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Notebook, Smartphone und Notizbuch auf dem Schreibtisch – Microsoft 365 aufräumen in einer kleinen Beratung

Microsoft 365 aufräumen nach Phishing: Fallstudie einer Hamburger Beratung

Jens Hagel
Jens Hagel in Fallstudien

Inhalt in Kürze

  • Eine kleine Hamburger Beratung hatte bereits einen Phishing-Vorfall erlebt. Im Strategiegespräch mit uns kam die ganze Microsoft-365-Umgebung auf den Tisch: elf Lizenzen in drei Sorten, Konten früherer freier Mitarbeiter, externe Freigaben.
  • Entschieden wurde: Drei Altkonten werden freigegebene Postfächer ohne Lizenz, die drei festen Nutzer wechseln auf Business Premium als Monatslizenz.
  • Ein Regelwerk für Anmeldungen aus dem Ausland ist vereinbart. Es wird vor dem Einschalten mit dem Kunden abgestimmt, inklusive einer Ausnahme für den Arbeitsort in Südeuropa.
  • Ein Punkt ist bewusst offen: Sechs externe Freigabelinks bleiben vorerst bestehen, bis die Gesellschafter entschieden haben.

Ein Phishing-Vorfall ist ein unangenehmer Anlass, um Microsoft 365 aufzuräumen. Aber er stellt die richtigen Fragen: Wer hat eigentlich alles ein Konto? Wofür zahlen wir? Und wer kommt von außen an unsere Dateien?

Diese Fragen sind wir mit einem Bestandskunden durchgegangen. Hier steht, was wir gefunden haben, was entschieden ist und was noch offen ist.

SteckbriefDer Fall auf einen Blick
BrancheInhabergeführte Beratungsgesellschaft
GrößeKleines Kernteam (unter fünf Festangestellte) plus wechselnde freie Mitarbeiter
StandortHamburg, ein Teil des Teams arbeitet zeitweise aus Südeuropa
AusgangslagePhishing-Vorfall erlebt, gemischte Lizenzen, Konten früherer Freelancer, externe Freigaben
LeistungStrategiegespräch in der laufenden Betreuung: Lizenzen, Konten, Anmelderegeln, Freigabe-Audit
ZeitraumGespräch im Spätsommer, Umstellung in Etappen

Microsoft 365 aufräumen: was beim Durchgehen auf den Tisch kam

Der Kunde ist eine inhabergeführte Beratung mit zwei geschäftsführenden Gesellschaftern und einem kleinen festen Team. Früher arbeiteten viele freie Mitarbeiter mit, und jeder von ihnen bekam ein eigenes Microsoft-365-Konto. Inzwischen arbeitet die Beratung mit deutlich weniger Freelancern. Ein Grund dafür ist das Risiko der Scheinselbstständigkeit.

Die Konten blieben trotzdem. Ein Projekt endet, die Person geht, das Konto läuft weiter.

Beim gemeinsamen Durchgehen haben wir gezählt:

  • elf kostenpflichtige Lizenzen in drei Sorten: drei Business Standard, fünf Business Basic und drei reine Exchange-Online-Lizenzen
  • mehrere Konten früherer freier Mitarbeiter, die weiter eine bezahlte Lizenz belegten
  • 15 Freigabelinks in SharePoint und Teams, davon sechs nach außen

Dazu kam etwas, das mit Technik wenig zu tun hat: Die Lizenzpositionen auf der Rechnung waren für den Kunden schwer nachvollziehbar, er musste nachfragen. Wir sind die Positionen deshalb gemeinsam Zeile für Zeile durchgegangen und haben vereinbart, sie an den tatsächlichen Bestand anzugleichen.

Warum der Phishing-Vorfall der richtige Anlass war:

Phishing zielt auf Zugangsdaten. Jedes aktive Konto ist ein möglicher Zugang, auch das eines Freelancers, der seit Monaten nicht mehr mitarbeitet. Wer nach einem Vorfall nur das betroffene Postfach prüft, lässt die übrigen Türen offen. Die vollständige Liste der Konten ist deshalb der erste Schritt, nicht der letzte.

