Inhalt in Kürze
- Ein IT-Netzwerkadministrator plant, betreibt und sichert das Firmen-Netzwerk — Router, Switches, Firewalls, WLAN, VPN und die Anbindung an Microsoft 365 oder Azure.
- Das Gehalt 2026 liegt zwischen 48.000 € (Junior) und 78.000 € (Senior) Brutto — für Arbeitgeber entstehen 65.000 € bis 92.000 € Vollkosten pro Jahr.
- Der Fachkräftemangel ist massiv: 149.000 offene IT-Stellen in Deutschland, Besetzungszeit im Schnitt 7,7 Monate (Bitkom).
- Ab etwa 20 Arbeitsplätzen rechnet sich für viele Mittelständler ein externer Managed-IT-Partner ab ca. 50 €/AP/Monat wirtschaftlich besser als ein eigener Admin — vor allem wegen Bus-Faktor und Urlaubs-/Krankheitsrisiko.
- Co-Managed IT (eigener Admin plus externer Partner) ist für Firmen ab 50 Mitarbeitern oft der beste Mittelweg — Sie behalten Know-how im Haus, kaufen Tiefen-Expertise und 24/7-Monitoring dazu.
„Der Netzwerkadmin hat gekündigt — und jetzt?” Diesen Satz hören wir bei hagel IT regelmäßig, wenn sich Geschäftsführer aus Hamburg, Bremen oder Kiel erstmals bei uns melden. Der einzige IT-Mensch im Unternehmen ist weg, das WLAN zickt, keiner weiß das Admin-Passwort der Firewall und der Server-Raum kommt seit Wochen nicht auf grün. Willkommen im Alltag des Mittelstands 2026.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, was ein IT-Netzwerkadministrator wirklich macht, welche Skills zählen, was der Job kostet — und wann der Wechsel zu einem externen Partner betriebswirtschaftlich die klügere Entscheidung ist.
Netzwerk-Administration — Aufgaben & Skills 2026
Netzwerk-Administration umfasst die Planung, Konfiguration, Überwachung und Wartung von Firmennetzwerken — von Switches und Routern über WLAN bis zu Firewalls und VPN. Aufgaben: User-Account-Verwaltung, Netzwerk-Performance-Monitoring, Sicherheits-Patches, Incident-Response. Im KMU oft Teilaufgabe eines IT-Generalisten oder ausgelagert an einen Managed-Service-Provider (ab 50 €/AP/Monat).
Was sich gegenüber 2020 verschoben hat: Drei Themen haben das Berufsbild Netzwerk-Administration spürbar verändert — und sie entscheiden 2026 darüber, ob ein Setup zukunftsfähig ist oder nicht.
- Cloud-Management statt CLI. Cisco Meraki, Aruba Central und Unifi Cloud Key machen Switches und Access-Points zentral konfigurierbar — auch für mehrere Standorte. Klassisches Per-Device-SSH bleibt im Data-Center, im KMU ist Cloud-Dashboard Standard.
- SD-WAN ersetzt MPLS. Standortvernetzung läuft 2026 software-defined über das Internet plus Quality-of-Service-Policies — günstiger, schneller, flexibler als alte Telekom-MPLS-Strecken. Wer mehrere Standorte hat, sollte spätestens beim nächsten Vertragsende vergleichen.
- ZTNA statt klassischem VPN. Zero-Trust-Network-Access (z. B. Cloudflare Access, Microsoft Entra Private Access, Zscaler) prüft pro Anwendung, ob der User Zugriff haben darf — statt einmal VPN-Tunnel zu öffnen und dann „drin” zu sein. Pflichtthema ab NIS-2-Betroffenheit.
Gehalt 2026: Median 58.000 € Brutto pro Jahr, Junior 42.000–50.000 €, Senior 62.000–78.000 € (Quelle: StepStone-Gehaltsreport / gehalt.de). Für Arbeitgeber bedeutet das inklusive Lohnnebenkosten, Schulung und Tools rund 65.000–92.000 € Vollkosten pro Jahr und Person — eine Zahl, die bei der Entscheidung „eigener Admin oder externer Dienstleister” den Ausschlag gibt.
Was macht ein IT-Netzwerkadministrator?
