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IT-Inventur 2026: So erfassen Sie Hardware, Software & Cloud richtig

Jens Hagel
Jens Hagel in IT-Service

Eine IT-Inventur ist heute mehr als das Zählen von Monitoren im Keller. Sie ist die Grundlage für Kostenkontrolle, Lizenz-Compliance und Cybersicherheit — und seit dem NIS-2-Umsetzungsgesetz technische Pflicht für tausende Mittelständler. Wir zeigen, wie eine saubere IT-Inventur 2026 aussieht, welche Tools sinnvoll sind und wo KMU typischerweise 20 bis 40 Prozent ihrer Software-Kosten einsparen.

Inhalt in Kürze

Das Wichtigste auf einen Blick:
  • IT-Inventur = Hardware + Software + Cloud. Wer nur Geräte zählt, übersieht 60 % seiner IT-Kosten.
  • Stichtagsinventur reicht nicht mehr. Moderne IT braucht ein Tool, das permanent erfasst — nicht ein Clipboard einmal im Jahr.
  • NIS-2 macht Asset-Inventar Pflicht. Ohne aktuelle Liste aller Systeme keine belastbare Risikoanalyse — und damit keine NIS-2-Konformität.
  • Lizenz-Inventur spart typisch 20-40 % Software-Kosten. Ungenutzte Abos, doppelte Lizenzen, überdimensionierte M365-Pläne — das Geld liegt auf der Straße.

Was ist IT-Inventur?

IT-Inventur bedeutet: Die vollständige, strukturierte Erfassung aller IT-Werte eines Unternehmens zu einem Stichtag — inklusive Hardware, Software-Lizenzen, Cloud-Abos und digitalen Assets wie Domains oder Zertifikate.

Rechtlich ist die Inventur zum Bilanzstichtag nach § 240 HGB und §§ 140, 141 AO vorgeschrieben. Die klassische Inventur deckt aber nur den bilanziellen Aspekt ab — das ist der Teil, bei dem Ihr Steuerberater am Jahresende hartnäckig nachfragt. Die moderne IT-Inventur geht weit darüber hinaus und ist die Grundlage für IT-Asset-Management (ITAM), Lizenzmanagement (SAM) und die Configuration Management Database (CMDB).

In der Praxis treffen wir bei IT-Dienstleister-Wechseln in Hamburg regelmäßig auf Kunden, die nicht genau wissen, wie viele Laptops im Homeoffice verteilt sind, welche Microsoft-365-Lizenzen sie bezahlen oder welche Altsoftware noch auf einem Server im Keller läuft. Das ist kein Vorwurf — das ist Alltag im Mittelstand. Aber es ist auch genau die Lücke, die Angreifer nutzen.

IT-Inventur durch Dienstleister — Ablauf + Tools 2026

Eine IT-Inventur durch einen externen Dienstleister erfasst alle Hardware (Server, Notebooks, Drucker, Netzwerk-Geräte), Software (Lizenzen, Cloud-Subscriptions), Verträge (Internet, Telefonie, Wartung) und die Sicherheitslage. Typischer Aufwand für ein KMU mit 30 Arbeitsplätzen: 2-3 Tage vor Ort, 1.500-3.500 € einmalig. Tools 2026: Lansweeper, Snipe-IT, Spiceworks Inventory, ManageEngine AssetExplorer.

Der Ablauf bei hagel IT in Hamburg ist standardisiert und als Festpreis-Produkt buchbar: Kick-off (1 Stunde Remote), Netzwerk-Scan mit Lansweeper oder Microsoft Intune (1 Tag), physischer Abgleich vor Ort an Ihren Hamburger Standorten (1-2 Tage), Lizenz-Audit und Cloud-Shadow-IT-Check (1 Tag remote), Abschlussbericht mit CMDB-Export und priorisierter Maßnahmenliste. Kein Tagessatz-Risiko, kein Vertriebsdruck — Sie wissen vorher, was es kostet. Mehr zum Festpreis-Modell unter Managed IT Services Hamburg.

Hardware, Software und Cloud — die drei Ebenen

IT-Inventur zerfällt in drei Ebenen, die sich stark unterscheiden. Wer sie vermischt oder eine weglässt, bekommt ein schiefes Bild.

  • Hardware-Inventur. Physische Geräte: PCs, Laptops, Server, Drucker, Router, Switches, Access Points, VoIP-Telefone, mobile Endgeräte, Monitore, Dockingstations, USB-Sticks mit sensiblen Daten. Pro Asset: Seriennummer, MAC-Adresse, Standort, Nutzer, Kaufdatum, Garantie-Ende, Abschreibungsstatus.
  • Software-Lizenz-Inventur. Alle lizenzpflichtigen Programme: Microsoft 365 pro Seat, Adobe Creative Cloud, DATEV, Lexware, Fachsoftware, CAD-Programme, Antivirus, Backup-Lösungen. Pro Lizenz: Anzahl erworben, Anzahl aktiv genutzt, Vertragslaufzeit, Kosten pro Jahr.
  • Cloud-Inventur. SaaS-Abos, Infrastructure-as-a-Service (Azure, AWS), Domains, SSL-Zertifikate, Backup-Cloud, Collaboration-Tools (Teams, Slack, Trello), E-Mail-Marketing-Tools. Das ist die am häufigsten vergessene Ebene — und die, die am schnellsten aus dem Ruder läuft.

Besonders die Cloud-Ebene wird in Inventuren oft unterschätzt. Ein typischer Managed IT-Kunde mit 40 Arbeitsplätzen hat ohne saubere Kontrolle schnell 15-25 Cloud-Abos laufen — von LinkedIn Premium über Canva bis zu ChatGPT Teams. Viele davon laufen auf Privat-Kreditkarten einzelner Mitarbeiter und verschwinden bei Kündigungen in rechtlichen Grauzonen.

Tools für IT-Asset-Management — der Vergleich

Eine Excel-Liste reicht bis etwa 20 Arbeitsplätze. Darüber braucht es ein richtiges Tool, sonst ist die Liste am Tag nach der Erstellung schon veraltet. Die fünf gängigen Ansätze im Vergleich:

ToolTypPasst fürStärkenSchwächen
Microsoft IntuneCloud, MDM-basiertM365-Kunden ab 10 MANahtlos in M365, automatische Geräte-Erfassung, Patch-Management inklusivePflicht: M365 Business Premium; keine Non-M365-Assets
LansweeperNetzwerk-ScannerKMU 30-500 MAAgentenlos, sehr detailliert, erfasst alles im NetzLizenz ab ~1.500 €/Jahr, lernt nichts über Cloud
ManageEngine AssetExplorerAll-in-one ITAMKMU bis KonzernSoftware + Hardware + Kauf-Tracking, gutes LizenzmanagementUI altbacken, Setup dauert
Snipe-ITOpen SourceKostensensitive KMUGratis, Cloud oder selbst gehostet, simples InterfaceKeine Auto-Discovery, alles manuell
Snipe-IT Self-HostOpen Source, DockerKMU mit interner ITKeine Cloud-Kosten, volle DatenhoheitBetriebsaufwand, Updates manuell

Für die meisten unserer Kunden in Hamburg ist Microsoft Intune die erste Wahl — einfach weil Microsoft 365 ohnehin da ist und Intune in Business Premium mit drin steckt. Für Unternehmen mit viel Non-Microsoft-Hardware (Linux-Server, Industrie-Steuerungen, Drucker mit eigener Firmware) ergänzen wir das dann mit Lansweeper. Wer grundsätzlich keine Lizenzen für ein ITAM-Tool kaufen will, kommt mit Snipe-IT erstaunlich weit — vor allem wenn wir es als Hosted-Version im eigenen Managed Server-Setup betreiben.

