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PRTG Network Monitor: Netzwerk-Monitoring für den Mittelstand richtig einsetzen

Jens Hagel
Jens Hagel in IT-Insights

Inhalt in Kürze

  • PRTG Network Monitor überwacht Netzwerke über ein Sensoren-Modell: ein Server mit CPU, RAM, Disk und 3 Diensten = ca. 20 Sensoren. Bis 100 Sensoren ist die Software kostenlos, ab 500 Sensoren wird lizenziert.
  • Ideal für Unternehmen mit 10 bis 250 Mitarbeitern, die schnell starten wollen und keinen dedizierten Monitoring-Admin haben. Fertiges Windows-UI, über 250 Sensor-Typen, Support aus Nürnberg.
  • Zabbix, LibreNMS und Checkmk sind günstigere Open-Source-Alternativen — aber nur für Teams mit Linux-Know-how und Zeit für Setup sinnvoll.
  • Aus unserer Praxis: 80 % der Ausfälle in Mittelstands-Netzwerken lassen sich mit 10 gut konfigurierten Sensoren vorhersagen — Speicherplatz, Backup-Status, USV, WAN-Verbindung, MFA-Login-Fehler. Der Rest ist Feinschliff.

Ein Netzwerk, das erst ausfällt und dann analysiert wird, ist ein Netzwerk, das zu spät auffällt. Wenn der Server Samstagnacht um 03:17 Uhr die Festplatte voll schreibt, will niemand Montag um 07:55 Uhr der Erste sein, der das merkt. Genau dafür gibt es Netzwerk-Monitoring — und im deutschen Mittelstand ist PRTG Network Monitor von Paessler eine der gängigsten Lösungen. Dieser Guide zeigt, wann sich PRTG lohnt, wo es an seine Grenzen kommt und wie ein sauberes Setup aussieht.

Was ist PRTG Network Monitor?

PRTG Network Monitor ist eine Monitoring-Software der Paessler AG aus Nürnberg. Sie überwacht Netzwerk-Infrastruktur, Server, Cloud-Dienste und Anwendungen und meldet Probleme per E-Mail, SMS, Push oder Chat-Integration. Die Besonderheit: Statt Agenten auf jedem Gerät installieren zu müssen, nutzt PRTG Standard-Protokolle wie SNMP, WMI, NetFlow, Ping und REST-APIs. Für fast alles, was im Netzwerk redet, gibt es einen vorkonfigurierten Sensor-Typ.

Paessler beziffert die Kundenzahl auf über 500.000 weltweit. In der DACH-Region ist PRTG einer der bekanntesten Monitoring-Namen — weil die Software stabil läuft, der Support deutschsprachig ist und die Einstiegshürde niedriger liegt als bei Open-Source-Alternativen wie Zabbix oder Nagios.

500.000+
Kunden weltweit (Paessler)
250+
vorkonfigurierte Sensor-Typen
100
Sensoren in der Freeware
~20
Sensoren pro Server (Faustregel)

Zitierfähige Definition: Laut Paessler-Dokumentation ist ein Sensor in PRTG „ein einzelner Messwert, den PRTG überwacht”. Das bedeutet: Ein Server mit vier Kernen, CPU-Last, RAM-Auslastung, Disk C:, Disk D: und drei Windows-Diensten ergibt nicht ein Gerät, sondern rund acht Sensoren. Diese Zählweise ist für die Lizenzierung entscheidend — und für das Budget.

Sensoren-Modell und Lizenzierung

Die Sensoren-Lizenzierung verstehen viele Interessenten beim ersten Angebot falsch. „Wir haben 60 Geräte, dann brauchen wir 60 Lizenzen” — so rechnet PRTG nicht. Hier die tatsächliche Logik, die sich in der Praxis für mittelständische Netzwerke ergibt:

Wichtig:

PRTG zählt nicht Geräte, sondern Messpunkte. Ein einzelner ESXi-Host mit 12 virtuellen Maschinen kann je nach Tiefe der Überwachung zwischen 40 und 200 Sensoren belegen. Vor dem Lizenzkauf sollte immer eine 30-tägige Testinstallation die reale Sensorzahl ermitteln.