Befund, Risiko, Maßnahme

Aus der Bestandsaufnahme haben wir eine Tabelle gemacht, die der Kunde ohne IT-Kenntnisse lesen kann. Jede Zeile beantwortet drei Fragen: Was haben wir gefunden? Was kann daraus werden? Was ist entschieden?

BefundRisikoMaßnahme (Stand)
Konten früherer freier Mitarbeiter mit bezahlter LizenzZusätzliche Anmeldeziele, laufende Kosten ohne NutzenDrei Konten werden freigegebene Postfächer, die Lizenzen entfallen (entschieden)
Business Standard bei den festen NutzernKein bedingter Zugriff, keine Linkprüfung beim KlickWechsel auf Business Premium als Monatslizenz (entschieden)
Teile des Teams arbeiten zeitweise aus SüdeuropaEine pauschale Ländersperre würde die eigene Arbeit blockierenRegelwerk mit Ausnahme für den Arbeitsort, Abstimmung vor dem Einschalten (vereinbart)
Sechs externe Freigabelinks aus alten ProjektenZugriff von außen besteht, bis jemand ihn entferntBericht dokumentiert, Freigaben vorerst belassen (offen)
Lizenzpositionen auf der Rechnung schwer lesbarUnklar, welche Position zu welchem Konto gehörtZeile für Zeile durchgegangen, Korrektur auf den tatsächlichen Bestand vereinbart (entschieden)

Die Spalte „Stand“ ist uns wichtig. Ein Fallbericht, in dem alles „umgesetzt“ ist, wäre bequemer zu lesen. Er wäre aber nicht wahr.

Altkonten: freigegebenes Postfach statt bezahlter Lizenz

Für die drei Konten ehemaliger freier Mitarbeiter gab es zwei naheliegende Wege: löschen oder weiterzahlen. Beides passte nicht. Löschen hätte alte Projektkorrespondenz gekostet und eingehende Mails ins Leere laufen lassen. Weiterzahlen hätte Lizenzen für Konten bedeutet, mit denen niemand mehr arbeitet.

Der dritte Weg ist das freigegebene Postfach. Laut Microsoft-Dokumentation zu freigegebenen Postfächern speichert ein freigegebenes Postfach bis zu 50 GB, ohne dass ihm eine Lizenz zugewiesen werden muss. Beim Umwandeln eines Benutzerpostfachs bleiben alle E-Mails und Kalendereinträge erhalten, Posteingangsregeln ebenfalls.

Für den Kunden heißt das konkret:

  • Mails an die alten Adressen kommen weiter an.
  • Die bestehenden Weiterleitungen laufen bis zum Jahresende weiter.
  • Die Lizenz kann jederzeit wieder gebucht werden, falls ein Konto doch wieder ein volles Postfach braucht.
Zwei Grenzen, die man kennen sollte:

Erstens: Ohne Lizenz ist bei 50 GB Schluss. Ein erweitertes Archiv oder eine Beweissicherung für Rechtsstreitigkeiten verlangt laut Microsoft eine Exchange-Online-Plan-2-Lizenz oder Plan 1 mit Archivierungs-Add-on. Zweitens: Wird beim Umwandeln das Kennwort nicht zurückgesetzt, funktionieren Benutzername und Kennwort weiter. Microsoft empfiehlt, die Anmeldung für das Konto eines freigegebenen Postfachs immer zu blockieren. Das Benutzerkonto selbst darf nicht gelöscht werden, weil das Postfach es als Anker braucht.

Ein Detail haben wir mit dem Kunden gesondert geklärt: die Datensicherung dieser Konten. Auf seinen Wunsch läuft die Sicherung bis zum Jahresende weiter. Danach wird sie beendet, und wir bestätigen die Löschung. So hat der Kunde ein paar Monate Puffer, falls doch noch eine alte Projektmail gebraucht wird.