Ein IT-Netzwerkadministrator ist die Fachkraft, die dafür sorgt, dass alle IT-Verbindungen in einem Unternehmen funktionieren, sicher sind und dokumentiert laufen. Dazu zählen lokale Netzwerke (LAN), drahtlose Netze (WLAN), Weitverkehrsverbindungen zu Standorten (WAN/MPLS/SD-WAN), Remote-Zugänge (VPN), die Firewall und zunehmend auch die Anbindung an Cloud-Dienste wie Microsoft 365 oder Azure.
In der Praxis bedeutet das: Er richtet neue Switches ein, vergibt IP-Adressen, überwacht das Netzwerk 24/7, schließt Sicherheits-Lücken per Patch, bindet neue Mitarbeitende ein, stellt VPN-Zugänge bereit und ist der erste Ansprechpartner, wenn „das Internet weg” ist.
Die Microsoft-Rollenbeschreibung „Azure Network Engineer Associate” fasst die moderne Erwartung gut zusammen: Netzwerk-Design, -Implementierung, -Security und -Monitoring — sowohl on-premises als auch in Hybrid-/Multi-Cloud-Umgebungen.
In kleinen und mittleren Unternehmen ist diese Rolle fast immer mit der Systemadministration verschmolzen: Dieselbe Person kümmert sich zusätzlich um Windows-Server, Active Directory, M365-Lizenzen und Helpdesk-Tickets. Offiziell heißt die Stelle dann „IT-Systemadministrator”, „IT-Admin” oder „IT-Leiter” — die Tätigkeit ist aber praktisch identisch.
Die 8 Kernaufgaben im Überblick
- Netzwerk-Monitoring. Dauer-Überwachung von Switches, Routern, Firewalls, Access-Points und Server-Interfaces per PRTG, Checkmk oder Zabbix. Ziel: Probleme sehen, bevor Nutzer sie melden.
- Configuration & Deployment. Neue Geräte einrichten, VLANs planen, Routing-Regeln setzen, QoS für Voice/Video konfigurieren, Firmware-Updates einspielen.
- Security. Firewall-Regeln pflegen, VPN-Zugänge erstellen und entziehen, Angriffe erkennen (IDS/IPS), Zero-Trust-Segmentierung umsetzen, NIS-2-Anforderungen dokumentieren.
- User & Identity Management. On- und Offboarding: Accounts in Active Directory oder Microsoft Entra ID anlegen, Gruppen pflegen, MFA erzwingen, Berechtigungen auditieren.
- Backup & Recovery. Backup-Jobs planen, Restore-Tests durchführen, 3-2-1-Regel umsetzen (3 Kopien, 2 Medien, 1 offsite). Ein Backup, das nie getestet wurde, ist kein Backup.
- Troubleshooting. Tickets priorisieren, Root-Cause-Analyse, Kommunikation mit Providern (Telekom, Vodafone, Cloud-Anbieter), Eskalation bei echten Vorfällen.
- Patch- & Update-Management. Kritische Security-Patches binnen 48 Std., reguläre Updates 7–14 Tage, Feature-Updates im Wartungsfenster — alles getestet und dokumentiert.
- Dokumentation. Netzplan, IP-Adressplan, Passwort-Safe (z. B. Keeper, 1Password), Disaster-Recovery-Plan. Klingt langweilig — ist im Ernstfall die teuerste Minute Ihres Lebens.
Der Bitkom-Fachkräftereport 2024 zeigt die Lage nüchtern: 149.000 offene IT-Stellen, Tendenz seit Jahren steigend. Netzwerk- und Systemadministratoren stehen ganz oben auf der Mangelliste — besonders in Kombination mit Security- und Cloud-Know-how.
In den letzten zwei Jahren haben mir mindestens 30 Hamburger Geschäftsführer dasselbe gesagt: „Wir finden einfach keinen guten Netzwerkadmin mehr." Das ist kein Gehalts-Thema — das ist ein Markt-Thema. Wer heute 70.000 € bietet und trotzdem sechs Monate ausschreibt, muss das Modell überdenken.
Skills, Tools, Zertifizierungen — was zählt heute wirklich?
Die Netzwerk-Welt hat sich in den letzten fünf Jahren drastisch verändert. Wer 2019 noch „ein paar Cisco-Switches” betreuen konnte, braucht 2026 ein deutlich breiteres Skillset — weil Netzwerk, Cloud und Security zusammenwachsen.
