windows Server 2016 End of Life ist die Hardware oft so alt wie das System
Bei Servern aus der 2016er-Generation ist die Hardware oft das größere Risiko als das Betriebssystem — Festplatten und Netzteile altern mit.

Pfad 4: Managed Server — Betrieb abgeben

Die vierte Option trennt zwei Fragen, die oft vermischt werden: Wo steht der Server — und wer kümmert sich? Beim Server-Hosting in Hamburg läuft Ihre Umgebung auf aktueller Hardware im deutschen Rechenzentrum, inklusive Betrieb. Alternativ bleibt der neue Server bei Ihnen im Haus, und wir übernehmen mit dem Server-Management zum Festpreis das Patchen, Monitoring und die Backup-Kontrolle. In beiden Fällen gilt: Das nächste Support-Ende ist dann unser Problem, nicht Ihres.

PfadAm besten wenn…Ehrlicher Haken
Upgrade auf Server 2025Hardware jung oder virtualisiertAltlasten wandern mit
Migration nach AzureFlexibilität zählt, ESU-Frist drücktlaufende Kosten, Anbindung kritisch
Neuer Server on-premisesDaten im Haus, stabile AnforderungenInvestition + Betrieb bleibt bei Ihnen
Managed ServerIT soll einfach laufenmonatlicher Festpreis statt Einmalkauf

Der Migrationsfahrplan: In 5 Schritten raus aus Server 2016

So gehen wir bei Migrationsprojekten im Großraum Hamburg vor — vor Ort beim Kunden, mit Festpreis statt offener Stundenabrechnung. Der Ablauf funktioniert aber überall gleich:

  1. Inventur: Welche Server laufen mit welchem Betriebssystem, welche Anwendungen und Datenbanken hängen daran, wer nutzt was? Klingt banal — ist aber der Schritt, der am häufigsten fehlt. Wir haben bei einem Neukunden einmal 45 Minuten gebraucht, nur um den richtigen Switch zu finden, weil nichts dokumentiert war.
  2. Kompatibilität prüfen: Läuft Ihre Branchensoftware auf Windows Server 2025? Was sagt der Hersteller zu SQL-Versionen? Jetzt fragen, nicht am Migrationswochenende. Hier entscheidet sich auch, ob ein Altsystem übergangsweise ESU braucht.
  3. Zielbild und Zeitplan festlegen: Upgrade, Azure, neuer Server oder Managed — pro Workload, nicht pauschal. Dazu Budget, Lieferzeiten und ein Wunschtermin für den Umstieg mit Puffer vor dem 12. Januar 2027.
  4. Testlauf: Die neue Umgebung parallel aufbauen, Daten testweise übernehmen, Branchensoftware mit echten Nutzern prüfen. Dazu gehört auch ein Wiederherstellungstest des Backups — wie das geht, zeigt unser Beitrag Backup testen.
  5. Umstieg und Nachlauf: Cutover am Wochenende, Altsystem noch zwei bis vier Wochen als Fallback vorhalten, dann kontrolliert abschalten. Danach: Dokumentation aktualisieren und Patch-Zyklus für die neue Umgebung festlegen.

Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: das Backup. Während der Migration ist Ihre Umgebung verwundbarer als im Normalbetrieb — ein getestetes Backup ist Ihre Rückfalllinie, falls beim Umstieg etwas schiefgeht. Was ein belastbares Konzept ausmacht, steht im Backup-Guide für Unternehmen; wie viel Ausfallzeit Ihr Unternehmen überhaupt verkraftet, klären die beiden Kennzahlen aus RTO und RPO.

Netzwerk-Switch mit Kabeln im Serverschrank — Inventur der IT vor der Windows Server 2016 Migration
Schritt 1 jeder Migration: wissen, was überhaupt im Schrank hängt. Ohne saubere Inventur wird jedes Serverprojekt zum Blindflug.

Aus der Praxis: So läuft das bei Hamburger Mittelständlern

Der typische Fall sieht so aus: Ein Handelsunternehmen in Hamburg-Wandsbek, 25 Mitarbeiter, ein physischer Host mit Server 2016, darauf Domänencontroller, Dateiablage und die Warenwirtschaft. Die Maschine läuft seit 2017 — unauffällig, deshalb hat sie nie jemand angefasst. Das Support-Ende ist dann der Anlass, die Umgebung einmal komplett aufzuräumen: neuer Host mit Windows Server 2025, Warenwirtschaft in der aktuellen Version, Backup nach dem 3-2-1-Prinzip, Dokumentation. Aufwand: ein Projektquartal, Umstieg an einem Wochenende, Ausfallzeit für die Mitarbeiter: keine.

