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Netzwerk-Monitoring mit PRTG: Tipps und Tricks für IT-Leiter

KI
Karl Isler in IT-Insights

Inhalt in Kürze

  • PRTG Network Monitor von Paessler überwacht Server, Switches, Firewalls und Cloud-Dienste mit über 250 vorkonfigurierten Sensortypen.
  • Lizenzmodell: Kauf nach Sensoranzahl (PRTG 500, 1000, 2500, 5000, XL1) oder als Cloud-Variante PRTG Hosted by Paessler.
  • Rufbereitschaft funktioniert nur mit drei Eskalationsstufen, sauberen Schedules und gepflegten Dependencies — sonst entstehen Alarmmüdigkeit oder Lücken in der Nacht.
  • Hyper-V und VMware kommen out-of-the-box mit dedizierten Sensoren — Cluster-Setups brauchen zusätzlich Cluster Shared Volume Sensoren.
  • Praxis aus Hamburg: Wir betreiben PRTG für KMU mit 5 bis 150 Mitarbeitern als Managed Service mit garantierter Reaktionszeit.
Das Wichtigste: Ein PRTG-Server ist in 30 Minuten installiert — eine produktive Monitoring-Lösung mit sinnvollen Schwellenwerten, Dependencies und einer belastbaren Rufbereitschaft braucht zwei bis drei Tage Konzeptarbeit. Die Investition zahlt sich beim ersten verhinderten Ausfall aus.

Was PRTG Network Monitor macht — und was nicht

PRTG Network Monitor ist eine On-Premise-Software des Nürnberger Herstellers Paessler für die Überwachung kompletter IT-Infrastrukturen. Das Tool sammelt mit über 250 Sensortypen Messwerte von praktisch jedem Gerät, das sich per SNMP, WMI, NetFlow, sFlow, REST-API oder Ping ansprechen lässt. Die Daten landen in einer Zeitreihen-Datenbank, werden in Dashboards visualisiert und lösen Alarme aus, sobald Schwellenwerte überschritten werden.

Was PRTG nicht ist: ein SIEM-Tool für Security-Events, ein Logmanagement-System wie Graylog oder ein Patchmanagement. Es überwacht den Zustand Ihrer IT — ob etwas läuft, wie schnell es läuft und ob es bald ausfällt. Was PRTG entdeckt, müssen Menschen oder andere Tools beheben.

Für wen sich PRTG lohnt

UnternehmensgrößeSensoranzahl typischEmpfohlene LizenzJahreskosten ca.
5–25 Mitarbeiter50–250 SensorenPRTG 5001.900 € + Wartung
25–80 Mitarbeiter250–800 SensorenPRTG 10003.500 € + Wartung
80–200 Mitarbeiter800–2.000 SensorenPRTG 25006.500 € + Wartung
200+ Mitarbeiter2.000+ SensorenPRTG 5000 / XL1ab 11.500 €
Keine eigene ITbeliebigPRTG Hostedab 1.000 €/Jahr

Hinweis: Preise Stand April 2026 nach Paessler-Liste. Für Bildungs- und gemeinnützige Einrichtungen gibt es Rabatte. PRTG ist auch unter dem Namen PRTG Hosted Monitor als Cloud-SaaS verfügbar — dann entfällt der eigene Server.

Tipp:

Bevor Sie eine Lizenz kaufen: 30 Tage kostenlose Trial mit unbegrenzten Sensoren installieren, ein Wochenende lang automatisches Auto-Discovery laufen lassen und dann zählen, wie viele Sensoren wirklich gebraucht werden. Das Ergebnis liegt fast immer 30 bis 50 Prozent unter der ersten Schätzung — und spart eine Tarifstufe.

Sensoren auswählen: nur das messen, was Sie auch reparieren würden

Der häufigste Fehler nach einem Auto-Discovery: 1.500 Sensoren laufen, aber niemand schaut hin. Jeder Sensor erzeugt Last, jeder Sensor kann einen Alarm werfen. Die Faustregel aus der Praxis: Messen Sie nur, was bei Ausfall einen Anruf rechtfertigt.