Wer das Thema grundsätzlich angehen will, findet die Schritte für ausscheidende Personen in unserer IT-Offboarding-Checkliste. Sie gilt für Freelancer genauso wie für Angestellte.

Das Zielbild: drei Lizenzen weniger, drei Konten besser geschützt

Das Schaubild zeigt den Bestand vor dem Gespräch und das vereinbarte Zielbild. Die Zahlen stammen aus der gemeinsamen Zählung.

Microsoft-365-Konten vorher und im vereinbarten ZielbildVorher: elf kostenpflichtige Lizenzen, davon drei Business Standard für die festen Nutzer, fünf Business Basic und drei Exchange Online, darunter Konten früherer freier Mitarbeiter. Zielbild: drei Business Premium als Monatslizenz für die festen Nutzer, fünf weitere Konten mit Basic- oder Exchange-Lizenz und drei freigegebene Postfächer ohne Lizenz. Drei Lizenzen weniger.Microsoft-365-Konten im ÜberblickVORHER11 LizenzenBusiness Standarddie drei festen NutzerBusiness BasicExchange Onlinedarunter Konten früherer freier MitarbeitervereinbartZIELBILD3 Lizenzen wenigerBusiness Premium, monatlichdie drei festen NutzerBusiness Basic / Exchange OnlineFreigegebene Postfächer ohne LizenzMails kommen weiter an

Business Premium: was die drei festen Nutzer dazubekommen

Die drei festen Nutzer arbeiteten mit Business Standard. Das Paket enthält Office, E-Mail und Teams. Was ihm fehlt: Linkprüfung beim Klick, Anhangsprüfung und Anmelderegeln. Wir haben die Unterschiede für den Kunden aus der Microsoft-Übersicht zur Sicherheit in Microsoft 365 Business zusammengestellt:

FunktionBusiness StandardBusiness Premium
KontoschutzEntra ID Free mit Sicherheitsstandards (MFA standardmäßig an)Entra ID P1 mit bedingtem Zugriff
Grundschutz für Postfächer (Schadsoftware, Spam, Spoofing)enthaltenenthalten
Prüfung von Links beim Klick (Sichere Links)nicht enthaltenenthalten über Defender for Office 365 Plan 1
Prüfung von Anhängen (Sichere Anlagen), auch in SharePoint, OneDrive und Teamsnicht enthaltenenthalten über Defender for Office 365 Plan 1
GeräteverwaltungBasismobilität und SicherheitIntune Plan 1
Endpunktschutz für Rechnernicht enthaltenDefender for Business

Entschieden ist der Wechsel für die drei festen Nutzer, als Monatslizenz und nicht mit Jahresbindung. Die übrigen Konten bleiben, wie sie sind.

Lohnt sich Premium für drei Personen?

Die Frage stellt sich in kleinen Teams zu Recht. Die Antwort hängt nicht an der Teamgröße, sondern daran, wer angegriffen werden kann. Die drei festen Nutzer sind die Konten, mit denen täglich gearbeitet wird. Diese Konten bekommen mit dem Wechsel Linkprüfung, Anhangsprüfung und Anmelderegeln. Die drei Altkonten brauchen das nicht, sie bekommen gar keine Lizenz mehr.

Mit dem Wechsel auf Premium bereiten wir die Standard-Sicherheitsrichtlinien vor: Sichere Links, Sichere Anlagen, die Basis des Spamfilters und den bedingten Zugriff. Wie wir solche Regeln grundsätzlich aufbauen, steht in unserem Beitrag zu Conditional Access in Microsoft 365. Die laufende Pflege übernimmt bei unseren Kunden das Microsoft-365-Management.

Das Lizenzmodell von Microsoft 365 ist so vielseitig und umfangreich, dass es wirklich für jeden einzelnen Benutzer die entsprechende Lizenz gibt.

Dennis Kreft Dennis KreftMicrosoft 365 & Cloud-Experte

Anmeldungen aus dem Ausland: sperren, aber nicht sich selbst aussperren

Mit bedingtem Zugriff lassen sich Länder als benannte Standorte anlegen. Microsoft nennt in der Dokumentation zu Netzwerksignalen ausdrücklich zwei Einsatzzwecke: mehrstufige Anmeldung außerhalb des Firmennetzes verlangen und den Zugriff aus Ländern sperren, in denen das Unternehmen nicht tätig ist. Ermittelt wird das Land über die öffentliche IP-Adresse oder die GPS-Daten der Authenticator-App.

Bei diesem Kunden gibt es eine Besonderheit: Ein Teil des Teams arbeitet zeitweise aus Südeuropa. Eine pauschale Sperre für alles außerhalb Deutschlands würde also die eigene Arbeit blockieren.

Vereinbart ist deshalb ein Regelwerk mit drei Bausteinen:

  1. Ausland sperren: Anmeldungen aus Ländern, in denen niemand arbeitet, werden abgewiesen.
  2. Ausnahme für den Arbeitsort: Der Arbeitsort in Südeuropa wird als benannter Standort ausgenommen, damit dort weiter gearbeitet werden kann.
  3. MFA im Ausland und Geräteregistrierung: Wo Anmeldungen von außerhalb erlaubt sind, gelten strengere Bedingungen.

Eingeschaltet ist davon noch nichts, und das ist Absicht. Microsoft schreibt selbst, dass eine Richtlinie, die über den Standort Zugriffe blockiert, als restriktiv gilt und erst nach gründlichen Tests eingesetzt werden sollte. Wir dokumentieren das Regelwerk deshalb, stimmen es mit dem Kunden ab und rollen es erst dann aus.

Dazu gehört eine Information vor und nach der Umstellung. Ein paar Kleinigkeiten werden die Nutzer bemerken. Sichere Links prüft laut Microsoft-Dokumentation zu Sicheren Links eine Adresse beim Klick, bevor die Seite öffnet.

Altes Vorhängeschloss an einer blauen Tür – externe Freigaben in Microsoft 365 aufräumen
Externe Freigaben sind wie ein Schloss an einer Tür, die man selten benutzt: Es hängt noch, auch wenn das Projekt längst vorbei ist.

Parallel haben wir einen Bericht über alle Freigaben in SharePoint und Teams gezogen. Das Ergebnis:

FreigabeAnzahlEinordnung
Freigabelinks insgesamt15vollständig im Bericht dokumentiert
davon intern9Zugriff innerhalb des Unternehmens
davon extern6Zugriff von außen möglich
extern geteilte Ordner4alle aus abgeschlossenen Projekten mit freien Mitarbeitern

Der Kunde hat die Ergebnisse im Gespräch durchgesehen und die Freigaben als unkritisch eingestuft. Sie bleiben vorerst bestehen. Ob externes Teilen grundsätzlich abgeschaltet wird, entscheidet die Geschäftsführung erst, wenn sich beide Gesellschafter abgestimmt haben.

Wir haben dazu offen gesagt, was wir davon halten. Eine Freigabe aus einem abgeschlossenen Projekt bleibt bestehen, bis jemand sie entfernt. Und mit KI-Assistenten bekommt das Thema eine zweite Seite. Microsoft schreibt in der Dokumentation zu Daten und Datenschutz bei Copilot, dass Copilot nur Daten anzeigt, für die ein Benutzer mindestens Leserechte hat. Microsoft rät dort, die Berechtigungsmodelle in SharePoint so zu nutzen, dass die richtigen Personen den richtigen Zugriff haben. Das schließt Berechtigungen für Personen außerhalb der eigenen Organisation ein.

Umgekehrt gelesen: Alles, worauf jemand Zugriff hat, kann ein Assistent für ihn finden und zusammenfassen. Wer überlegt, ob sich Microsoft Copilot lohnt, sollte vorher die Berechtigungen kennen.

Der offene Punkt

Die sechs externen Freigaben sind dokumentiert, bewertet und bewusst noch nicht entfernt. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern eine Entscheidung der Geschäftsführung, die zwei Gesellschafter gemeinsam treffen wollen. Unsere Aufgabe ist, dass die Entscheidung auf einer vollständigen Liste beruht. Die stellen wir ihnen zusammen.

Was sonst noch vereinbart wurde

Zwei Punkte aus dem Gespräch haben mit Lizenzen nichts zu tun und waren dem Kunden trotzdem wichtig:

  • Ein fester technischer Ansprechpartner ist für Eskalationen benannt. Wenn etwas brennt, weiß der Kunde, wen er anruft.
  • Termine und Tickets selbst buchen: Wir haben gezeigt, wie der Kunde ohne Umweg einen Termin oder ein Ticket anlegt.

Was wir daraus gelernt haben

Für Geschäftsführer ohne IT-Hintergrund lässt sich der Fall auf vier Sätze bringen.

Ein Konto ist kein Archiv. Wer alte Mails aufheben will, braucht dafür kein bezahltes Benutzerkonto. Ein freigegebenes Postfach hebt sie auf, nimmt neue Mails an und kostet bis 50 GB keine Lizenz.

Schutz gehört zu den Personen mit Zugriff, nicht zu jedem Konto. Die drei festen Nutzer bekommen das stärkere Paket. Die drei Altkonten ohne aktiven Nutzer brauchen gar keins mehr.

Eine Sperre muss zur eigenen Arbeitsweise passen. Deshalb wird das Regelwerk für Anmeldungen aus dem Ausland erst abgestimmt und dann eingeschaltet.

Eine Rechnung, die man nicht versteht, ist ein Befund. Sie war hier der Anlass für eine Zeile-für-Zeile-Prüfung, nach der Bestand und Abrechnung wieder zusammenpassen sollen.

Alle drei Monate setzen wir uns zusammen, aktualisieren die Risikoanalyse und besprechen: Was hat sich verändert? Was können wir verbessern? So wird IT zur Chefsache — ohne dass Sie sich im Detail verlieren müssen.

Jens Hagel Jens HagelGründer, hagel IT-Services GmbH

Ein Ansprechpartner, eine Rechnung, alles drin. Keine zehn verschiedenen Verträge, keine Überraschungen. Das ist alles, was wir wollen.

Markus Krause · Geschäftsführer, Internationale Spedition, 15 Mitarbeiter (aus einem anderen Kundengespräch)

Wer wissen will, wie andere kleine Beratungen ihre IT aufstellen, findet einen weiteren Praxisbericht zum serverlosen Büro einer Hamburger Unternehmensberatung. Wie ein Lizenzbestand in einer anderen Umgebung aufgeräumt wurde, zeigt die Fallstudie Vom Lizenz-Chaos zur skalierbaren Cloud. Was wir für Beratungen und andere Dienstleister grundsätzlich anbieten, steht auf der Seite IT für Unternehmensdienstleister in Hamburg.

Prüfen Sie Ihre eigene Umgebung

Fünf Fragen, die Sie ohne IT-Wissen beantworten oder Ihrem Dienstleister stellen können:

  • Wie viele Konten haben wir, und wie viele Menschen arbeiten hier? Jede Differenz braucht eine Erklärung.
  • Welche Lizenzen zahlen wir für Personen, die nicht mehr mitarbeiten? Freigegebene Postfächer brauchen bis 50 GB keine Lizenz.
  • Können sich Konten von freigegebenen Postfächern noch anmelden? Microsoft empfiehlt, die Anmeldung zu blockieren.
  • Aus welchen Ländern melden wir uns tatsächlich an? Das ist die Grundlage für jede Ländersperre und ihre Ausnahmen.
  • Welche Freigaben zeigen nach außen, und aus welchem Projekt stammen sie? Ein Freigabebericht beantwortet das in einer Liste.
Das Wichtigste: Microsoft 365 aufräumen heißt nicht, alles neu zu kaufen. In diesem Fall fallen drei Lizenzen weg, drei Konten bekommen stärkeren Schutz, und die Entscheidung zu externen Freigaben trifft die Geschäftsführung auf Grundlage einer vollständigen Liste.