Technische Skills (Pflicht)
- Layer 2/3-Verständnis: VLANs, Trunks, STP, Routing-Protokolle (OSPF, BGP in größeren Umgebungen), Subnetting im Schlaf
- Firewall-Know-how: Sophos, Fortinet, Palo Alto, pfSense — mindestens eine Hersteller-Welt tief, andere im Überblick
- WLAN-Design: Heatmaps, Kanal-Planung, Enterprise-WLAN mit 802.1X und Radius, Meraki oder Unifi
- Cloud-Networking: Azure VNets, Peering, ExpressRoute, Microsoft 365 Network Connectivity Principles
- Security: Zero-Trust-Grundlagen, Endpoint Detection & Response, NIS-2-Compliance, Incident-Response-Basics
- Automation & Scripting: PowerShell (Microsoft-Welt), Python (universell), idealerweise Infrastructure-as-Code mit Terraform
Soft Skills (unterschätzt)
- Dokumentation bis zum Letzten. Der beste Admin ist der, den man zwei Wochen krankschreiben kann, ohne dass es auffällt.
- Kommunikation mit Nicht-ITlern. Der Geschäftsführer will keine OSI-Layer-Erklärung — er will wissen, ob die Angebots-Erstellung funktioniert.
- Priorisieren unter Druck. Wenn die Firewall brennt und gleichzeitig der Chef WLAN-Probleme meldet, entscheidet Routine.
- Stressresistenz. Ja, das ist ein Job, bei dem das Telefon sonntags klingelt. Wer das nicht möchte, sollte einen anderen Bereich wählen.
Die wichtigsten Zertifizierungen 2026
| Zertifizierung | Hersteller | Rolle | Aufwand |
|---|---|---|---|
| CompTIA Network+ | CompTIA | Einstieg, herstellerneutral | 4–8 Wochen |
| Cisco CCNA | Cisco | Solider Netzwerk-Basis-Beleg | 3–6 Monate |
| Cisco CCNP Enterprise | Cisco | Senior Network Engineer | 6–12 Monate |
| Microsoft MS-102 | Microsoft | M365-Administrator | 2–4 Monate |
| Microsoft AZ-104 / AZ-700 | Microsoft | Azure Administrator / Network Engineer | 3–6 Monate |
| Fortinet NSE 4/5 | Fortinet | Firewall-Spezialist | 2–4 Monate |
| Sophos Engineer / Architect | Sophos | Firewall & Endpoint | 1–3 Monate |
| (ISC)² CISSP | (ISC)² | Security-Management, Senior | 6–12 Monate |
Für den Einstieg reicht meist ein CCNA plus MS-102. Wer Richtung Cloud geht, ergänzt AZ-104. Wer Firewalls ernst nimmt, investiert in eine Firewall-Welt tief — und kennt die anderen aus der Ferne.
Das typische Tool-Set
- Monitoring: PRTG Network Monitor (Paessler, Nürnberg), Checkmk, Zabbix, LibreNMS
- Analyse: Wireshark, SolarWinds NPM, tcpdump
- Endpoint/Patching: Microsoft Intune, NinjaOne, N-able, ManageEngine Patch Manager Plus
- Documentation: IT-Glue, Confluence, HUDU, NetBox
- Ticketing: ServiceNow, Jira Service Management, Freshservice, Zammad
- Passwort-Management: Keeper, 1Password Business, Bitwarden
Bei hagel IT kombinieren wir für unsere Managed-IT-Kunden PRTG für das Monitoring, Intune für Endpoint-Management und Sophos für die Netzwerk-Security — ein erprobter Stack, der auch bei 5 bis 250 Mitarbeitern wirtschaftlich skaliert.
Gehalt und Marktlage 2026
Die Zahlen, die wir hier nennen, stammen aus dem StepStone-Gehaltsreport 2024/2025, aus aktuellen gehalt.de-Auswertungen und aus unserer eigenen Recruiting-Erfahrung im Raum Hamburg.
| Seniorität | Jahre Erfahrung | Bruttogehalt p. a. | Vollkosten Arbeitgeber |
|---|---|---|---|
| Junior-Admin | 0–2 | 42.000–50.000 € | 55.000–65.000 € |
| Admin | 3–5 | 52.000–62.000 € | 68.000–78.000 € |
| Senior-Admin | 6+ | 62.000–78.000 € | 80.000–95.000 € |
| IT-Leiter KMU | 8+ | 75.000–95.000 € | 95.000–120.000 € |
Regionale Unterschiede: In Hamburg, München und Frankfurt liegen die Gehälter im Schnitt 5–15 % über Bundesschnitt. In ländlichen Regionen entsprechend darunter. Remote-Positionen nivellieren das zunehmend.