Ich rate meinen Kunden immer: Nicht übertreiben, einfach anfangen. Die perfekte IT-Lösung gibt es nicht — aber eine, die morgen schon besser ist als heute. Und in drei Monaten sind Sie überrascht, wie weit Sie gekommen sind.

Jens Hagel Jens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Was Geschäftsführer an dem Thema wirklich interessiert, ist selten die Versionsnummer. Es ist die Frage, ob der Laden läuft — auch wenn der Chef mal zwei Wochen weg ist. Ein Kunde hat das im Erstgespräch so formuliert:

Ich will im Urlaub am Strand liegen und nicht an die Firma denken müssen. Nicht daran, ob der Server abschmiert oder ob die Festplatte voll ist. Das muss einfach laufen.

Patrick Müller · Werbeagentur, 8 Mitarbeiter

Genau dafür ist eine geplante Migration da. Übrigens: Falls Sie sich fragen, warum überhaupt ein eigenes Server-Betriebssystem nötig ist und was es vom normalen Windows unterscheidet — das klärt unser Grundlagen-Beitrag Windows Server vs. Windows 11.

Checkliste: Sind Sie vorbereitet auf den 12. Januar 2027?

Gehen Sie diese sechs Punkte ehrlich durch. Jeder offene Punkt ist eine Aufgabe für die nächsten Wochen — nicht für nächstes Jahr.

  • Bestandsliste vorhanden. Sie wissen, auf welchen Maschinen noch Windows Server 2016, SQL Server 2016 oder Exchange 2016/2019 läuft — inklusive der Anwendungen darauf.
  • Herstellerfreigaben geklärt. Ihre Branchensoftware ist für Windows Server 2025 (und eine aktuelle SQL-Version) freigegeben — schriftlich, nicht vom Hörensagen.
  • Zielpfad entschieden. Für jeden betroffenen Server ist klar: Upgrade, Azure, neue Hardware oder Managed Server.
  • Budget und Termin stehen. Die Migration ist als Projekt mit Datum und Festpreis geplant — nicht als „machen wir, wenn Zeit ist".
  • Backup getestet. Es gibt eine aktuelle, erfolgreich wiederhergestellte Sicherung — Ihre Absicherung für das Migrationswochenende.
  • Betrieb nach der Migration geregelt. Jemand patcht, überwacht und dokumentiert die neue Umgebung dauerhaft — intern oder über Managed IT Services.

Fazit: 18 Monate klingen viel — sind sie nicht

Zwischen heute und dem 12. Januar 2027 liegen ein Sommer, ein Jahresendgeschäft und die üblichen Lieferzeiten für Server-Hardware. Wer die Migration jetzt plant, wählt in Ruhe den passenden Pfad, verhandelt ohne Druck und steigt an einem Wochenende seiner Wahl um. Wer wartet, bezahlt am Ende ESU-Aufschläge oder migriert im Dezember-Stress. Unsere Empfehlung nach über 20 Jahren Serverprojekten im Hamburger Mittelstand: Machen Sie aus dem Stichtag ein Projekt mit Anfang und Ende — dann ist das Thema in einem Quartal erledigt.

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Jens Hagel
Gründer & Geschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Seit 2004 begleite ich Hamburger Unternehmen bei der IT-Modernisierung. Microsoft Solutions Partner, WatchGuard Gold Partner, ausgezeichnet als Deutschlands bester IT-Dienstleister 2026 (Brand eins/Statista). Wenn Sie IT-Fragen haben, bin ich direkt erreichbar.

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Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
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Häufig gestellte Fragen

Windows Server 2016 erreicht sein End of Life am 12. Januar 2027. An diesem Tag endet der Extended Support — danach gibt es keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr. Der Mainstream-Support endete bereits am 11. Januar 2022. Seitdem liefert Microsoft nur noch sicherheitskritische Patches, keine neuen Features und keine kostenlose Unterstützung.

