11 Min.
Cybersicherheit im Oktober 2026 — PHP-Quellcode auf einem Bildschirm

Cybersicherheit im Oktober 2026: PHP-Notfall, 1.407 Microsoft-Lücken und die Ransomware-Gruppe SafePay

Jens Hagel
Jens Hagel in IT-Sicherheit

Inhalt in Kürze

  • PHP-Notfall am 21. Oktober: Das BSI warnte vor zwei kritischen Lücken in PHP, der Programmiersprache hinter WordPress und vielen anderen Websites. In Nordrhein-Westfalen nahmen Kliniken, Kommunen und Universitäten ihre Seiten vorsorglich vom Netz.
  • Patchday am 13. Oktober: Microsoft schloss laut Tenable 1.407 Lücken, eine davon wurde schon vorher angegriffen. Gleichzeitig endeten die letzten Updates für Windows Server 2012 und Office 2021.
  • Warnung zu SafePay: CISA, FBI und das LKA Rheinland-Pfalz beschreiben, wie die Gruppe in Firmennetze kommt. Gezielt angegriffen werden Firewalls, VPN-Zugänge und Backup-Server.
  • Microsoft-Lagebericht: Deutschland war im ersten Halbjahr 2026 das am stärksten betroffene EU-Land, Ransomware-Angriffe stiegen um 276 Prozent.

Im September ging es um eine angegriffene Firewall-Lücke und um ein Datenleck, gegen das kein Backup half. Im Oktober warnte das BSI vor einer Lücke, noch bevor der Patch erschienen war. Welche der vier Meldungen Ihren Betrieb betrifft und was Sie diese Woche tun sollten, steht hier.

BSI-Warnung: Kritische PHP-Lücken bedrohen Firmenwebsites

Am 21. Oktober 2026 rief das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Betreiber von Webservern zum sofortigen Handeln auf. Betroffen ist PHP, eine Programmiersprache, auf der ein großer Teil aller Websites läuft — darunter WordPress, Typo3, Joomla und viele Online-Shops. Laut BSI sind alle bekannten PHP-Versionen bis mindestens PHP 5 verwundbar.

Die beiden Lücken heißen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619, in Berichten auch „PHP2Shell”. Sie haben den Schweregrad 9,2 von 10. Ein Angreifer kann damit aus der Ferne eigenen Code auf dem Webserver ausführen, ohne Passwort und ohne dass jemand etwas anklickt. Das PHP-Projekt stuft das Risiko für Server mit dem Apache-Modul mod_php am höchsten ein. Dort genügt eine einzige Anfrage, bevor die Website-Software überhaupt startet.

Das BSI rechnete mit Angriffen innerhalb von Stunden.

BSI-Vizepräsident Thomas Caspers: „Wir halten eine kurzfristige, großflächige Ausnutzung innerhalb weniger Stunden nach Erscheinen der Sicherheitsupdates für wahrscheinlich: Angreifer können diese mittels KI-gestützter Werkzeuge innerhalb kurzer Zeit analysieren und entsprechende Exploits generieren." Exploits sind fertige Angriffsprogramme. Bis zum 22. Oktober war dem BSI laut seiner aktualisierten Warnung keine erfolgreiche Ausnutzung in der Breite bekannt.

Die Folgen waren sichtbar. Laut WDR nahmen allein in Nordrhein-Westfalen viele Kliniken, Kommunen, Universitäten und die Landesregierung ihre Seiten vorsorglich vom Netz. Am 22. Oktober ergänzte das BSI: Auch Hersteller von Netzwerkgeräten veröffentlichen inzwischen Hinweise, weil PHP in ihren Produkten steckt.

Für Sie heißt das: Liegt Ihre Firmenwebsite bei einem Webhoster oder einer Agentur, ist der Dienstleister für das Update zuständig. Ob er es erledigt hat, sollten Sie trotzdem nachfragen.

  1. Website-Dienstleister fragen: Welche PHP-Version läuft auf unserer Website, im Shop und im Kundenportal? Sicher sind laut PHP-Projekt die Versionen 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35.
  2. Alte Versionen aussortieren: PHP 8.1 und älter bekommen vom PHP-Projekt keine Updates mehr. Läuft so etwas noch, braucht die Website einen Umzug auf eine aktuelle Version.
  3. Geräte im Haus prüfen: Werden Firewall, NAS-Speicher oder Telefonanlage über eine Web-Oberfläche verwaltet, prüfen Sie beim Hersteller, ob ein Hinweis zu PHP2Shell vorliegt, und spielen Sie die Firmware ein.
  4. Interne Webanwendungen nicht vergessen: Läuft ein Ticketsystem, eine Zeiterfassung oder ein Intranet mit PHP auf eigenem Server, braucht es dasselbe Update.