Zu den reinen Gehaltskosten kommen:
- Lohnnebenkosten (AG-Anteile): rund 20–22 %
- Schulungen und Zertifizierungen: 3.000–8.000 € pro Jahr
- Tools und Software-Lizenzen: 2.000–5.000 € pro Jahr
- Arbeitsplatz, Laptop, Smartphone: 3.000–5.000 € einmalig, 1.000 €/Jahr laufend
- Recruiting-Kosten bei Fluktuation: 15.000–30.000 € pro Neubesetzung (Headhunter, Ausfallzeit)
Das bedeutet: Ein „50.000 €-Admin” kostet real 65.000–75.000 € pro Jahr. Ein Senior kommt leicht auf 90.000 € Vollkosten. Und dafür bekommt man einen Menschen, der Urlaub hat, krank werden kann und irgendwann kündigt.
Intern einstellen vs. externer Dienstleister — der ehrliche Vergleich
Die Frage, die wir als IT-Dienstleister in Hamburg am häufigsten hören: „Lohnt sich noch ein eigener Admin oder sollen wir outsourcen?” Die ehrliche Antwort: Es kommt auf Ihre Unternehmensgröße an. Hier die Zahlen auf den Tisch:
| Kriterium | Eigener Admin (Vollzeit) | Managed IT (hagel IT) | Co-Managed (Mix) |
|---|---|---|---|
| Kosten (20 AP) | ca. 75.000 € p. a. | ca. 12.000 € p. a. + Lizenzen | ca. 65.000 € + 8.000 € |
| Abdeckung | Mo–Fr, 9–17 Uhr, 30 Tage Urlaub | 24/7, nie krank, nie im Urlaub | 24/7 durch Partner-Backup |
| Skill-Tiefe | Das, was der Mensch kann | Team-Pool aus 10+ Spezialisten | Basis-Admin + Spezialisten bei Bedarf |
| Bus-Faktor | 1 — kritisch | ∞ — Team-Deckung | 2+ — abgesichert |
| Skalierbarkeit | Neu einstellen = 6 Monate | Neuer Arbeitsplatz = 1 Tag | Flexibel zubuchbar |
| NIS-2-Doku | Muss selbst gemacht werden | Inklusive, automatisiert | Inklusive |
| Initial-Investment | Recruiting 15.000 € + Einarbeitung 3 Monate | 0 € | 0 € |
Typische Schwellen aus unserer Praxis:
- Bis 10 Arbeitsplätze: Freiberuflicher IT-Dienstleister auf Stundenbasis reicht. Kosten: 800–1.500 € pro Monat je nach Nutzung.
- 10–20 Arbeitsplätze: Kipp-Punkt. Managed IT als Festpreis wird wirtschaftlicher als Stundenabrechnung.
- 20–50 Arbeitsplätze: Managed IT klar im Vorteil — eigener Admin zu teuer für diese Größe, Bus-Faktor zu hoch.
- 50–150 Arbeitsplätze: Co-Managed IT ideal. Eigener Admin fürs Tagesgeschäft, externer Partner für Security, Monitoring, Projekte, Urlaubsvertretung.
- 150+ Arbeitsplätze: Eigenes IT-Team mit externem Partner für Spezialthemen wie Cloud-Migration, Pentesting, M&A-IT-Integration.
Wir hatten 14 Jahre denselben IT-Admin. Als er in Rente ging, konnten wir ein Jahr lang niemanden finden — trotz 75.000 € Gehalt. Mit hagel IT läuft jetzt alles Managed, dokumentiert und für weniger Geld. Mein einziger Regret: Wir haben den Wechsel zu spät gemacht.
Was passiert, wenn Ihr einziger Admin krank wird?
Der sogenannte „Bus-Faktor 1” — wenn das gesamte IT-Wissen in einer einzigen Person steckt — ist das am häufigsten unterschätzte Risiko im Mittelstand. Wir sehen es in fast jedem Neukundengespräch: Firma XY hat einen Admin, der „schon immer” da war, niemand weiß genau, was er tut, und die Dokumentation ist eine Excel-Datei von 2019.