Pflicht-Sensoren pro Geräteklasse

  • Server (physisch oder VM): CPU-Last, freier RAM, Disk-Auslastung pro Volume, Disk-IO, Network-Traffic pro NIC, Ping, Windows-Dienste-Status (für kritische Dienste wie SQL, Exchange, AD).
  • Domain Controller: Zusätzlich AD-Replikation, DNS-Antwortzeit, NTLM-Antwort, Zeitsynchronisation.
  • Switches: Uplink-Auslastung pro Port, Errors/Discards, CPU/RAM des Switches, Power Supply Status, Temperatur.
  • Firewalls: Aktive Sessions, VPN-Verbindungen, CPU, Throughput WAN, Failover-Status (bei HA-Pärchen).
  • Drucker und Multifunktionsgeräte: Ping (mehr nicht — alles andere lärmt nur).
  • Backup-Server: Letzter erfolgreicher Backup-Job (per Custom-Sensor oder REST-API), freier Speicher auf Repository.
  • USV: Akku-Ladezustand, Eingangs-/Ausgangsspannung, Selbsttest-Ergebnis.
  • Internet-Uplinks: Ping zu zwei externen Targets, Bandbreite via SNMP, externe DNS-Auflösung.

Welche Sensortypen für welches Protokoll

PRTG bringt für die meisten Geräte mehrere Wege mit. In der Praxis bewährt:

  • SNMP-Sensoren für Netzwerkhardware (Switches, Firewalls, USV, Drucker). Funktioniert ohne Agent, nur SNMPv2c oder v3 auf dem Gerät aktivieren.
  • WMI-Sensoren für Windows-Server. Vorteil: kein Agent nötig. Nachteil: WMI ist langsam und produziert Last auf dem Zielserver — pro Server maximal 12 WMI-Sensoren empfohlen, sonst auf den Performance Counter Sensor wechseln.
  • SSH-Sensoren für Linux-Server (CPU, Memory, Disk).
  • REST Custom Sensoren für Cloud-APIs (Microsoft 365, AWS, Azure, eigene Anwendungen).
  • NetFlow- oder sFlow-Sensoren für Bandbreitenanalyse — wer verbraucht welche Leitung wann.
Achtung:

WMI-Sensoren auf Domain Controllern können bei mehr als 20 Sensoren spürbar Last erzeugen. Auf DCs lieber SNMP nutzen oder Performance Counter — beide sind deutlich leichter.

Wir sehen es jede Woche: Backups, die seit Monaten nicht geprüft wurden. Alle denken, es läuft — bis der Ernstfall kommt und nichts wiederherstellbar ist. Deshalb testen wir Backups regelmäßig.

Jens Hagel Jens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Genau deshalb ist der Backup-Status-Sensor in jedem unserer PRTG-Setups Pflicht. Ein grüner Backup-Sensor sagt: Job lief letzte Nacht durch, keine Fehler, Daten sind da. Wer Backup nicht überwacht, fährt blind. Mehr dazu in unserem Leitfaden zu Backup für Unternehmen.

Hyper-V und VMware sauber überwachen

Virtualisierung ist der häufigste Stolperstein. Ein einzelner Hyper-V-Host mit 15 VMs kann ohne Plan in PRTG zu 200+ Sensoren werden — die meisten davon redundant.

Hyper-V — die fünf Out-of-the-Box-Sensoren

  1. Hyper-V Host Server Sensor: Misst CPU- und RAM-Last des Hosts inklusive Pages/Sec und Netzwerkdurchsatz aller virtuellen Switches. Pro Host genau 1 Stück.
  2. Hyper-V Virtual Machine Sensor: CPU-Auslastung, Disk-Read/Write pro VM. Pro VM 1 Stück — aber nur für produktive VMs, nicht für Test-Maschinen.
  3. Hyper-V Virtual Network Adapter Sensor: Traffic pro virtueller Netzwerkkarte. Nur dann nutzen, wenn Sie wirklich pro VM-NIC analysieren wollen — sonst Datenmüll.
  4. Hyper-V Virtual Storage Device Sensor: IO und Latency pro VHDX. Pflicht für SQL- oder Exchange-VMs.
  5. Cluster Shared Volume Disk Free Sensor: Freier Speicher auf CSV. Pflicht im Failover-Cluster, sonst irrelevant.