Die wichtigsten Lizenzstufen (Stand 2026, unverbindliche Orientierung):

LizenzSensorenWofür geeignet
PRTG Freebis 100Kleinstbetrieb, Testlabor, Homelab
PRTG 500bis 5005–20 Mitarbeiter, ca. 3–4 Server, 1 Switch
PRTG 1000bis 1.00020–60 Mitarbeiter, kleinere KMU-Infrastruktur
PRTG 2500bis 2.50060–150 Mitarbeiter, typischer Mittelstand
PRTG 5000bis 5.000Größere Multi-Standort-Umgebungen
PRTG XL1unbegrenzt (1 Server)Enterprise, MSP, Rechenzentrum

Konkrete Preise nennt Paessler auf Anfrage — der Hersteller positioniert sich im mittleren vierstelligen Bereich pro Jahr für eine 1000er-Lizenz, die XL1 liegt im fünfstelligen Bereich. Für verbindliche Angebote direkt an paessler.com oder den Paessler-Partner wenden.

Wir sehen bei Neukunden immer wieder das gleiche Bild: PRTG läuft seit Jahren, aber keiner weiß mehr genau, welcher Sensor was tut. 30 bis 40 Prozent der Sensoren sind Karteileichen — pausiert, vergessen, verwaist. Aufräumen spart oft eine Lizenzstufe.

Jens Hagel Jens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

PRTG vs. Alternativen — wann passt was?

Monitoring-Software gibt es reichlich. PRTG ist gut, aber nicht alternativlos. Wer die Wahl hat, sollte die eigene IT-Mannschaft ehrlich einschätzen: Wie viel Linux-Know-how ist im Haus? Gibt es Zeit für komplexere Setups? Wie groß ist das Netzwerk wirklich? Gartner führt Monitoring-Tools seit Jahren im Magic Quadrant „IT Infrastructure Monitoring” — PRTG taucht dort regelmäßig auf, konkurriert aber mit Datadog, SolarWinds, Zabbix und Checkmk.

KriteriumPRTGZabbixLibreNMSCheckmkDatadogAzure Monitor
Lizenzmodellkommerziell, SensorenOpen SourceOpen SourceFree + EnterpriseSaaS, pro HostPay-as-you-go
Einrichtungsaufwandniedrig (Tage)hoch (Wochen)mittelmittelniedrig (SaaS)mittel
Linux-Know-how nötig?neinjajajaneinnein
Standard-UIfertig, Windowsanpassbaranpassbarfertigmodern, SaaSAzure-Portal
Sensor/Host-Bibliothek250+100+200+1.900+500+Azure-only primär
Support DEPaessler NürnbergCommunity / PartnerCommunityCheckmk GmbH (München)US-HQ, DACH-PartnerMicrosoft
Best-Fit10–250 MA, schnell startklarGroße Teams, Linux-affinNetzwerk-Geräte-FokusMittelstand + EnterpriseCloud-native TeamsMicrosoft-365-Shops
Tipp aus der Praxis:

Wenn Sie bereits fast alles in Microsoft 365 und Azure haben, lohnt sich der Blick auf Azure Monitor zusätzlich zu PRTG. PRTG blickt aufs LAN, Azure Monitor auf die Cloud — beide ergänzen sich besser, als dass sie sich ersetzen.

Open Source heißt nicht billig. Zabbix kostet keine Lizenz, aber einen Admin, der weiß was er tut. Wenn die Person krank wird oder kündigt, steht das Monitoring still. Bei vielen Mittelstandskunden ist ein sauber lizenziertes PRTG am Ende günstiger als eine unfertige Zabbix-Bastelei.

Jens Hagel Jens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH
Nahaufnahme eines Netzwerk-Switches mit RJ45-Ports — Hardware, die PRTG Network Monitor im Mittelstand überwacht
Ein NOC-Team, das sein PRTG live schaltet — der erste Schritt ist immer, die Infrastruktur zu verstehen, die gerade überwacht werden soll.

PRTG Einrichtung in 7 Schritten

Eine saubere PRTG-Installation ist kein Vormittagsprojekt, aber auch kein Wochenend-Marathon. Rechnen Sie für eine mittelgroße Umgebung (60–100 Mitarbeiter) mit zwei bis drei Tagen bis alle relevanten Sensoren laufen und die Alarme richtig eingestellt sind. Diese Schritte haben sich bewährt:

  1. Vorbereitung und Inventur: Vor der Installation alle Geräte, Server, Dienste und Abhängigkeiten dokumentieren. Ohne Netzwerk-Inventar endet jedes Monitoring im Blindflug. Faustregel: Wer die eigene Netzwerktopologie nicht auf eine A4-Seite bringt, ist für PRTG noch nicht bereit.
  2. Host vorbereiten: Dedizierter Windows-Server (mindestens Server 2019, aktuell 2022/2025). 4 vCPU / 8 GB RAM reichen für kleinere Umgebungen, ab 2.000 Sensoren eher 8 vCPU / 16 GB. SSD zwingend — PRTG schreibt viele kleine Daten.
  3. PRTG installieren: Installer von paessler.com laden, mit Admin-Rechten ausführen. Nach ca. 15 Minuten steht das Web-UI. Initial-Passwort ändern. HTTPS-Zertifikat einbinden, sonst warnt jeder Browser.
  4. Auto-Discovery laufen lassen: PRTG scannt das Subnetz und schlägt Sensoren vor. Nicht alles blind übernehmen — die Discovery neigt zu „mehr ist mehr". Nach dem Scan kritisch ausmisten, sonst ist die 500er-Lizenz nach zwei Stunden voll.
  5. Geräte manuell ergänzen und gruppieren: Firewall, Core-Switch, ESXi-Hosts, Domain-Controller, File-Server, Backup-Server — das Rückgrat zuerst. Gerätegruppen bilden nach Standort oder Funktion (Rechenzentrum, Büro-Switch-Kaskade, Außenstellen).
  6. Benachrichtigungen konfigurieren: Mindestens drei Eskalationsstufen — z. B. Warnung in Teams/Slack, nach 15 Minuten E-Mail an die IT-Gruppe, nach 30 Minuten SMS an den Bereitschaftsdienst. Wartungsfenster für planbare Arbeiten einrichten.
  7. Abhängigkeiten setzen und testen: Ohne Dependencies schickt PRTG 80 Alarme, wenn ein Switch ausfällt. Mit Abhängigkeiten kommt eine einzige klare Meldung. Anschließend einen kontrollierten Ausfall testen — z. B. einen Test-Server herunterfahren — und prüfen, ob die richtigen Leute in der richtigen Reihenfolge benachrichtigt werden.
Häufiger Fehler:

Viele Unternehmen installieren PRTG auf einem bestehenden File- oder Domain-Controller-Server „weil da noch Platz ist". Schlechte Idee. Wenn der Server in einen Wartungs-Reboot geht, schläft das Monitoring — und im Zweifel fehlt genau die Alarmierung, die man bräuchte. PRTG gehört auf einen dedizierten Host oder in eine eigene VM.

Typische Sensoren für KMU-Netzwerke

Diese Messpunkte gehören in fast jedes mittelständische PRTG-Setup. Sie decken ca. 80 % der realen Ausfallszenarien ab, die wir in über 5.000 Support-Tickets pro Jahr sehen:

  • Server (Windows & Linux). CPU-Last, RAM, Disk (C:, D:, Daten-Volumes), Hardware-Sensoren via IPMI oder SNMP, Windows-Dienste (z. B. SQL, Exchange, IIS), Ereignisanzeige-Filter für kritische Fehler, NTP-Drift, Ping.
  • Switches. SNMP Traffic pro Port, CPU-/Speicher-Auslastung, Uplink-Status, Power-over-Ethernet-Verbrauch, Spanning-Tree-Events. Bei Managed Switches mit Access-Ports einzeln überwachen, bei Core-Switches zusätzlich Buffer-Drops und Fehler pro Interface.
  • Firewall. VPN-Tunnel-Status (besonders Site-to-Site!), CPU und Memory, aktive Sessions, Interface-Traffic WAN/LAN/DMZ, Lizenz- und Update-Status. Bei Watchguard, Fortigate, Sophos oder Cisco Meraki gibt es fertige Sensor-Pakete.
  • Multifunktionsdrucker. Verfügbarkeit, Tonerstand, Papierstatus, Druckerzählerstand (für Abrechnung), Fehlercodes. Klingt trivial — bis der GF-Assistent um 09:30 Uhr keine Rechnungen mehr drucken kann.
  • USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung). Batterie-Ladung, Restlaufzeit, Eingangsspannung, Temperatur. Wenn die USV stirbt und der Strom ausfällt, ist die komplette IT offline — diesen Sensor vergessen 60 % der Unternehmen, bei denen wir ins Haus kommen.
  • Backup-Status. Erfolg/Fehler der letzten Backup-Jobs, Alter des neuesten Backups, freie Kapazität im Backup-Storage. Ob Veeam, MSP360 oder Acronis — fast alle Produkte haben eine API, die PRTG auslesen kann.
  • Internet-Leitung. Ping und Paketverlust zu externen Zielen (z. B. 8.8.8.8, 1.1.1.1), HTTP-Response-Zeiten zur eigenen Webseite, DNS-Auflösung. Zwei unabhängige Sensoren — sonst weiß man nicht, ob die Leitung oder das Ziel ausgefallen ist.
  • Microsoft 365 / Cloud. Exchange Online Verfügbarkeit, Teams-API, Service-Health-Feeds. Paessler liefert dafür den Microsoft-365-Service-Status-Sensor mit — ein einzelner Sensor reicht für einen schnellen Überblick.
Monitor mit Code und Dashboard — PRTG-Netzwerkmonitoring mit Sensoren für Switches, Server und USV
Ein typisches Rack in einem mittelständischen Serverraum — jedes Gerät hier belegt in PRTG zwischen 3 und 30 Sensoren.