Microsoft-Patchday Oktober 2026: 1.407 Lücken und das Ende von Server 2012

Am 13. Oktober 2026 hat Microsoft laut Tenable 1.407 Sicherheitslücken geschlossen. Andere Zählungen kommen auf etwas mehr, je nachdem, welche Produkte mitgerechnet werden. Im September waren es 964 Lücken. Tenable nennt den Oktober den zweiten Monat in Folge mit dem größten Patchday bisher.

1.407
geschlossene Lücken am 13. Oktober (Tenable)
69
davon von Microsoft als kritisch eingestuft
47,9 %
der Lücken verschaffen höhere Rechte auf dem Rechner

Die angegriffene Lücke heißt CVE-2026-96951 und steckt in der Windows Shell, also der Oberfläche, über die Sie Dateien öffnen. Sie hat den Schweregrad 8,8. Windows markiert Dateien aus dem Internet normalerweise und warnt vor dem Öffnen. Über diese Lücke entfällt die Warnung. Der Angriff läuft per E-Mail oder Chat-Nachricht mit präparierter Datei. Die US-Behörde CISA hat die Lücke noch am Patchday in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Schwachstellen aufgenommen.

Wer Exchange Server noch im eigenen Haus betreibt, hat zwei weitere Baustellen: CVE-2026-70571 (kritisch, ausgelöst durch eine präparierte E-Mail an den Server) und CVE-2026-70279 (Schweregrad 9,3). Microsoft hält bei beiden eine Ausnutzung für „wahrscheinlicher”. Dazu kommt CVE-2026-70229 in den Active-Directory-Diensten, also im zentralen Benutzerverzeichnis auf dem Domänencontroller.

Die Meldung mit der längsten Wirkung steht aber am Ende des Tenable-Berichts. Im September haben wir geschrieben, dass Windows Server 2012 nur noch mit kostenpflichtiger Verlängerung (ESU) Updates bekommt. Seit dem 13. Oktober ist auch diese Verlängerung vorbei.

Seit dem 13. Oktober 2026 ohne Sicherheitsupdates:

Windows Server 2012 und 2012 R2 (auch mit ESU), Office 2021 und Office LTSC 2021, Windows 11 Home und Pro in der Version 24H2. Windows Server 2022 hat die Standardphase verlassen, bekommt Sicherheitsupdates aber weiter bis zum 14. Oktober 2031.

Ein Server ohne Updates bleibt bei jeder künftigen Lücke offen. Ein Rechner mit Windows 11 24H2 lässt sich dagegen auf eine aktuelle Version heben. Wie Sie dabei vorgehen, ohne den Betrieb zu stören, steht in unserem Ratgeber zum Windows-11-Upgrade für Unternehmen. Wer bei 1.407 Lücken pro Monat nicht selbst nachhalten will, welches Gerät welches Update hat, findet das in unseren Managed IT Services mit Patch-Management: Wir prüfen den Installationsstand jedes Geräts.

SafePay: Behörden warnen vor einer der aktivsten Ransomware-Gruppen

Am 20. Oktober 2026 veröffentlichten sechs Behörden eine gemeinsame Warnung zur Ransomware-Gruppe SafePay (Kennung AA26-293A). Ransomware ist Schadsoftware, die Daten verschlüsselt und Lösegeld fordert. Unter den Autoren ist neben CISA, FBI und zwei britischen Behörden das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz. Es hat eigene Ermittlungsergebnisse beigesteuert. Die Behörden zählen seit August 2024 mindestens 600 Opfer in Nord- und Südamerika, Europa und Australien.