Details zur Konfiguration in der Paessler-Doku zum Hyper-V Host Server Sensor. Wer den Unterschied zwischen Hyper-V und VMware noch nicht ganz greift, findet in unserem Beitrag Virtualisierung: Hyper-V & VMware erklärt eine kompakte Einordnung.

VMware vSphere — der typische KMU-Stack

Für VMware nutzt PRTG die vCenter-API. Sie hinterlegen einen Read-Only-Service-Account in vCenter und PRTG liest Host- und VM-Metriken zentral aus — kein Agent auf den ESXi-Hosts. Pflichtsensoren: VMware Host Hardware Status (Health-LEDs, Lüfter, PSU), VMware Host Performance (CPU/RAM/Disk), Datastore Free Space, VMware Virtual Machine. Wenn Sie HA und DRS einsetzen, kommen pro Cluster zwei zusätzliche Sensoren dazu.

Praxis:

Bei einem Hamburger Steuerbüro mit 35 Mitarbeitern und einem Hyper-V-Cluster aus 2 Hosts haben wir die Sensoranzahl von ursprünglich 412 auf 187 reduziert — durch Entfernen redundanter Adapter-Sensoren und WMI-Mehrfacherfassung. Ergebnis: weniger Last auf den DCs, klarere Dashboards, eine Tarifstufe gespart.

PRTG Network Monitor überwacht Glasfaser-Patchpanel mit LAN-Switch und Ethernet-Verkabelung

Rufbereitschaft konfigurieren — der wichtigste Teil

Monitoring ohne Rufbereitschaft ist Kosmetik. Drei Komponenten greifen ineinander:

1. Schedules — wer ist wann erreichbar

Im System Administration → Schedules legen Sie Zeitfenster an. Typisches KMU-Setup:

  • Geschäftszeit Mo–Fr 7–19 Uhr: Tickets ans Helpdesk per E-Mail
  • Bereitschaft Mo–Fr 19–7 Uhr: SMS und Push an die Wochenbereitschaft
  • Bereitschaft Wochenende und Feiertag: SMS und Push an die Wochenendbereitschaft
  • Wartungsfenster Sonntag 2–4 Uhr: keine Alarme

2. Notification Templates — was wird wie gesendet

Pro Schedule kommt ein Notification Template: E-Mail-Template für die Geschäftszeit, SMS-Template für die Nacht. Im Template wird auch festgelegt, ob Wiederholungen kommen (“alle 30 Minuten erneut, bis quittiert”) und ob nach 60 Minuten eine Eskalation an den IT-Leiter geht.

3. Eskalationsstufen — drei Stufen reichen

  1. Stufe 1 nach 5 Minuten Down: E-Mail an die Bereitschaftsgruppe. Niedrige Eskalation, niedriger Stress, viele Probleme lösen sich von selbst.
  2. Stufe 2 nach 15 Minuten Down: SMS oder Push an die Bereitschaftsperson. Jetzt muss jemand reagieren.
  3. Stufe 3 nach 30 Minuten Down: Anruf via Webhook an einen Voice-Service (z.B. Twilio, MessageBird) oder Eskalation an den IT-Leiter. Letzte Stufe — hier wird jemand aus dem Bett geklingelt.
Wichtig:

Die PRTG Mobile App kann Push-Notifications und Quittierungen empfangen — kostenlos für jede PRTG-Lizenz. Sie ersetzt in 80 Prozent der Fälle teure SMS-Gateways. Nur als allerletzte Eskalationsstufe lohnt sich ein echtes Voice-Call-Webhook.

Dependencies — die geheime Waffe gegen Alarmmüdigkeit

Wenn ein Switch ausfällt, sind 30 dahinter hängende Server “down”. Ohne Dependencies bekommt der Bereitschaftler 30 SMS und sucht den Fehler in 30 Servern. Mit Dependencies sagt PRTG: “Ping zum Switch ist down — alle nachgelagerten Sensoren sind paused.” Eine SMS, ein Problem.