Drei Monate komplett alles weg. Alles, was wir geschrieben haben, alles, was wir gemacht haben. Hätten wir das vorher gewusst, dass unser Backup schon seit Wochen nicht mehr durchgelaufen ist — dann hätten wir drei Monate früher reagiert.

Bernd Kühn · Geschäftsführer, Sanitärbetrieb, 20-25 Mitarbeiter (nach Ransomware-Angriff)

Alerting und Eskalationsprozess

Ein Monitoring-System, dessen Alarme niemand mehr liest, ist Schlimmeres als gar kein Monitoring: Es vermittelt das Gefühl, alles sei im Blick, obwohl es nur noch rauscht. Die heise-c’t hat 2024 den Begriff „Alert Fatigue” als den Hauptgrund beschrieben, warum viele IT-Teams ihrem eigenen Monitoring nicht mehr vertrauen.

Gute Alarm-Architektur folgt drei Prinzipien:

  1. Hierarchie: Drei Stufen — Info (Dashboard-only), Warnung (Chat), kritisch (E-Mail + SMS + Telefon). Nicht jede CPU-Spitze braucht eine SMS um 03:00 Uhr.
  2. Zustellungsfenster: Zwischen 18:00 und 07:00 Uhr nur wirklich kritische Alarme an den Bereitschaftsdienst. Tonerstand kann bis morgen warten.
  3. Abhängigkeiten: Wenn der Core-Switch stirbt, müssen die 40 Meldungen für die Geräte dahinter unterdrückt werden. PRTG kann das über „Dependency"-Einstellungen — nur nutzt es kaum jemand konsequent.
Aus der Praxis:

Bei einer Hamburger Spedition mit 35 Mitarbeitern war PRTG seit Jahren im Einsatz — und hatte 14.000 ungelesene Alarm-Mails im GF-Postfach. Wir haben das Setup in einem Tag neu strukturiert: Schwellenwerte angehoben, Abhängigkeiten gesetzt, eine separate Verteilerliste mit nur 5 Adressaten angelegt. Nach einer Woche kam ein Anruf: „Die IT meldet sich endlich wieder, wenn wirklich was ist." Mehr war's nicht.

Häufige Fehler bei PRTG-Einführungen

Diese sieben Fallen sehen wir immer wieder. Wer sie kennt, umgeht 90 % der typischen PRTG-Enttäuschungen:

  • Zu viele Sensoren. Auto-Discovery übernommen, ohne aufzuräumen — Lizenzstufe zu klein, Performance schlecht, Dashboard unleserlich.
  • Keine Abhängigkeiten. Ein Switch-Ausfall = 80 Alarm-Mails. Nach dem zweiten Mal schaltet die IT die Benachrichtigungen ab.
  • SNMP-Community „public" vergessen. Default-Community auf Switches und Firewalls öffnet ein Scheunentor — aus Sicherheitssicht ein Eigentor.
  • Keine Bereitschafts-Rotation. Alarme gehen an eine einzige Person. Die ist im Urlaub, keiner merkt's.
  • Dashboards nie aktualisiert. Nach der Einführung nie wieder angefasst. Nach 2 Jahren zeigt das Dashboard Geräte, die längst ausgemustert sind.
  • Kein Backup der PRTG-Konfiguration. Wenn der Monitoring-Server ausfällt, ist das jahrelang gewachsene Setup weg. PRTG exportiert Config als XML — gehört in die regelmäßige Datensicherung.
  • Monitoring ohne Zuständigkeit. „Irgendwer guckt da schon rauf." Ohne klar benannten Verantwortlichen verkümmert jedes Monitoring-System innerhalb von 12 Monaten.
Das Wichtigste: PRTG ist ein gutes Werkzeug — aber wie jeder Werkzeugkasten nur so gut wie die Hand, die ihn benutzt. Ein sauber aufgesetztes 500-Sensoren-PRTG schlägt eine verwahrloste 5000-Sensoren-Installation um Längen.