Microsoft teilt den Lebenszyklus in zwei Phasen: Im Mainstream-Support (endete 11.01.2022) gab es Sicherheitsupdates, Features und Bugfixes. Im Extended Support (bis 12.01.2027) kommen nur noch sicherheitskritische Updates. Nach dem 12. Januar 2027 ist endgültig Schluss: keine kostenlosen Patches mehr, auch nicht für kritische Sicherheitslücken. Das System läuft technisch weiter — aber jede neu entdeckte Lücke bleibt offen.

Ja. Microsoft bietet für Windows Server 2016 kostenpflichtige Extended Security Updates für bis zu drei Jahre nach dem Support-Ende an — also längstens bis Januar 2030. ESU enthält ausschließlich als kritisch oder wichtig eingestufte Sicherheitsupdates, keine Features und keinen technischen Support. Bezug läuft über Volumenlizenzverträge oder CSP-Partner. Wichtig: In Azure gehostete virtuelle Maschinen erhalten ESU kostenlos.

Ja. Windows Server 2025 unterstützt In-Place-Upgrades von Windows Server 2012 R2 und neuer — der Sprung von 2016 direkt auf 2025 ist damit offiziell abgedeckt. In der Praxis empfehlen wir trotzdem meist eine Neuinstallation mit Migration der Rollen: Ein Server, der acht bis zehn Jahre lief, schleppt Altlasten mit, und die Hardware ist für ein modernes Betriebssystem oft zu alt.

SQL Server 2016 hat sein End of Life bereits erreicht: Der Extended Support endete am 14. Juli 2026. Der Mainstream-Support lief schon am 13. Juli 2021 aus. Wer noch SQL Server 2016 produktiv betreibt, arbeitet ab sofort ohne Sicherheitsupdates — bei einer Datenbank mit Kunden- oder Auftragsdaten ist das ein akutes Risiko und sollte vor dem Windows-Server-Thema priorisiert werden.

SQL Server 2019 ist noch länger versorgt: Der Mainstream-Support endete am 28. Februar 2025, der Extended Support läuft bis zum 8. Januar 2030. Es gibt also keinen akuten Handlungsdruck. Sinnvoll ist trotzdem, die Datenbank bei einer ohnehin anstehenden Server-2016-Migration gleich mit auf eine aktuelle Version zu heben — das spart ein zweites Projekt in wenigen Jahren.

Der Support für Office 2016 und Office 2019 endete am 14. Oktober 2025 — am selben Tag wie für Exchange Server 2016 und 2019 sowie Skype for Business 2016/2019. Diese Produkte erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Für Office ist der übliche Weg Microsoft 365; für Exchange führt der Weg zu Exchange Online oder zur Exchange Server Subscription Edition.

Ja, der Server bootet am 13. Januar 2027 ganz normal. Genau das ist die Falle: Es gibt keinen Knall, keine Warnmeldung — nur ein System, das mit jeder neu entdeckten Sicherheitslücke angreifbarer wird. Dazu kommen Folgeprobleme: Cyber-Versicherer fragen Out-of-Support-Systeme explizit ab, Compliance-Vorgaben wie NIS2 verlangen Patch-Management, und Softwarehersteller zertifizieren ihre Updates nicht mehr für das alte Betriebssystem.

Für einen typischen Mittelständler mit 20 bis 30 Arbeitsplätzen und einem Virtualisierungs-Host liegt eine Migration auf Windows Server 2025 erfahrungsgemäß zwischen 8.000 und 18.000 Euro netto — inklusive neuer Hardware, Lizenzen und Dienstleistung. Die Lizenz für Windows Server 2025 Standard kostet rund 1.100 Euro netto pro 16-Core-Paket, dazu kommen neue CALs (ca. 35 bis 40 Euro pro Nutzer). Bei hagel IT bekommen Sie vorab einen Festpreis — keine offene Stundenabrechnung.

Planen Sie 3 bis 6 Monate vom Startschuss bis zum Abschalten des Altsystems ein — bei komplexer Branchensoftware auch länger. Die reine Umstellung ist meist an einem Wochenende erledigt. Die Zeit davor brauchen Inventur, Kompatibilitätstests mit den Softwareherstellern, Hardware-Lieferzeiten und ein sauberer Testlauf. Wer erst im Herbst 2026 startet, hat bis Januar 2027 keine Reserve mehr für Überraschungen.