Die Warnung beschreibt Schritt für Schritt, wie SafePay vorgeht. Für einen Mittelständler sind vier Punkte entscheidend:

  • Der Weg hinein: gestohlene oder erratene Passwörter, Phishing und VPN-Zugänge. Dazu bekannte Lücken in Firewalls von Cisco (ASA/FTD) und SonicWall sowie in der Backup-Software Veeam Backup & Replication. Alle fünf genannten Lücken stehen seit 2023 oder 2024 im CISA-Katalog. Es sind also alte Lücken, für die es längst Updates gibt.
  • Die Werkzeuge: Programme, die jede IT-Abteilung kennt — PsExec, Windows-Fernverwaltung, Remotedesktop, AnyDesk und TeamViewer. Ein Virenscanner schlägt bei diesen Programmen nicht automatisch an.
  • Der Datenabfluss: Die Täter packen Daten mit 7-Zip oder WinRAR und kopieren sie mit RClone, WinSCP oder über OneDrive nach draußen. Wer nicht zahlt, findet die Daten auf der Leak-Seite der Gruppe wieder. Zusätzlich rufen Mitglieder der Gruppe beim Opfer an, um Druck zu machen.
  • Die Sicherungen: SafePay stoppt die Windows-Schattenkopien und setzt NAS-Speicher mit Sicherungsdaten auf Werkseinstellungen zurück. Liegt die einzige Sicherung auf so einem Gerät im Firmennetz, ist sie damit weg.
Ransomware-Schutz im Serverraum — offene Server-Racks mit Netzwerkverkabelung
Hängen Firewall, Backup-Server und NAS im selben Netz wie alle anderen Geräte, erreicht SafePay auch die Sicherungen.

Drei Monate lang konnten wir nicht arbeiten. Alles verschlüsselt — jedes Dokument, jede E-Mail, jede Rechnung. Seitdem weiß ich: IT-Sicherheit ist kein Luxus, sondern Überlebensfrage.

Bernd Kühn · Geschäftsführer, Sanitärbetrieb, 20-25 Mitarbeiter

Die Behörden empfehlen an erster Stelle, Firewalls und andere Geräte am Netzrand zu patchen, Administrator-Werkzeuge auf die Leute zu beschränken, die sie brauchen, und überall eine Anmeldung mit zweitem Faktor einzuführen. So sieht das für einen Betrieb mit 40 Arbeitsplätzen aus:

  • VPN nur mit zweitem Faktor: Ein erratenes Passwort darf allein nicht reichen. Wie das in Microsoft 365 sauber eingerichtet wird, zeigt unser Beitrag zu MFA und Conditional Access.
  • Firewall und Veeam auf Stand bringen: Firmware der Firewall und Version des Backup-Servers prüfen. Die von SafePay genutzten Lücken sind seit Jahren geschlossen, aber nur auf aktualisierten Geräten.
  • Eine Sicherung außer Reichweite: Mindestens eine Kopie muss getrennt vom Firmennetz oder unveränderlich liegen, sodass auch ein Administrator-Konto sie nicht löschen kann.
  • Fernwartungs-Programme inventarisieren: Welche Rechner haben AnyDesk oder TeamViewer installiert, und wer braucht das wirklich?

Eine Sicherung, die Erpresser nicht erreichen, ist der Kern unseres Backups für Unternehmen mit Wiederherstellungstest. Die Firewall gehört in denselben festen Ablauf. Unsere Managed Firewall übernimmt Überwachung und Firmware-Updates.

Microsoft-Lagebericht: Deutschland ist das am stärksten betroffene EU-Land

Am 1. Oktober 2026 stellte Microsoft in Berlin die deutschen Zahlen aus dem Microsoft Digital Defense Report 2026 vor. Der Bericht deckt den Zeitraum Juli 2025 bis Juni 2026 ab.

Platz 1
Deutschland unter den EU-Ländern im ersten Halbjahr 2026
+276 %
mehr bekannt gewordene Ransomware-Angriffe in Deutschland (12 Monate bis Juni 2026)
145 Mio.+
aufgedeckte Phishing-Versuche per QR-Code (Juli 2025 bis Juni 2026)

Weltweit liegt Deutschland auf Platz 10. Drei Befunde betreffen Ihre Mitarbeiter direkt:

  1. Gefälschte Absender: Fast 85 Prozent der im zweiten Quartal geprüften Phishing-Mails gaben sich als eine bestimmte Person aus — Vorgesetzte, Kollegen, Geschäftspartner. Laut Microsoft imitieren die Täter dafür mit KI den Schreibstil vertrauter Personen.
  2. Mail-Bombardierung: Ein Postfach wird mit Massen an Mails geflutet. Danach meldet sich die angebliche IT-Abteilung und bietet Hilfe an. Wer darauf eingeht, gibt sein Passwort preis oder installiert Schadsoftware.
  3. Gefälschte KI-Erweiterungen: Browser-Erweiterungen, die angeblich ChatGPT oder DeepSeek unterstützen, lasen die Chats mit. Sie wurden laut Microsoft fast 900.000-mal installiert, in mehr als 20.000 Unternehmen.