Checkliste: Ist Ihr PRTG gesund?

Gehen Sie einmal im Quartal diese Punkte durch — 20 Minuten genügen:

  • Sensorzahl vs. Lizenz: Ausnutzung bei unter 85 %? Luft für neue Geräte ist wichtig.
  • Pausierte Sensoren: Weniger als 10 % der Gesamtsensoren? Alles darüber ist Ballast und verzerrt die Lizenz-Statistik.
  • Alarm-Rauschen: In den letzten 30 Tagen maximal 2–3 Fehlalarme pro Woche? Mehr heißt: Schwellenwerte justieren.
  • Abhängigkeiten gepflegt: Jede Gerätegruppe hat eine sinnvolle Dependency-Kette?
  • Benachrichtigungswege getestet: SMS-Gateway, E-Mail-Server, Chat-Integration — funktionieren alle?
  • Admin-Konto-Rotation: Gibt es mindestens 2 Personen, die PRTG administrieren können?
  • Update-Stand: Aktuelle PRTG-Version installiert? Paessler veröffentlicht ca. 2 Major-Releases pro Jahr.
  • Backup der Config: Regelmäßig exportiert und außerhalb des Monitoring-Servers gespeichert?

Was Sie heute tun können

Sie müssen nicht sofort entscheiden, ob PRTG das Richtige ist. Drei konkrete Schritte, mit denen Sie in zwei Wochen wissen, wo Sie stehen:

  1. Netzwerk-Inventar erstellen. Eine Excel-Liste mit allen Servern, Switches, Firewalls, Druckern, USVs, VPN-Tunneln. Wenn das länger als 2 Stunden dauert, haben Sie bereits das erste Ergebnis: Die Dokumentation fehlt — und das ist der Punkt, an dem jedes Monitoring ansetzen muss.
  2. PRTG-Freeware installieren. Paessler liefert das Setup-Paket direkt auf der Webseite, 100 Sensoren inklusive. Auto-Discovery laufen lassen, erste Eindrücke sammeln — der eigene Blick aufs LAN ist oft erhellender als jede Vergleichstabelle.
  3. Entscheiden oder delegieren. Wenn Sie nach zwei Wochen merken, dass es Spaß macht und Zeit dafür da ist: kommerziell lizenzieren und ausbauen. Wenn nicht: ins [Managed IT](/leistungen/managed-it "Managed IT Services Hamburg — 24/7-Monitoring, Festpreis, Helpdesk") geben. Wir nutzen u. a. PRTG für unsere Kunden-Umgebungen — Sie sehen die Dashboards mit, reagieren muss unser Bereitschaftsteam.

Fazit

PRTG Network Monitor ist solide Mittelstand-Software aus Nürnberg, die seit über 25 Jahren an ihrem Sensor-Modell arbeitet. Für Unternehmen zwischen 10 und 250 Mitarbeitern mit einer gewachsenen IT und dem Wunsch nach schneller Produktivität ist PRTG in 8 von 10 Fällen die richtige Wahl. Für Linux-affine Teams mit Zeit lohnt Zabbix, für reine Cloud-Shops Datadog oder Azure Monitor. Wichtiger als die Werkzeugwahl: Jemand muss die Alarme lesen — und daraus Schlüsse ziehen.

Wer sich das zutraut, startet mit der Freeware und 100 Sensoren. Wer das Netzwerk überwacht haben will, ohne selbst ins Dashboard schauen zu müssen, bindet Managed IT Services in Hamburg oder einen anderen erfahrenen Partner an. Technik ist das eine — Reaktion das andere.