Ein reales Szenario aus Hamburg-Wandsbek
Ein Kunde von uns — Metallbauer, 28 Mitarbeiter — hatte seinen IT-Admin seit 11 Jahren im Haus. Als der 2024 einen Schlaganfall erlitt, stand das Unternehmen eine Woche lang praktisch still:
- Passwörter für Firewall, Backup-Server und M365-Admin-Konto: nicht dokumentiert
- Netzplan: existierte als Foto auf dem privaten Handy des Admins
- Hersteller-Supportverträge: lagen auf USB-Stick im verschlossenen Schreibtisch
- Notfall-Hotline der Cloud-Anbieter: niemand kannte die Kundennummern
Kosten der Krise: 4 Wochen Produktionseinschränkungen, 38.000 € Notfall-Honorare an externen Dienstleister, 14.000 € für neue Lizenzen (weil alte Credentials verloren), 12 Wochen bis zur Neubesetzung der Stelle. Summe: über 80.000 € vermeidbarer Schaden.
Wie sich das absichern lässt
- Dokumentation in zentralem Tool (IT-Glue, HUDU, Confluence) — nicht auf Festplatten von Einzelpersonen.
- Passwort-Safe mit Notfall-Zugang für mindestens zwei Personen.
- Co-Managed IT als Backup: Externer Partner hat Read-Only-Zugang zur Doku und kann im Notfall binnen 24 Std. einspringen.
- Disaster-Recovery-Plan schriftlich — inkl. Anbieter-Kontakten, Wiederanlauf-Reihenfolge, Verantwortlichkeiten.
Unser Disaster-Recovery-Plan-Leitfaden erklärt das Thema mit konkreter Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Co-Managed IT: Der Mittelweg für 50–150 Mitarbeiter
Für Unternehmen mit 50 bis 150 Mitarbeitenden ist weder „nur eigener Admin” noch „alles outsourcen” optimal. Hier kommt Co-Managed IT ins Spiel: Sie haben einen internen IT-Mitarbeiter für das Tagesgeschäft — wir von hagel IT liefern 24/7-Monitoring, Security, Urlaubsvertretung und Tiefen-Expertise für Projekte.
Was typischerweise wer macht:
| Aufgabe | Intern | hagel IT |
|---|---|---|
| User-Onboarding, Helpdesk | ✓ | — |
| Hardware-Bestellung | ✓ | optional |
| 24/7-Monitoring | — | ✓ |
| Firewall-Konfiguration | Mit Rücksprache | ✓ |
| Microsoft-365-Admin | Tagesgeschäft | Projekte, Security, Lizenzoptimierung |
| Patch-Management | — | ✓ |
| Backup & Restore | Daily Check | Wöchentliche Validierung, Restore-Tests |
| NIS-2-Doku | — | ✓ |
| Urlaubsvertretung | — | ✓ |
| Pentest, Security-Audit | — | ✓ |
Details dazu finden Sie in unserem Beitrag zu Co-Managed IT-Services in Hamburg. Die Kombination kostet typisch 60–80 % eines reinen Inhouse-Teams — bei deutlich höherem Leistungsumfang.
Häufige Fehler in KMU rund um die Admin-Rolle
Aus über 200 IT-Audits bei Hamburger Mittelständlern sehen wir immer wieder dieselben Muster:
- Ein-Personen-Abhängigkeit. Der Admin ist „unersetzlich” — bis er krank wird. In 9 von 10 Fällen fehlt die Dokumentation.
- Überlastung und Burnout. Der einzige IT-Mensch macht Helpdesk, Security, Einkauf, Strategie — und brennt nach 2–3 Jahren aus.
- Keine Weiterbildung. Das Budget für Zertifizierungen wird gestrichen, der Admin hängt technisch ab — genau dann, wenn Cloud und Security wichtig werden.
- Admin ist gleichzeitig Auditor. Wer installiert, darf nicht allein prüfen, ob alles sicher ist. Vier-Augen-Prinzip fehlt.
- „Set and forget”-Mentalität. Firewall seit 4 Jahren nicht gepatcht, weil „läuft ja”. In 95 % der KMU-Firewalls finden wir kritische offene Lücken.
- Schatten-IT durch Fachabteilungen. Marketing kauft Dropbox, Vertrieb nutzt private WhatsApp für Kundenkontakt — der Admin weiß nichts davon.
