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29. März 2026 4 Min.

Windows für Unternehmen: Versionen, Updates und der Umstieg auf Windows 11

Jens Hagel
Jens Hagel in IT-Insights

Inhalt in Kürze

  • Der Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025 — keine Sicherheitsupdates mehr
  • Windows 11 hat im Februar 2026 bereits einen Marktanteil von über 72 Prozent erreicht
  • Extended Security Updates (ESU) sind nur eine Übergangslösung bis 2028
  • Unternehmen mit veralteten Betriebssystemen riskieren Cyberversicherungs-Ausschlüsse und DSGVO-Verstöße

Oktober 2025 war die Deadline. Seitdem gibt es keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 10. Trotzdem laufen in vielen Unternehmen noch Rechner mit dem alten System. Das ist nicht nur ein technisches Problem — es ist ein Geschäftsrisiko.

Windows 10 Support-Ende: Was das bedeutet

Seit dem 14. Oktober 2025 liefert Microsoft keine Sicherheitspatches, Bugfixes oder technischen Support mehr für Windows 10. Jede Sicherheitslücke, die ab diesem Datum entdeckt wird, bleibt offen.

14.10.2025
Support-Ende Windows 10
72,8 %
Windows-11-Marktanteil (Feb 2026)
119/Tag
neue Sicherheitslücken laut BSI

Risiken für Unternehmen ohne Update

Diese Risiken sind real:

Sicherheitslücken: Jede neue Schwachstelle bleibt ungepatcht. Angreifer nutzen genau diese Lücken.

Compliance-Probleme: DSGVO, ISO 27001 und NIS2 fordern aktuelle Systeme. Veraltete Software ist ein dokumentierter Verstoß.

Cyberversicherung: Viele Versicherungen leisten nicht, wenn bekannte Sicherheitslücken nicht geschlossen wurden.

Software-Inkompatibilität: Neue Programme und Treiber unterstützen Windows 10 zunehmend nicht mehr.

Extended Security Updates (ESU): Die Übergangslösung

Microsoft bietet ESU als kostenpflichtige Verlängerung an:

ZeitraumKosten pro GerätHinweis
Jahr 1 (bis Okt 2026)ca. 61 €Für Privatnutzer kostenlos
Jahr 2 (bis Okt 2027)ca. 122 €Preis verdoppelt sich jährlich
Jahr 3 (bis Okt 2028)ca. 244 €Endgültiges Ende

ESU liefert nur Sicherheitsupdates — keine neuen Features, kein technischer Support. Es ist eine Brücke, kein Ziel.

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Windows 11: Was sich ändert

Hardwareanforderungen

Windows 11 verlangt TPM 2.0, Secure Boot und einen modernen Prozessor. Rechner älter als 5-6 Jahre erfüllen diese Anforderungen oft nicht. Prüfen Sie mit dem PC Health Check Tool von Microsoft, welche Geräte kompatibel sind.

Die wichtigsten Neuerungen

  • Neues Startmenü. Zentriert, aufgeräumter, mit angehefteten und empfohlenen Apps.
  • Snap Layouts. Fenster organisieren per Drag & Drop — produktiver arbeiten auf großen Bildschirmen.
  • Teams-Integration. Teams direkt in die Taskleiste integriert.
  • Bessere Sicherheit. TPM 2.0 und Secure Boot als Pflicht machen das System grundlegend sicherer.
  • Android-Apps. Ausgewählte Android-Apps laufen nativ auf Windows 11.

Migrations-Fahrplan für Unternehmen

  1. Bestandsaufnahme. Wie viele Rechner haben Sie? Welche sind Windows-11-kompatibel? Welche müssen ausgetauscht werden?
  2. Kompatibilität prüfen. Branchensoftware, Drucker, Scanner — funktioniert alles mit Windows 11? Testen Sie mit einem Pilotgerät.
  3. Budget planen. Nicht-kompatible Rechner müssen ersetzt werden (600-1.200 € pro Arbeitsplatz). Das Upgrade selbst ist kostenlos.
  4. Rollout planen. Nicht alle Geräte gleichzeitig. Abteilung für Abteilung, über 2-4 Wochen. Startend mit IT-affinen Mitarbeitern.
  5. Autopilot nutzen. Mit Microsoft 365 Business Premium und Intune konfigurieren sich neue Rechner automatisch — alle Apps, Einstellungen und Sicherheitsrichtlinien.
  6. Schulung. Windows 11 sieht anders aus als Windows 10. Eine 30-Minuten-Kurzschulung reicht für die meisten Mitarbeiter.

Stellen Sie sich vor: Sie packen einen neuen Laptop aus, schalten ihn ein — und er konfiguriert sich komplett selbst. Alle Apps, alle Einstellungen, alle Sicherheitsrichtlinien. Das geht heute mit Microsoft 365 und Intune.

Jens Hagel Jens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH
Das Wichtigste: Der Umstieg auf Windows 11 ist keine Option, sondern Pflicht. Ohne Sicherheitsupdates ist Windows 10 ein Risiko für Ihr Unternehmen — finanziell, rechtlich und operativ. Planen Sie den Umstieg jetzt, nutzen Sie ESU als Übergangslösung und setzen Sie auf Autopilot für einen reibungslosen Rollout.

Ihr nächster Schritt

Sie wissen nicht, wie viele Ihrer Rechner Windows-11-tauglich sind? Wir prüfen das — und planen den Umstieg für Sie.

Jens Hagel
Jens Hagel
Geschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Seit 2004 begleite ich Hamburger Unternehmen bei der IT-Modernisierung. Microsoft Solutions Partner, WatchGuard Gold Partner, ausgezeichnet als Deutschlands bester IT-Dienstleister 2025 (Brand eins/Statista). Wenn Sie IT-Fragen haben, bin ich direkt erreichbar.

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Häufig gestellte Fragen

Am 14. Oktober 2025. Seit diesem Datum liefert Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 10. Unternehmen können Extended Security Updates (ESU) bis 2028 kaufen — aber das ist nur eine Übergangslösung.

Windows 11 erfordert: TPM 2.0, Secure Boot, UEFI-Firmware, 4 GB RAM, 64 GB Speicher und einen kompatiblen Prozessor (ab 8. Gen Intel oder Ryzen 2000). Rechner, die älter als 5-6 Jahre sind, erfüllen diese Anforderungen oft nicht.

Das Upgrade selbst ist kostenlos für Windows-10-Rechner mit kompatibler Hardware. Wenn neue Hardware nötig ist, rechnen Sie mit 600-1.200 Euro pro Arbeitsplatz. Mit einem IT-Partner kosten Planung und Rollout zusätzlich 50-100 Euro pro Gerät.

ESU ist ein kostenpflichtiges Programm von Microsoft, das Sicherheitsupdates für Windows 10 bis Oktober 2028 verlängert. Für Unternehmen kostet es ab ca. 61 Euro pro Gerät im ersten Jahr, mit jährlich steigenden Preisen.

Dringend empfohlen. Ohne Sicherheitsupdates ist Windows 10 ein offenes Einfallstor für Angreifer. Cyberversicherungen greifen bei veralteten Betriebssystemen oft nicht, und DSGVO-Compliance ist gefährdet.