Microsoft beschreibt außerdem einen Ransomware-Angriff namens JADEPUFFER aus dem Juli 2026, bei dem KI-Agenten große Teile des Angriffs selbstständig ausführten. Was KI-Agenten für die eigene Sicherheit bedeuten, ordnen wir im Beitrag zu den Sicherheitsrisiken von KI-Agenten im Unternehmen ein.

Ob Sie 5 oder 500 Mitarbeiter haben — einem KI-gesteuerten Massenangriff ist das völlig egal. Die verschlüsseln Sie automatisiert, einfach weil sie können. Deshalb braucht heute jedes Unternehmen einen Grundschutz.

Jens Hagel Jens HagelGründer, hagel IT-Services GmbH

Die Mail-Bombardierung funktioniert nur, wenn Mitarbeiter nicht wissen, wie die echte IT sich meldet. Legen Sie das fest und sagen Sie es allen: Die IT ruft nie unaufgefordert an und fragt nie nach Passwörtern. Ob Ihr Microsoft-365-Konto gegen die übrigen Tricks abgesichert ist, prüfen Sie hier:

Aus der Praxis: Der Oktober-Aktionsplan

  • Website-Dienstleister anschreiben: PHP-Version und Datum des Updates schriftlich bestätigen lassen — für Website, Shop und Kundenportal.
  • Oktober-Patchday nachweisen: Alle Windows-Rechner und -Server auf den Stand vom 13. Oktober bringen. Exchange Server und Domänencontroller zuerst.
  • Altsysteme zählen: Wie viele Server mit Windows Server 2012, wie viele Rechner mit Office 2021 oder Windows 11 24H2 haben Sie? Für jedes Gerät ein Austausch- oder Upgrade-Datum festlegen.
  • Firewall, VPN und Backup-Server prüfen: Firmware aktuell, VPN nur mit zweitem Faktor, eine Sicherung außerhalb des Netzes.
  • Mitarbeiter einweisen: Wie meldet sich die echte IT? Diese eine Regel schützt gegen die Mail-Bombardierung.
Das Wichtigste: Der Oktober hat gezeigt, wie schnell aus einer Lücke ein Notfall wird. Das BSI rechnete bei PHP mit Angriffen innerhalb weniger Stunden, und Microsoft lieferte den größten Patchday in Tenables Zählung. Gleichzeitig nutzt SafePay Lücken, für die es seit Jahren Updates gibt. Drei Dinge gehören auf Ihre Liste: die Website beim Dienstleister prüfen lassen, Server 2012 und Office 2021 ersetzen und Firewall, VPN und Backup so absichern, dass ein gestohlenes Passwort allein nicht reicht.

Den Vormonat können Sie hier nachlesen: Cybersicherheit im September 2026. Alle bisherigen Ausgaben liegen im Hub der Cybersecurity-Reports.

Website, Server 2012, Firewall — wissen Sie, wo Sie stehen?

15 Minuten Erstgespräch. Kostenlos. Ohne Vertriebsdruck.

Termin buchen →
Jens Hagel
Gründer, hagel IT-Services GmbH

Seit 2004 begleite ich Hamburger Unternehmen bei der IT-Modernisierung. Microsoft Solutions Partner, WatchGuard Gold Partner, ausgezeichnet als Deutschlands bester IT-Dienstleister 2026 (Brand eins/Statista). Wenn Sie IT-Fragen haben, bin ich direkt erreichbar.

Thorsten Eckel

„Mit Hagel IT haben wir einen erfahrenen Partner, auf den wir uns jederzeit zu 100 % verlassen können.“

Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
Deutschlands beste IT-Dienstleister 2026 — brand eins / Statista
Bester IT-Dienstleister
2026 — brand eins / Statista
IT-Flatrate Hamburg: Wie ein Mittelständler mit 32 PCs das Support-Chaos beendete
Fallstudie · Private Equity
IT-Flatrate Hamburg: Wie ein Mittelständler mit 32 PCs das Support-Chaos beendete
Ausgezeichnete Bewertung
Basierend auf 46 Bewertungen

„Wir arbeiten seit einiger Zeit mit hagel IT zusammen und sind absolut zufrieden. Das Team ist kompetent, freundlich und immer schnell zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Besonders schätzen wir die individuelle Beratung, den zuverlässigen Support und die modernen IT-Lösungen, die perfekt auf unsere Bedürfnisse abgestimmt sind. Ein rundum professioneller Partner, den wir uneingeschränkt weiterempfehlen können!"

Robin Koppelmann
Sicherheit

Sicher — ohne dass Sie Experte sein müssen.

Verschlüsselung, Backup und Zwei-Faktor laufen im Hintergrund und werden monatlich geprüft. Fragt jemand nach — Versicherung, Kunde oder Behörde — haben Sie den Nachweis auf Knopfdruck.

Kjello · Sicherheits-Report
Geprüft & lückenlos dokumentiert
Sicherheits-Vertrauensanker im Portal: Audit-Trail lückenlos geprüft und Zugriffs-Delegation aktiv — beide grün bestätigt
Ergebnis
Nachweis auf Knopfdruck
Was Sie tun
Nichts
Was wir & die Automatik tun
Einrichten · überwachen · monatlich prüfen · nachweisen
Früher — Sicherheit auf Hoffnung
  • Hoffen, dass nichts passiert
  • Backup nie wirklich getestet
  • Kein Nachweis, wenn jemand fragt
  • Blindflug bei Verschlüsselung und Co.
Ein Risiko, das keiner sehen will

„Muss ich Security verstehen?“ — Nein. Sie müssen nichts einstellen und nichts überwachen. Das ist unser Job — Sie bekommen nur den grünen Haken.

Häufig gestellte Fragen

Wenn Ihre Website mit WordPress, Typo3, Joomla, Shopware oder einem anderen PHP-System läuft, ist der Webserver betroffen, bis er aktualisiert ist. Laut BSI sind alle bekannten PHP-Versionen bis mindestens PHP 5 verwundbar. Sicher sind die Versionen 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35, die am 21. Oktober 2026 erschienen sind. PHP 8.1 und älter bekommen vom PHP-Projekt keine Updates mehr. Fragen Sie Ihren Webhoster oder Ihre Webagentur schriftlich, welche PHP-Version läuft und wann das Update eingespielt wurde. Denken Sie auch an Geräte wie Firewalls oder NAS-Systeme, deren Verwaltungsoberfläche PHP nutzen kann.

Microsoft hat am 13. Oktober 2026 laut Tenable 1.407 Schwachstellen geschlossen, 69 davon kritisch. Eine Lücke wurde schon vorher ausgenutzt: CVE-2026-96951 in der Windows Shell (CVSS 8,8). Sie hebelt die Warnung aus, die Windows bei Dateien aus dem Internet anzeigt. Die US-Behörde CISA hat sie am selben Tag in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Lücken aufgenommen. Wichtig für Firmen mit eigenem Mailserver: Exchange Server hat eine kritische Lücke (CVE-2026-70571), die per präparierter E-Mail ausgelöst werden kann.

Am 13. Oktober 2026 endete das letzte Jahr der kostenpflichtigen Update-Verlängerung (ESU) für Windows Server 2012 und 2012 R2. Ebenfalls ohne Updates sind seitdem Office 2021, Office LTSC 2021 und Windows 11 Home und Pro in der Version 24H2. Windows Server 2022 bekommt weiter Sicherheitsupdates, und zwar bis zum 14. Oktober 2031.

Laut der Warnung AA26-293A von CISA, FBI und LKA Rheinland-Pfalz vom 20. Oktober 2026 nutzt SafePay gestohlene oder erratene Passwörter, Phishing und VPN-Zugänge. Dazu kommen bekannte Lücken in Cisco-Firewalls (ASA/FTD), SonicWall-Firewalls und Veeam Backup & Replication. Im Netz setzen die Täter Standardwerkzeuge wie PsExec, Remotedesktop, AnyDesk oder TeamViewer ein, kopieren Daten ab und setzen NAS-Speicher mit Sicherungen auf Werkseinstellungen zurück. Die Behörden zählen mindestens 600 Opfer seit August 2024.