Das Wichtigste: 80 % der Netzwerk-Ausfälle in KMU lassen sich mit 10 gut konfigurierten Sensoren vorhersagen — Backup-Status, freier Speicher, USV-Ladung, WAN-Verbindung, Firewall-VPN, Domain-Controller, Hauptswitch, ESXi-Host, Exchange/M365-API, MFA-Login-Fehler. Der Rest ist Feinschliff.

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Weiterführende Quellen


Mehr zum Thema aus dem hagel-IT-Blog:

Jens Hagel
Gründer & Geschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Seit 2004 begleite ich Hamburger Unternehmen bei der IT-Modernisierung. Microsoft Solutions Partner, WatchGuard Gold Partner, ausgezeichnet als Deutschlands bester IT-Dienstleister 2026 (Brand eins/Statista). Wenn Sie IT-Fragen haben, bin ich direkt erreichbar.

Thorsten Eckel

«Mit Hagel IT haben wir einen erfahrenen Partner, auf den wir uns jederzeit zu 100 % verlassen können.»

Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
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Häufig gestellte Fragen

PRTG Network Monitor ist eine Monitoring-Software des Nürnberger Herstellers Paessler. Sie überwacht Server, Switches, Firewalls, Cloud-Dienste und Anwendungen über ein Sensoren-Modell: Jeder Messpunkt — z. B. CPU-Last eines Servers oder Traffic eines Switch-Ports — ist ein Sensor. Ab 500 Sensoren wird lizenziert.

PRTG spielt seine Stärken bei 10 bis 250 Mitarbeitern aus. Unter 500 Sensoren ist es kostenlos, bis rund 2.500 Sensoren bleibt die Einzel-Instanz handlich. Darüber hinaus lohnt sich eher Checkmk oder eine Enterprise-Lösung. In einem 80-Mitarbeiter-Netzwerk reichen meist 800 bis 1.500 Sensoren.

Die Freeware deckt bis 100 Sensoren ab (Paessler-Konditionen, Stand 2026). Kommerzielle Lizenzen starten bei PRTG 500 (500 Sensoren) im mittleren vierstelligen Bereich pro Jahr, PRTG XL1 (unbegrenzte Sensoren auf einem Server) liegt im fünfstelligen Bereich. Konkrete Preise nennt Paessler direkt auf paessler.com.

PRTG ist kommerzielle Software mit fertigem Web-UI, über 250 vorkonfigurierten Sensor-Typen und deutschsprachigem Support aus Nürnberg. Zabbix ist Open Source, kostet nichts in der Anschaffung, braucht aber deutlich mehr Einrichtungsaufwand, Linux-Know-how und einen dedizierten Admin. Wer Personal-Kapazität hat, spart mit Zabbix — wer schnell starten will, nimmt PRTG.

Faustregel aus unserer Praxis: pro Server rund 20 Sensoren, pro Managed Switch 3 bis 5 Grund-Sensoren plus je Port-Bundle einen, pro Firewall 10 bis 15, pro Multifunktionsdrucker 5. Ein 80-Mitarbeiter-Netzwerk mit 6 Servern, 4 Switches, 2 Firewalls und 8 MFPs landet bei rund 400 bis 600 Sensoren.

Schwellenwerte nicht zu scharf setzen, Benachrichtigungen in Eskalationsstufen bündeln (erst Warnung per Chat, dann SMS, dann Anruf), Wartungsfenster pflegen, Abhängigkeiten konfigurieren (wenn Switch aus, nicht 40 Einzelalarme für die Geräte dahinter). Wichtig ist auch: ungenutzte Sensoren stilllegen, nicht nur pausieren.

Beides. Die klassische PRTG-Installation läuft auf einem Windows-Server im eigenen Netzwerk. Paessler bietet außerdem PRTG Hosted Monitor — eine vom Hersteller gemanagte Cloud-Variante. Für Zweigstellen gibt es Remote Probes, die Daten an die zentrale Instanz liefern.

Nein. PRTG ist ein Werkzeug, kein Team. Es zeigt Ihnen, was im Netzwerk passiert — reagieren muss jemand, der die Meldungen versteht und die Hände frei hat. Im Managed IT Service übernehmen wir die Bereitschaft, Sie sehen die Dashboards mit uns. Kleinere Unternehmen kaufen PRTG oft mit dem Monitoring-Vertrag gemeinsam.