Praxis:

Bei einem Logistik-Kunden in Bremen haben wir nach Einführung von Dependencies die durchschnittlichen Nacht-Alarme von 12 auf 1,8 reduziert. Die Bereitschafts-Akzeptanz im Team ist deutlich gestiegen — und Probleme werden wieder ernst genommen.

Lead-Magnet: IT-Service-Wechsel-Leitfaden

Wer PRTG selbst betreiben will, muss Lizenzen, Server, Schulung und Bereitschaft selbst stemmen. Wer das outsourcen möchte, sollte vorher genau wissen, wie man einen IT-Dienstleister sauber auswählt:

Dashboards, Berichte und Auto-Discovery

PRTG bringt Maps mit — frei gestaltbare Dashboards, in denen Sie Geräte, Sensoren und Werte beliebig anordnen. In der Praxis genügen drei Maps:

  1. Geschäftsführer-Dashboard: Drei große Ampeln — Internet, Server, Telefonie. Mehr nicht.
  2. IT-Leiter-Dashboard: Heatmap aller Server, Top-10 Bandbreiten-Verbraucher, offene Alarme.
  3. Techniker-Dashboard: Vollständige Geräteliste mit Drilldown.

Berichte automatisieren

PRTG kann wöchentliche oder monatliche Reports als PDF generieren und per E-Mail verschicken — zum Beispiel an die Geschäftsführung. Ein Report mit Verfügbarkeit pro Service, Top-3 Probleme der Woche und Bandbreitenentwicklung dauert in der Erstellung 30 Minuten und liefert Monat für Monat ein Stück Transparenz, das interne IT-Abteilungen oft schuldig bleiben.

Auto-Discovery klug nutzen

Auto-Discovery scannt das Netzwerk und legt Sensoren automatisch an — bequem, aber gefährlich. Ohne Filter entstehen 200 Sensoren auf jedem Drucker, die nie wieder rote Karten werfen, aber Lizenzplätze fressen. Praxis: Auto-Discovery laufen lassen, alle Drucker- und Netzwerk-Sensoren gruppenweise löschen, dann manuell genau die Pflicht-Sensoren aus der Liste oben anlegen.

250+
vorkonfigurierte Sensortypen
30 Min
Installation Windows Server
5 Min
erste Eskalationsstufe
99,9 %
Verfügbarkeit messbar

Aus der Praxis — wenn IT laufen muss

PRTG ist kein Ziel, sondern ein Mittel. Das wird besonders deutlich bei Unternehmen, die schon einen Ausfall erlebt haben:

Drei Monate lang konnten wir nicht arbeiten. Alles verschlüsselt — jedes Dokument, jede E-Mail, jede Rechnung. Seitdem weiß ich: IT-Sicherheit ist kein Luxus, sondern Überlebensfrage.

Bernd Kühn · Geschäftsführer, Sanitärbetrieb, 20-25 Mitarbeiter

Beim Sanitärbetrieb Kühn lief vor dem Ransomware-Vorfall kein Monitoring. Die Backup-Jobs hatten seit drei Monaten Fehler geworfen — gemerkt hat es niemand. Heute überwachen wir dort PRTG-seitig: Backup-Status, Antivirus-Aktivität, externe Erreichbarkeit, USV-Status. Jeder dieser Sensoren ist ein verhinderter Vorfall.

Service-Level-Agreements — was Monitoring messbar macht

Wer einen externen IT-Dienstleister hat, sollte Service Level Agreements (SLA) nicht nur unterschreiben, sondern auch messen. PRTG kann genau das: Verfügbarkeit pro Service über einen Monat berechnen und gegen den SLA halten. Wenn ein Vertrag 99,5 Prozent Verfügbarkeit zusichert und PRTG am Monatsende 99,1 Prozent ausweist, hat das Konsequenzen. Mehr dazu in unserem Beitrag zu IT-Service-Level-Agreements.

Für die zugrundeliegende Netzwerkstruktur lohnt sich ein Blick in unsere Beiträge zu TCP/IP, OSI und Subnetting und IP-Adresse, DNS und Gateway — beides Grundlagen, die jeder verstehen sollte, der PRTG-Sensoren konfiguriert.

PRTG selbst betreiben oder als Managed Service?

