Inhalt in Kürze
- Der Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025 — keine Sicherheitsupdates mehr
- Windows 11 hat im Februar 2026 bereits einen Marktanteil von über 72 Prozent erreicht
- Extended Security Updates (ESU) sind nur eine Übergangslösung bis 2028
- Unternehmen mit veralteten Betriebssystemen riskieren Cyberversicherungs-Ausschlüsse und DSGVO-Verstöße
Oktober 2025 war die Deadline. Seitdem gibt es keine Sicherheitsupdates mehr für Windows 10. Trotzdem laufen in vielen Unternehmen noch Rechner mit dem alten System. Das ist nicht nur ein technisches Problem — es ist ein Geschäftsrisiko.
Windows 10 Support-Ende: Was das bedeutet
Seit dem 14. Oktober 2025 liefert Microsoft keine Sicherheitspatches, Bugfixes oder technischen Support mehr für Windows 10. Jede Sicherheitslücke, die ab diesem Datum entdeckt wird, bleibt offen.
Risiken für Unternehmen ohne Update
Sicherheitslücken: Jede neue Schwachstelle bleibt ungepatcht. Angreifer nutzen genau diese Lücken.
Compliance-Probleme: DSGVO, ISO 27001 und NIS2 fordern aktuelle Systeme. Veraltete Software ist ein dokumentierter Verstoß.
Cyberversicherung: Viele Versicherungen leisten nicht, wenn bekannte Sicherheitslücken nicht geschlossen wurden.
Software-Inkompatibilität: Neue Programme und Treiber unterstützen Windows 10 zunehmend nicht mehr.
Extended Security Updates (ESU): Die Übergangslösung
Microsoft bietet ESU als kostenpflichtige Verlängerung an:
| Zeitraum | Kosten pro Gerät | Hinweis |
|---|---|---|
| Jahr 1 (bis Okt 2026) | ca. 61 € | Für Privatnutzer kostenlos |
| Jahr 2 (bis Okt 2027) | ca. 122 € | Preis verdoppelt sich jährlich |
| Jahr 3 (bis Okt 2028) | ca. 244 € | Endgültiges Ende |
ESU liefert nur Sicherheitsupdates — keine neuen Features, kein technischer Support. Es ist eine Brücke, kein Ziel.
Windows 11: Was sich ändert
Hardwareanforderungen
Windows 11 verlangt TPM 2.0, Secure Boot und einen modernen Prozessor. Rechner älter als 5-6 Jahre erfüllen diese Anforderungen oft nicht. Prüfen Sie mit dem PC Health Check Tool von Microsoft, welche Geräte kompatibel sind.
Die wichtigsten Neuerungen
- Neues Startmenü. Zentriert, aufgeräumter, mit angehefteten und empfohlenen Apps.
- Snap Layouts. Fenster organisieren per Drag & Drop — produktiver arbeiten auf großen Bildschirmen.
- Teams-Integration. Teams direkt in die Taskleiste integriert.
- Bessere Sicherheit. TPM 2.0 und Secure Boot als Pflicht machen das System grundlegend sicherer.
- Android-Apps. Ausgewählte Android-Apps laufen nativ auf Windows 11.
Migrations-Fahrplan für Unternehmen
- Bestandsaufnahme. Wie viele Rechner haben Sie? Welche sind Windows-11-kompatibel? Welche müssen ausgetauscht werden?
- Kompatibilität prüfen. Branchensoftware, Drucker, Scanner — funktioniert alles mit Windows 11? Testen Sie mit einem Pilotgerät.
- Budget planen. Nicht-kompatible Rechner müssen ersetzt werden (600-1.200 € pro Arbeitsplatz). Das Upgrade selbst ist kostenlos.
- Rollout planen. Nicht alle Geräte gleichzeitig. Abteilung für Abteilung, über 2-4 Wochen. Startend mit IT-affinen Mitarbeitern.
- Autopilot nutzen. Mit Microsoft 365 Business Premium und Intune konfigurieren sich neue Rechner automatisch — alle Apps, Einstellungen und Sicherheitsrichtlinien.
- Schulung. Windows 11 sieht anders aus als Windows 10. Eine 30-Minuten-Kurzschulung reicht für die meisten Mitarbeiter.
Stellen Sie sich vor: Sie packen einen neuen Laptop aus, schalten ihn ein — und er konfiguriert sich komplett selbst. Alle Apps, alle Einstellungen, alle Sicherheitsrichtlinien. Das geht heute mit Microsoft 365 und Intune.
Ihr nächster Schritt
Sie wissen nicht, wie viele Ihrer Rechner Windows-11-tauglich sind? Wir prüfen das — und planen den Umstieg für Sie.