Die meisten Mittelständler unterschätzen, wie viel Geld in Software-Lizenzen liegt, die keiner mehr nutzt. Wir sehen bei Neukunden regelmäßig 20 bis 40 Prozent Einsparpotenzial — nur weil einmal eine saubere Lizenz-Inventur gemacht wurde. Das ist oft mehr als ein kompletter Monatsbeitrag für Managed IT.

Jens Hagel Jens HagelGeschäftsführer, hagel IT-Services GmbH
IT-Administrator beim Asset-Scan im Serverraum — Hardware-Inventur in der Praxis
Der Blick in den Serverraum gehört zur Hardware-Inventur — oft finden sich Altsysteme, die seit Jahren niemand mehr wartet, aber weiter Strom ziehen und Sicherheitslücken schaffen.

NIS-2 und Asset-Inventar — warum das jetzt Pflicht ist

Das NIS-2-Umsetzungsgesetz ist seit Dezember 2025 in Kraft. Rund 29.500 Unternehmen in Deutschland sind betroffen — und die meisten Geschäftsführer, mit denen wir sprechen, unterschätzen, dass ein vollständiges Asset-Inventar eine technische Pflicht nach dem Gesetz ist, keine freiwillige Empfehlung.

Der Grund ist simpel: NIS-2 verlangt ein Risikomanagement für IT-Systeme. Ein Risikomanagement ohne vollständige Liste der Systeme ist unmöglich. Das BSI beschreibt im IT-Grundschutz-Baustein OPS.1.1.3 genau diesen Zusammenhang: Patch-Management, Incident Response und Schwachstellenanalyse setzen ein Asset-Inventar voraus. Fehlt es, fallen Audits durch.

Wichtig für NIS-2-betroffene Unternehmen:

Das Asset-Inventar muss "aktuell gehalten" werden. In der Praxis bedeutet das: mindestens monatlicher Abgleich, besser automatisch über ein MDM-/ITAM-Tool. Eine Excel-Liste, die einmal im Jahr befüllt wird, reicht nach gängiger Auslegung nicht aus. Details zu Pflichten und Fristen finden Sie in unserer NIS-2-Beratung Hamburg.

Für KMU unterhalb der NIS-2-Schwelle gilt das Prinzip trotzdem: Wer keinen Überblick über seine Systeme hat, kann sie nicht patchen, nicht absichern und im Ernstfall nicht schnell reagieren. Der Cyber-Sicherheits-Lagebericht 2024 des BSI bestätigt, was wir bei Incident-Response-Einsätzen sehen: Die allermeisten erfolgreichen Angriffe auf Mittelständler nutzen ungepatchte, längst vergessene Systeme — Terminalserver im Keller, alte VPN-Boxen, ein ausgedienter Windows-7-Rechner an einer CNC-Maschine.

Lizenz-Inventur: Oft 20-40 % Einsparung

Die Software-Lizenz-Inventur ist das unterschätzte Geldstück. Typische Muster, die wir bei IT-Audits in Hamburg regelmäßig aufdecken:

  • Microsoft 365 Business Standard statt Business Basic für Mitarbeiter, die nur E-Mail und Teams nutzen. Unterschied: 6 € statt 12 € pro Seat/Monat — bei 50 MA also 3.600 € Einsparung pro Jahr.
  • Adobe Creative Cloud All Apps für Kollegen, die eigentlich nur Acrobat brauchen. Statt 72 € reichen oft 14 € pro Seat/Monat.
  • Doppelte Abos: Teams-Telefonie über zwei Anbieter, Antivirus-Suite und separates EDR, Backup über M365 plus externer Backup-Anbieter — alles gleichzeitig.
  • Karteileichen: Lizenzen für ausgeschiedene Mitarbeiter, die 6-24 Monate weiterlaufen. In größeren Firmen locker 5-10 % der Gesamtlizenz-Kosten.
  • Überdimensionierte Verträge: 100 Lizenzen gebucht, 60 in Nutzung — weil jemand vor drei Jahren "auf Wachstum" gerechnet hat.

Das systematische Vorgehen dahinter heißt Software Asset Management (SAM) und ist ein eigenes Thema — Details dazu in unserem Artikel IT-Lizenzmanagement — SAM erklärt. Kurzfassung: SAM ist die Disziplin, die sicherstellt, dass jede bezahlte Lizenz auch genutzt wird und umgekehrt jede genutzte Software auch lizenziert ist.

IT-Inventur im Lager — Kollegen erfassen Hardware-Bestände mit Scanner und Liste
Physische Hardware-Inventur bleibt wichtig — aber nur als Ergänzung zur automatischen Erfassung. Wer sich nur auf Handzählen verlässt, ist spätestens im Homeoffice-Zeitalter blind.

Wir hatten die Adobe Creative Cloud für 18 Leute gebucht. Drei nutzen sie wirklich. Nach dem ersten Lizenz-Audit sind bei uns 14.000 Euro pro Jahr weg — einfach so. Das hätte ich selbst nicht geglaubt.

Lisa Stark · Geschäftsleitung, Gefahrstoffanalytik/Labor, 20 Mitarbeiter

Der Weg zur sauberen CMDB

Wer es richtig macht, landet bei einer Configuration Management Database (CMDB) — einer lebenden Datenbank, die nicht nur auflistet, was da ist, sondern auch, wie die Systeme zusammenhängen. Der Warenwirtschafts-Server hängt am Datenbank-Server, der hängt am Storage, das hängt am Backup. Fällt eines aus, weiß man auf einen Blick, was betroffen ist.

Für ein KMU mit 30-80 Arbeitsplätzen reicht eine pragmatische Light-CMDB — kein ITIL-Monster, sondern eine strukturierte Liste mit Abhängigkeiten. Wir bauen das bei Managed-IT-Kunden meist in drei Schichten auf:

  1. Layer 1 — Inventar: Alles, was da ist, maschinell erfasst über Intune oder Lansweeper. Aktualität: Echtzeit.
  2. Layer 2 — Services: Welche Business-Services laufen auf welchen Systemen? (Buchhaltung → Server X, E-Mail → Cloud Y, CAD → Workstation Z) Aktualität: bei jeder Änderung, mindestens quartalsweise.
  3. Layer 3 — Abhängigkeiten: Was braucht was? Welche Integrationen, welche externen APIs, welche Zertifikate? Aktualität: mindestens jährlich, nach jeder Migration.

Häufige Fehler bei der IT-Inventur

Aus rund 20 Jahren Praxis — das sind die Patterns, die wir immer wieder sehen:

  • Fehler 1: Nur Hardware erfassen. Die teure Seite (Software, Cloud) bleibt unsichtbar. 60 % der IT-Kosten ignoriert.
  • Fehler 2: Stichtagsinventur im Winter statt permanentes Monitoring. Was im Dezember stimmt, ist im März falsch. Homeoffice-Geräte, neue Mitarbeiter, Abgänge — alles bewegt sich ständig.
  • Fehler 3: Kein Seriennummern-Tracking. Bei einem Diebstahl oder Verlust kann die Versicherung nichts bezahlen, wenn die Seriennummer nicht dokumentiert ist.
  • Fehler 4: Privatgeräte im Firmeneinsatz (BYOD). Nicht inventarisiert, nicht verschlüsselt, nicht kontrolliert — aber mit Zugriff auf Firmen-Mails. DSGVO-Katastrophe in Zeitlupe.
  • Fehler 5: Cloud-Assets auf Privat-Kreditkarten. Mitarbeiter kauft ChatGPT Plus mit eigener Karte, schreibt es als Spesen ab. Wenn er geht, ist der Account weg — mit allen Prompts und Daten.
  • Fehler 6: Keine Anbindung an die Personalabteilung. Mitarbeiter geht, aber sein Laptop, sein Zugang, seine Lizenz laufen weiter. Oft monatelang.
  • Fehler 7: Inventar in Excel — für eine Person zugänglich. Urlaub, Krankheit, Kündigung — niemand weiß mehr, wo die aktuelle Liste liegt.
Aus der Praxis:

Bei einem neuen Kunden in Hamburg-Wandsbek (Architekturbüro, 22 MA) fanden wir bei der ersten Inventur 47 aktive Microsoft-365-Lizenzen — für 22 Mitarbeiter. Der Unterschied: 12 Lizenzen für Mitarbeiter, die seit 2022 weg waren. 13 „Test-Accounts", die nie deprovisioniert wurden. Ersparnis nach Bereinigung: 4.200 Euro pro Jahr. Für das komplette Microsoft 365 Management reicht das dann fast.

Checkliste: IT-Asset-Inventory in 10 Schritten

Der pragmatische Pfad zur sauberen Inventur — machbar in 4-6 Wochen für ein KMU mit 30-100 Arbeitsplätzen:

  1. Schritt 1 — Bestandsaufnahme sammeln. Alle bestehenden Listen: Excel aus der Buchhaltung, M365-Admin-Center, Router-Config, Telefonliste, Lieferantenrechnungen. Nicht perfekt, aber vollständig.
  2. Schritt 2 — Tool auswählen. Bei M365-Kunden meist Intune. Bei Mischlandschaften ergänzend Lansweeper oder Snipe-IT. Entscheidung anhand Budget, Unternehmensgröße, Cloud-Strategie.
  3. Schritt 3 — Tool ausrollen. Intune-Agenten per [Autopilot](/cloud/intune-autopilot-partner-hamburg-effiziente-geraete-einrichtung-hagel-it "Intune Autopilot Partner Hamburg — Geräte-Einrichtung") auf alle Geräte bringen. Bei bestehenden Geräten manuell enrollen.
  4. Schritt 4 — Stichtag setzen. Ein konkretes Datum (z.B. 30. Juni). Bis dahin: physische Zählung und Abgleich mit Tool-Daten.
  5. Schritt 5 — Abweichungen dokumentieren. Was steht im System, aber nicht physisch da? Was steht physisch da, aber nicht im System? Jede Abweichung protokollieren und bereinigen.
  6. Schritt 6 — Lizenz-Audit. Pro Software: gekauft vs. genutzt. Karteileichen löschen, Überlizenzierung kündigen, Unterlizenzierung nachkaufen.
  7. Schritt 7 — Cloud-Shadow-IT aufspüren. Kreditkartenabrechnungen scannen, Mitarbeiter fragen, was sie wofür nutzen. Jedes SaaS-Abo in die Inventur.
  8. Schritt 8 — Prozess definieren. Wer meldet neue Geräte? Wer deprovisioniert bei Austritten? Wer prüft monatlich auf Abweichungen?
  9. Schritt 9 — CMDB-Struktur anlegen. Services definieren, Abhängigkeiten grob erfassen. Nicht perfekt, aber da.
  10. Schritt 10 — Review-Zyklus etablieren. Monatliche Sichtung der Reports, quartalsweise Vollabgleich, jährlich großer Audit mit Lizenz-Check.
20-40 %
Einsparpotenzial bei Software-Lizenzen
29.500
Unternehmen mit NIS-2-Pflicht in DE
4-6 Wochen
Typische Projektdauer für 30-100 MA
ab 50 €
pro AP/Monat inkl. Asset-Management

Was Sie heute tun können

Drei Dinge, die Sie heute Nachmittag ohne externen Dienstleister starten können:

  1. Loggen Sie sich ins Microsoft 365 Admin Center ein und prüfen Sie “Benutzer → Aktive Benutzer”. Gibt es Accounts von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen haben? Deaktivieren Sie diese heute noch. Jeder aktive Ex-Mitarbeiter-Account ist eine DSGVO-Lücke und eine Angriffsfläche.
  2. Rufen Sie Ihre Kreditkartenabrechnungen der letzten drei Monate auf und listen Sie alle IT-bezogenen Abbuchungen. Sie werden Abos finden, die Sie nicht mehr auf dem Schirm hatten.
  3. Fragen Sie Ihre IT-Verantwortliche: “Wie viele Laptops haben wir?” Bekommen Sie eine Zahl innerhalb von 10 Sekunden, ist alles gut. Gibt es 30 Sekunden Pause und dann ein “So ungefähr…”, haben Sie ein Inventur-Problem.

Wer tiefer einsteigen will: Der IT-Service Einkaufsführer 2026 und der IT-Kosten-Kalkulator sind gute Startpunkte. Für Unternehmen mit NIS-2-Pflicht lohnt zusätzlich der NIS-2-Betroffenheits-Check.

Fazit

Das Wichtigste zum Mitnehmen: IT-Inventur ist 2026 kein lästiges HGB-Ritual mehr, sondern die Grundlage für Kostenkontrolle (20-40 % Einsparpotenzial bei Lizenzen), Cybersicherheit (kein Patch ohne Asset-Kenntnis) und NIS-2-Compliance (Pflicht seit Dezember 2025). Wer noch mit Excel-Listen arbeitet, ist nicht falsch — aber auch nicht mehr zeitgemäß. Der Weg zum sauberen IT-Asset-Management ist in 4-6 Wochen machbar und zahlt sich ab dem ersten Jahr aus.

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Weiterführende Quellen

Jens Hagel
Gründer & Geschäftsführer, hagel IT-Services GmbH

Seit 2004 begleite ich Hamburger Unternehmen bei der IT-Modernisierung. Microsoft Solutions Partner, WatchGuard Gold Partner, ausgezeichnet als Deutschlands bester IT-Dienstleister 2026 (Brand eins/Statista). Wenn Sie IT-Fragen haben, bin ich direkt erreichbar.

Thorsten Eckel

«Mit Hagel IT haben wir einen erfahrenen Partner, auf den wir uns jederzeit zu 100 % verlassen können.»

Thorsten Eckel
Geschäftsführer · Hanse Service
Deutschlands beste IT-Dienstleister 2026 — brand eins / Statista
Bester IT-Dienstleister
2026 — brand eins / Statista
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Vom IT-Chaos zur sicheren Praxis: Einblicke in unsere Infrastruktur-Analyse (ISA) am Beispiel einer Therapiepraxis
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Basierend auf 46 Bewertungen

„Wir arbeiten seit einiger Zeit mit hagel IT zusammen und sind absolut zufrieden. Das Team ist kompetent, freundlich und immer schnell zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Besonders schätzen wir die individuelle Beratung, den zuverlässigen Support und die modernen IT-Lösungen, die perfekt auf unsere Bedürfnisse abgestimmt sind. Ein rundum professioneller Partner, den wir uneingeschränkt weiterempfehlen können!"

Robin Koppelmann
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Häufig gestellte Fragen

Ein IT-Dienstleister erfasst bei der Inventur alle Hardware (Server, Notebooks, Drucker, Netzwerk-Geräte), Software-Lizenzen, Cloud-Subscriptions, IT-Verträge (Internet, Telefonie, Wartung) und die Sicherheitslage. Typischer Ablauf: Kick-off und Tool-Auswahl, automatischer Netzwerk-Scan mit Lansweeper oder Intune, physischer Abgleich vor Ort, Lizenz-Audit, Dokumentation in einer CMDB. Ergebnis ist ein vollständiges Asset-Register plus Maßnahmenliste für Lizenz-Optimierung, Patch-Stand und NIS-2-Konformität.

Eine IT-Inventur für ein KMU mit 30 Arbeitsplätzen kostet bei einem externen Dienstleister 1.500 bis 3.500 Euro einmalig — abhängig von Tool-Einführung, Cloud-Tiefe und Standort-Anzahl. Aufwand: 2-3 Tage vor Ort plus Auswertung. Bei 50-100 Arbeitsplätzen liegen die Kosten typisch zwischen 3.500 und 6.000 Euro. Laufendes Asset-Management ist in Managed-IT-Verträgen ab ca. 50 Euro pro Arbeitsplatz/Monat enthalten. hagel IT bietet die IT-Inventur in Hamburg als Festpreis-Produkt — kein Tagessatz-Risiko.

Die handelsrechtliche Inventur nach § 240 HGB erfolgt einmal jährlich zum Bilanzstichtag. Die technische IT-Inventur muss dagegen permanent laufen — über ein Tool wie Microsoft Intune, Lansweeper, Snipe-IT, Spiceworks Inventory oder ManageEngine AssetExplorer. Empfehlung: Vollständige Bestandsaufnahme alle 12-24 Monate durch einen externen Dienstleister, dazwischen monatlicher Tool-Abgleich. Für NIS-2-betroffene Unternehmen ist das aktuelle Asset-Inventar seit Dezember 2025 Pflicht — Excel-Liste einmal im Jahr reicht nicht aus.

IT-Inventur ist die systematische Erfassung aller IT-Assets eines Unternehmens — Hardware, Software-Lizenzen, Cloud-Dienste und Lizenz-Keys. Handelsrechtlich ist Inventur zum Jahresende nach § 240 HGB Pflicht. Für NIS-2-betroffene Unternehmen ist ein aktuelles Asset-Inventar seit Dezember 2025 zusätzlich technische Pflicht.

Die handelsrechtliche Inventur erfolgt einmal jährlich zum Bilanzstichtag. Die technische IT-Inventur (Asset-Management) muss dagegen permanent laufen — über ein Tool, das alle Geräte automatisch erfasst. Stichtagsinventuren einmal im Jahr reichen bei moderner IT nicht mehr aus.

Hardware (PCs, Laptops, Server, Drucker, Telefone, Router, Switches), Software-Lizenzen (Microsoft 365, Adobe, Fachsoftware), Cloud-Abos (Azure, AWS, SaaS-Tools), Zertifikate und Domains, außerdem Peripherie wie Monitore, Dockingstations und mobile Endgeräte. Ergänzt wird jeder Eintrag um Seriennummer, Standort, Nutzer und Beschaffungsdatum.

Für Microsoft-365-Kunden ist Microsoft Intune (ab Business Premium enthalten) Standard — erfasst alle Geräte automatisch. Alternativen sind Lansweeper (netzwerkbasiert, lizenzpflichtig), ManageEngine AssetExplorer oder Snipe-IT (Open Source, selbst gehostet). Welches passt, hängt von Unternehmensgröße und Cloud-Strategie ab.

Eine einmalige IT-Inventur inklusive Tool-Einführung und Basis-Dokumentation kostet für ein KMU mit 30-50 Arbeitsplätzen typischerweise zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Laufendes IT-Asset-Management ist bei Managed-IT-Verträgen ab ca. 50 Euro pro Arbeitsplatz/Monat inbegriffen.

Zwei Gründe: Unterlizenzierung führt bei Audits zu Nachzahlungen plus Strafen. Überlizenzierung verbrennt Geld — wir sehen in der Praxis regelmäßig, dass Unternehmen 20 bis 40 Prozent ihrer Software-Budgets für ungenutzte Lizenzen ausgeben. Eine saubere Lizenz-Inventur macht beides sichtbar.

Wenn Ihr Unternehmen unter NIS-2 fällt (29.500 Unternehmen in Deutschland): Ja. Das NIS-2-Umsetzungsgesetz verlangt ein aktuelles Asset-Inventar als Grundlage für Risikoanalyse, Patch-Management und Incident Response. Ohne Inventar keine belastbare Risikobewertung — das ist einer der häufigsten Audit-Findings.

In drei Schritten: 1. Bestehende Listen sammeln (Excel, Buchhaltung, Microsoft-Admin-Center). 2. Ein Inventar-Tool einführen — für M365-Kunden meist Intune. 3. Einen Stichtag setzen und über vier Wochen physisch abgleichen. Danach läuft das Tool automatisch weiter. Wir begleiten das typischerweise in einem 2-4-wöchigen Projekt.