Drei Wege führen zur PRTG-Nutzung:

ModellInvestitionAufwand internGeeignet für
PRTG On-Premise selbstLizenz + Server + SetuphochIT-Abteilung mit ≥ 2 Vollzeit-Admins
PRTG Hosted by PaesslerCloud-Abo, kein ServermittelKMU ohne Bock auf Server-Pflege
Managed PRTG via hagel ITFestpreis pro Sensorsehr niedrigKMU 5–150 Mitarbeiter mit Wunsch nach 24/7-Bereitschaft

Der Managed-Weg lohnt sich, wenn Sie nicht selbst Bereitschaft fahren wollen. Wir betreiben PRTG zentral, fahren die Bereitschaft, kümmern uns um Updates und werten gemeinsam in Quartalsgesprächen die Reports aus. Mehr dazu auf der Seite Managed IT Services Hamburg oder im Detail bei Netzwerk & WLAN.

PRTG sauber aufgesetzt, sauber überwacht.

15 Minuten kostenlos. Wir schauen mit Ihnen, ob Eigenbetrieb, Hosted oder Managed der richtige Weg ist.

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Häufige Fallstricke und wie Sie sie vermeiden

  • Falsche Lizenzgröße gekauft. Vor dem Kauf 30 Tage Trial mit Auto-Discovery laufen lassen, dann Sensoren manuell entrümpeln, dann erst Tarif wählen.
  • Keine Dependencies konfiguriert. Nach Auto-Discovery alle Geräte hinter einem Router oder Switch von dessen Ping-Sensor abhängig machen. Ein Klick pro Gerät, eine Stunde Aufwand für 100 Geräte.
  • Schwellenwerte aus dem Stand übernommen. 80 % CPU als Alarmgrenze ist auf einem Datenbankserver sinnlos. Erst zwei Wochen Baseline laufen lassen, dann Schwellen 20 % über dem 95-Perzentil setzen.
  • Nur eine Person hat Zugang. PRTG-Admin-Konto an mindestens zwei Personen verteilen, sonst hängt das ganze Monitoring an einem einzigen Mitarbeiter.
  • Keine Wartungsfenster definiert. Sonntag-Nacht-Updates lösen 50 SMS aus. Wartungsfenster pro Gerätegruppe konfigurieren — vor jedem geplanten Eingriff.
  • Backup vom PRTG-Server selbst vergessen. Die Konfigurationsdatei (PRTG Configuration.dat) muss tagesaktuell gesichert werden. Ohne sie sind 1.500 Sensoren plus 6 Monate Historie weg.

Der letzte Punkt ist erstaunlich häufig: Wer die Datensicherung des Monitoring-Servers vergisst, verliert beim Crash zuerst die Möglichkeit, den Schaden zu beziffern. Wir empfehlen einen täglichen Snapshot der PRTG-VM und zusätzlich ein wöchentliches Konfigurations-Export-Skript. Wer wissen will, wie Backup-Tests im Alltag aussehen, findet dort eine Anleitung.

Fazit: PRTG ist gut — gut konfiguriert ist es großartig

PRTG Network Monitor ist nach unserer Erfahrung das beste Preis-Leistungs-Verhältnis am deutschen Monitoring-Markt für Unternehmen mit 5 bis 150 Mitarbeitern. Out-of-the-box gibt es keine vergleichbare Tiefe an vorkonfigurierten Sensortypen, keine vergleichbar einfache Bedienoberfläche und keinen ähnlich guten Hyper-V- und VMware-Support. Aber: Eine PRTG-Installation, die nach drei Tagen produktiv läuft, ist nicht das gleiche wie eine, die nach drei Tagen Konzept produktiv läuft. Den Unterschied merken Sie nicht beim Kauf — sondern um drei Uhr nachts, wenn die Bereitschaft das Telefon abnimmt.

Wenn Sie PRTG bereits einsetzen und das Setup auditieren lassen wollen — oder wenn Sie überlegen, ob sich der Schritt zu einem Managed Service lohnt — sprechen Sie uns an. Wir machen seit Jahren genau das: PRTG-Setups bei Hamburger Unternehmen und in ganz Norddeutschland einrichten, betreuen und bei Bedarf 24/7 überwachen.

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Karl Isler
IT-Experte & Autor, hagel IT-Services GmbH

Karl Isler ist ein erfahrener IT-Experte und Autor. Seine Fachkenntnisse in den Bereichen IT-Strategie, Cloud Computing und Datensicherheit ermöglichen es ihm, fundierte Artikel für unseren IT-Entscheider-Blog zu verfassen.

Thorsten Eckel

«Mit Hagel IT haben wir einen erfahrenen Partner, auf den wir uns jederzeit zu 100 % verlassen können.»

Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
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Robin Koppelmann
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Häufig gestellte Fragen

Paessler verkauft PRTG nach Sensoren. PRTG 500 (500 Sensoren) liegt bei rund 1.899 Euro Einmalkauf plus jährlicher Wartung. PRTG 1000 bei rund 3.499 Euro. Für Unternehmen unter 100 Sensoren ist die kostenlose Freeware-Lizenz erlaubt — nur als Dauerlösung sind die paid Tarife sinnvoll, weil dort Updates und Support enthalten sind.

Faustregel aus der Praxis: 8 bis 12 Sensoren pro physischem oder virtuellem Server (CPU, RAM, Disk, Netzwerkkarten, Dienste, Backup-Job). Switches benötigen 2 plus 1 pro Port. Eine Firewall mit VPN kommt schnell auf 30 Sensoren. Vor dem Kauf eine Inventarliste anlegen, sonst landet man im falschen Tarif.

PRTG bringt fünf Hyper-V Sensortypen out-of-the-box mit: Hyper-V Host Server, Virtual Machine, Virtual Network Adapter, Virtual Storage Device und Cluster Shared Volume Disk Free. Pflicht sind Host Server (für CPU/RAM/IO) und Virtual Machine pro VM. Cluster Shared Volume nur, wenn Sie ein Failover-Cluster betreiben.

PRTG nutzt Schedules, Notification Templates und Eskalationsstufen. Praxis-Setup: Stufe 1 — E-Mail an die Bereitschaftsgruppe nach 5 Minuten Down. Stufe 2 — SMS oder Push (PRTG Mobile App) nach weiteren 10 Minuten. Stufe 3 — Anruf via Webhook an externen Service nach 30 Minuten. Schedules trennen Geschäftszeit von Wochenende. Wichtig: Rufbereitschaftsplan wöchentlich prüfen, sonst bekommt der falsche Kollege den Anruf.

Für KMU mit 5 bis 150 Mitarbeitern fast immer ja. Zabbix oder Nagios benötigen tagelange Einarbeitung, eigene Plug-ins und Linux-Kenntnisse. PRTG bringt 250+ Sensortypen vorkonfiguriert mit, läuft auf Windows Server und ist nach einem Tag produktiv. Die Lizenzkosten amortisieren sich, sobald ein einziger Wochenendausfall verhindert wird.

Empfehlung: Windows Server 2022 auf einer dedizierten VM mit 4 vCPU, 8 GB RAM und 100 GB SSD für die Historie. Für Cluster ab 1.000 Sensoren plant man 8 vCPU und 16 GB RAM ein. PRTG schreibt viel in die Datendatei — eine schnelle Disk ist Pflicht. Wer Cloud will, nutzt PRTG Hosted by Paessler ab rund 1.000 Euro pro Jahr ohne eigenen Server.

Drei Hebel: Erstens Schwellenwerte realistisch setzen — nicht jede 80 % CPU-Spitze ist ein Alarm. Zweitens Dependencies konfigurieren, damit ein ausgefallener Switch nicht 50 nachgelagerte Sensoren rot färbt. Drittens Notification Templates pro Empfänger trennen: IT-Leiter bekommt nur kritische Eskalationen, Techniker bekommt alles. Sauber gepflegt sinkt die Alarmflut um 80 Prozent.

Ja. hagel IT betreut PRTG-Installationen für KMU in Hamburg, Bremen, Kiel und Lübeck. Wir richten Sensoren ein, konfigurieren Rufbereitschaft, schulen Ihr Team und übernehmen optional die 24/7-Überwachung als Managed Service. Festpreis ab 50 Euro pro Arbeitsplatz und Monat — keine versteckten Stundenabrechnungen.