Ob nach einem Vorfall oder vorher: Unsere Cybersecurity-Betreuung in Hamburg beginnt mit genau dieser Bestandsaufnahme. Danach wissen Sie, wofür Sie zahlen und wer an Ihre Daten kommt.

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Weiterführende Quellen

Jens Hagel
Gründer, hagel IT-Services GmbH

Seit 2004 begleite ich Hamburger Unternehmen bei der IT-Modernisierung. Microsoft Solutions Partner, WatchGuard Gold Partner, ausgezeichnet als Deutschlands bester IT-Dienstleister 2026 (Brand eins/Statista). Wenn Sie IT-Fragen haben, bin ich direkt erreichbar.

Thorsten Eckel

„Mit Hagel IT haben wir einen erfahrenen Partner, auf den wir uns jederzeit zu 100 % verlassen können.“

Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
Deutschlands beste IT-Dienstleister 2026 — brand eins / Statista
Bester IT-Dienstleister
2026 — brand eins / Statista
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„Wir arbeiten seit einiger Zeit mit hagel IT zusammen und sind absolut zufrieden. Das Team ist kompetent, freundlich und immer schnell zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Besonders schätzen wir die individuelle Beratung, den zuverlässigen Support und die modernen IT-Lösungen, die perfekt auf unsere Bedürfnisse abgestimmt sind. Ein rundum professioneller Partner, den wir uneingeschränkt weiterempfehlen können!"

Robin Koppelmann
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Häufig gestellte Fragen

Nein, solange es nicht größer als 50 GB ist. Eine Lizenz wird erst nötig, wenn das Postfach mehr Speicher, ein erweitertes Archiv oder eine Beweissicherung für Rechtsstreitigkeiten braucht. So steht es in der Microsoft-Dokumentation zu freigegebenen Postfächern.

Nein. Laut Microsoft bleiben alle vorhandenen E-Mails und Kalendereinträge erhalten, Posteingangsregeln ebenfalls. Das Benutzerkonto darf danach aber nicht gelöscht werden, weil das freigegebene Postfach es als Anker braucht.

Wird das Kennwort beim Umwandeln nicht zurückgesetzt, funktionieren Benutzername und Kennwort laut Microsoft weiter. Microsoft empfiehlt deshalb, die Anmeldung für das Konto eines freigegebenen Postfachs zu blockieren und blockiert zu lassen.

Laut Microsoft unter anderem Entra ID P1 mit bedingtem Zugriff, Defender for Office 365 Plan 1 mit Sicheren Links und Sicheren Anlagen, Intune Plan 1 zur Geräteverwaltung und Defender for Business als Endpunktschutz.

Ja. Mit bedingtem Zugriff lassen sich Länder als benannte Standorte anlegen und gezielt sperren oder ausnehmen. Microsoft rät, solche Sperren erst nach gründlichen Tests einzuschalten. In dieser Fallstudie wird das Regelwerk deshalb erst mit dem Kunden abgestimmt und dann ausgerollt.

Microsoft schreibt, dass Copilot nur Daten anzeigt, für die ein Benutzer mindestens Leserechte hat. Umgekehrt heißt das: Alles, worauf jemand Zugriff hat, kann Copilot für ihn finden. Aufgeräumte Berechtigungen sind deshalb die Voraussetzung für einen KI-Assistenten.