- Kein Notfall-Plan. Bei einem Ransomware-Angriff am Freitagabend steht der Admin allein da, weil der externe Partner erst Montag zurückruft.
„Aber ein externer Dienstleister kennt unser Geschäft doch nicht so gut wie der eigene Admin." — Stimmt teilweise. Deshalb starten wir jede Managed-IT-Betreuung mit einer 4-wöchigen Onboarding-Phase, in der wir Geschäftsprozesse, Branchensoftware und kritische Arbeitsabläufe dokumentieren. Nach 3 Monaten kennt das Team die Kunden-IT besser als der bisherige Ein-Personen-Admin — weil fünf Augenpaare gemeinsam draufschauen statt eines.
Der Vorteil: Jeder dieser Fehler ist mit einem klaren Prozess lösbar. Unser Managed-IT-Angebot adressiert genau diese Muster, und unser Managed-Workplace-Produkt übernimmt zusätzlich das komplette Endpoint-Management inkl. Intune.
Checkliste: Ist Ihre Admin-Situation zukunftssicher?
Gehen Sie diese 8 Fragen durch. Wenn Sie mehr als 2 mit „Nein” beantworten — Sie haben Handlungsbedarf.
- Dokumentation aktuell? Netzplan, IP-Plan, Passwörter, Anbieter-Kontakte — alles in einem zentralen Tool, nicht nur „im Kopf" des Admins?
- Bus-Faktor ≥ 2? Könnte jemand anderes binnen 48 Stunden einspringen, wenn Ihr Admin ausfällt?
- 24/7-Monitoring? Werden Ausfälle nachts und am Wochenende erkannt — oder erst Montag um 9 Uhr, wenn die Mitarbeitenden anrufen?
- Patch-Management automatisiert? Werden kritische Security-Patches binnen 48 Std. eingespielt — dokumentiert und getestet?
- Backup-Restore getestet? Haben Sie in den letzten 12 Monaten einen echten Wiederherstellungs-Test gemacht?
- NIS-2-ready? Falls betroffen (ab ca. 50 MA): Ist die geforderte Dokumentation auf aktuellem Stand?
- Schulungsbudget? Hat Ihr Admin ein Budget für Zertifizierungen, das auch genutzt wird?
- Notfall-Hotline? Gibt es einen externen Partner, den Sie Freitag 22 Uhr erreichen können?
Was Sie heute tun können
Drei konkrete Schritte für diese Woche:
- Bus-Faktor-Check: Fragen Sie Ihren Admin: „Wenn Sie morgen überraschend nicht mehr da wären — wo findet sich die Dokumentation, wo die Passwörter?” Das Gesicht Ihres Admins ist die Antwort.
- Kosten-Vergleich aufstellen: Rechnen Sie die echten Vollkosten Ihres aktuellen IT-Setups zusammen (Gehalt + Nebenkosten + Lizenzen + Ausfallzeiten). Vergleichen Sie mit einem Managed-IT-Angebot. Die Differenz überrascht fast immer.
- Kostenloses Erstgespräch buchen: In 15 Minuten klären wir, ob eigener Admin, Managed IT oder Co-Managed der richtige Weg ist. Ohne Vertriebsdruck, mit ehrlicher Einschätzung — auch wenn das Ergebnis „weitermachen wie bisher” ist.
Sie sind unsicher, ob Ihr Netzwerk-Setup zukunftsfähig ist?
15 Minuten Klarheit. Kostenlos. Ohne Vertriebsdruck.
Erstgespräch buchen →Fazit
Ein IT-Netzwerkadministrator ist heute weit mehr als der Kollege, der Switches konfiguriert. Er ist Security-Verantwortlicher, Cloud-Architekt, Compliance-Dokumentar und erste Eskalationsstufe in einer Person — und er ist Mangelware. 149.000 offene IT-Stellen in Deutschland sind keine Schlagzeile, sondern ein Strukturproblem für den Mittelstand.
Für Unternehmen bis 20 Arbeitsplätze ist ein externer Managed-Services-Anbieter aus Hamburg in fast allen Fällen die wirtschaftlichere und robustere Lösung. Zwischen 20 und 150 Mitarbeitern ist Co-Managed IT der ausgewogene Weg — und auch darüber hinaus ist ein externer Partner für Spezialthemen sinnvoll. Die Kombination aus internem Know-how und externer Tiefe schlägt den „einsamen Admin” fast immer.
Weiterführende Quellen: